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Die_Zeit-LogoGero von Randow macht sich in der ZEIT zum … wie soll man es sagen, ohne unhöflich zu sein? Vielleicht so: zum Hanswurst.

Was er in einem aktuellen Beitrag schreibt, ist ähnlich peinlich, beschämend, realitätsfremd und leider auch inhaltlich so dürftig, wie Marietta Slomkas propagandistisch einseitige Interpretation dessen, was Propaganda und Desinformation ist, sodass man von einem Akt der Selbsterniedrigung sprechen muss. Ist es ein Schaf, das hier die Realität seiner eigenen fremdbestimmten Existenz leugnet oder ist es ein abgerichteter Hütehund, der die Schafe beieinander halten soll?

Anders als Randow, der durchgängig schwadroniert, statt argumentiert und die Leser ganz nach dem Motto: „Es stimmt, weil ich es sage“ mit simpler Meinerei statt Argumenten bei der Stange halten möchte, werden wir das Urteil über Randows Geschwätz mit Fakten belegen.

Randows Thesen:

  • es gibt keine Gleichschaltung der Presse
  • Deutschland ist ein souveränes Land (doch, allen Ernstes)
  • Wer anderes behauptet leidet an Größenwahn und Selbstermächtigung

Wenn Randow die Gleichschaltung der Presse leugnet, dann stützt er sich dabei auf den eingeengten Begriff der Gleichschaltung unter den Nazis oder anderer totalitärer Regime. Von einem zur Differenzierung fähigen Verstand aus betrachtet ist das natürlich Kindergarten. Es braucht weder einen Führerbefehl, noch einen Trupp Schläger oder einen Ukas, um die Mainstreammedien, die die öffentliche Meinung dominieren, in ihrer Berichterstattung und Kommentierung gleichzuschalten. Dazu reichen gemeinsame politische und wirtschaftliche Interessen einer handvoll Medienbesitzer, die Chefredakteure einsetzen, die wiederum Redakteure kontrollieren, vollkommen aus.

Diese alles andere als komplizierte Tatsache dürfte auch Randow bekannt sein; er ist ja kein Idiot. Er ist aber – gerade weil er dies verschweigt – ein vorsätzlicher Lügner und Täuscher. Dass er dies in einem Medium macht, das von der Sieger- und Besatzungsmacht Großbritannien überhaupt erst lizenziert und bis heute über transatlantische Netzwerke in den Führungspositionen kontrolliert wird, das macht das Ganze noch einmal besonders frivol.

Seine zweite These, die Bundesrepublik sei ein souveränes Land, will Randow mit der gleichen rabulistischen Masche verteidigen. Statt die Frage ernsthaft zu betrachten und faktenbasiert abzuwägen, formuliert er einen überspitzten Nonsense: „Deutschland werde von den USA regiert.“ und schiebt diesen Unsinn jenen als vermeintliche Ansicht unter, die die Souveränität Deutschlands berechtigt in Abrede stellen.

Selbstverständlich wird Deutschland so wenig „von den USA regiert“, wie die deutsche Presse von einem „Führer gleichgeschaltet wurde“. Aber durchaus vergleichbar den Mechanismen, die die Mainstreammedien in der Hand einiger weniger Oligarchen von wirtschaftlichen und politischen Zwängen gelenkt in eine Richtung marschieren lassen, so wird die deutsche Regierung von systemimmanenten wirtschaftlichen und politischen Zwängen aus den USA gesteuert. Dass die deutsche Bevölkerung – anders, als beispielsweise die Schweizer – keinerlei eigene Souveränität besitzt, steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt.

Die Fakten, die die fehlende Souveränität der deutschen Regierung belegen, sind nicht erschöpfend aufzuzählen und werden von Randow ganz gezielt verschwiegen:

  • Totalüberwachung der deutschen Exekutive, Legislative, Jurisdiktion, der deutschen Wirtschaft und Bevölkerung ohne dass die Regierung in der Lage wäre, etwas dagegen zu unternehmen
  • Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden ohne dass die Regierung in der Lage wäre, etwas dagegen zu unternehmen
  • Völkerrechtswidrige Kriege und verfassungswidrige Massenmorde, gesteuert vom deutschen Boden ohne dass die Regierung etwas dagegen unternehmen könnte
  • Zwang zur Mitgliedschaft in einem Militärbündnis, das von der Besatzungsmacht USA kontrolliert wird
  • Zwang zu wirtschaftlichen Sanktionen gegen den Iran, Kuba oder Russland, die dem eigenen Land erheblichen Schaden zufügen
  • etc.

Da Randow nicht in der Lage ist, einen einzigen dieser Punkte zu widerlegen, greift er zu seinem rabulistischen Mittel der Überspitzung und der Diffamierung jener, die die Fakten auf ihrer Seite haben. Deshalb suggeriert er, die heutige Gleichschaltung sei mit jener unter den Nazis identisch – was offenkundiger Blödsinn ist. Deshalb behauptet er, Kritiker sähen Deutschland „von den USA regiert“ – was ebenfalls holzschnittartiger Unsinn ist.

Am Ende will Randow ausgerechnet jenen, die diese mehr als berechtigte, auf Fakten basierende Kritik artikulieren, unterstellen, sie wollten „sich selbst erhöhen“ und zeigt damit seine wahre Gesinnung:

Womit wir im Kern angekommen sind: Selbsterhöhung. Wer die Wahrheit weiß, die uns verschwiegen wird, ist kein kleines Würstchen mehr. Sein Ich ist unversehens gewachsen. So sehr, dass es sich sogar traut, rebellisch aufzutreten. Der Rebell fordert die Macht heraus. In der sogenannten autonomen Szene ist in diesem Zusammenhang ein vielsagendes Wort beliebt: Selbstermächtigung.

Das interessante ist, dass Randow selbst aus der Perspektive eines „Erhöhten“ schreibt, sich selbst als Teil einer autoritären Elite sieht, die das Recht hat, ihre Meinung kundzutun – und sei sie auch noch so faktenfrei und mit Lüge durchsetzt – während die anderen „Würstchen“ seien, die die Schnauze zu halten haben.

Wenn diese „Würstchen“ sich zusammenrotten, um sich selbst zu „ermächtigen“, dann handelt es sich um einen „Mob“ und nicht um einen kollektiven Akt der Befreiung von Fremdherrschaft. Dass Randow zu dem durchweg positiv besetzten Begriff Empowerment (Selbstermächtigung) nichts anders einfällt, als eine hanebüchen konstruierte Verbindung zu den Nazis, unterstreicht seine agitatorisch-diffamierende Intention gegen die Freiheit und informelle Selbstbestimmung des Individuums.

Interessant, dass die Eindeutschung des Wortes Empowerment nach Machtergreifung klingt. Über die Gründe wäre noch nachzudenken. Lustvoll jedenfalls scheint dieses Rauslassen des zuvor gehemmten Machttriebs besonders dann zu sein, wenn es im Kollektiv geschieht. Als schwarzer Block, als Pegida – egal, jedenfalls als Mob.

Genauso wie Randow hat man in den letzten Tagen im Politbüro, im Frühjahr 1789 im Schloss von Versailles oder Anfang 1917 im Umfeld des Zaren gedacht. Randow entlarvt und erniedrigt sich damit zum Reaktionär. Demokratiefeindlich, faktenfrei, elitär, verlogen und ein Denunziant und Büchsenspanner am Hebel einer wankenden medialen Macht, deren ZEIT zu Ende geht. Randow selbst ist der beste Beweis für das, was er widerlegen will: die Gleichschaltung verlogener Mainstreammedien im Interesse alternativloser Märkte und einer fremden Besatzungsmacht, sowie ihre arrogante Attitüde kurz vor dem Fall.