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ard_logoIn der ARD tagesschau vom Montag verbreitet der notorische Lügner Udo Lielischkies einmal mehr Kriegspropaganda der Kiewer Regierung, statt Fakten zu überprüfen und die Zuschauer wahrhaftig und umfassend zu informieren, wie es der Rundfunkstaatsvertrag verlangt.

Wiedermal ging es um die Kämpfe in der Ostukraine. Ein Vorort von Mariupol wurde mit Granaten beschossen. Der Vorgang, der auch von der OSZE dokumentiert wurde, wird von der Kiewer Kriegspartei erwartungsgemäß den Separatisten angelastet und ARD-Mann Lielischkies macht sich deren Propaganda uneingeschränkt zu eigen – obwohl die Bewohner des Ortes das exakte Gegenteil sagen. Sie sind der Ansicht, es seien ukrainische Streitkräfte gewesen, die das Dorf beschossen – genau deshalb kommen sie in der ARD erst gar nicht zu Wort…

ARD tagesschau 17.08.2015

ARD_ts_17082015_SartanaLielischkies: „Das ukrainische Fern­sehen zeigt verwackelte Ama­teur­bilder. Sie sollen den nächt­lichen Be­schuss eines Vor­ortes von Mariu­pol zeigen, durch die Artil­lerie pro-russischer Separa­tisten. Und das ist der Ort Sartana, 20km nordöstlich Mariu­pols am Morgen danach. Es war offensichtlich ein großflächiger Artil­lerie­angriff. Mindestens 54 Häuser wurden getroffen, berichtet der Bür­ger­meister. Zwei Menschen starben sofort; mindestens 6 weitere wurden verletzt. Der Beschuss durch die Separatisten, so ein Militärsprecher in Kiew, sei so intensiv, wie seit Monaten nicht mehr.“

Ein andere ukrainischer Sender, NewsOne, war vor Ort und führte Interviews mit den Bürgern. Die zeigen sich verständlicherweise hell empört und geben der ukrainischen Armee die Schuld, wie ein Video von Hromadske.dn.ua zeigt, das auf den Interviews von NewsOne basiert:

„Sagen sie endlich die Wahrheit!“, fordern die empörten Bürger von den Reportern. Man muss sich klarmachen, dass auch in und um Mariupol viele Menschen das Regime in Kiew ablehnen – eine Tatsache, die in der deutschen Propaganda konsequent totgeschwiegen wird. Es macht also durchaus „Sinn“, wenn ukrainische Armee oder faschistische Bataillone diese Dörfer vorsätzlich beschießen. Zum einen sehen sie die Bewohner – so sie denn russlandfreundlich eingestellt sind – als Feinde und zum anderen können sie diesen Beschuss mit Hilfe ihrer Propaganda und willfährigen westlichen Medien, den Separatisten in die Schuhe schieben.

Bemerkenswert ist, dass im ARD-Bericht des Verbrechers Udo Lielischkies die Bürger des Ortes – die Opfer also – gar nicht zu Wort kommen. Sie werden von der Kamera präsentiert, dürfen aber keinerlei Stellung nehmen, zu dem, was dort vorgefallen ist. Und das ist kein Zufall!

Wer genau hinschaut, erkennt den kräftigen Mann rechts im ärmelfreien T-Shirt auch im Video von Hromadske.dn.ua wieder, wo er sagt, dass die Front der Separatisten mehr als 5km entfernt ist. Hier stellen wir die Bilder nebeneinander:

Hromadske_17082015_Sartana3

Bild anklicken, zum Vergrößern!

Hier der Frontverlauf:

Sartana1600

Bild anklicken, zum Vergrößern!

Es wäre also durchaus denkbar – und wer kann das besser beurteilen, als die Bürger vor Ort – dass ukrainische Armee oder Provokateure als „dritte Kraft“ den Ort aus östlicher oder nord-östlicher Richtung beschießen. Es ist sicherlich keine Aufgabe deutscher Journalisten, so eine Frage zu klären. Es ist aber ganz sicher ihre Aufgabe, umfassend über diesen Vorgang zu berichten und dazu gehören selbstverständlich die Ansichten der Anwohner, wenn sie – wie in diesem Fall – zur Verfügung stehen.

Dass Lielischkies stattdessen ausschließlich die Sichtweise der Kiewer Kriegspartei verbreitet und die Empörung der Bewohner, die eine vollkommen konträre Meinung vertreten, verschweigt, zeigt einmal mehr, dass wir es in der ARD mit einem schäbigen Propagandasender zu tun haben, der über Leichen geht und dabei die Schuldfrage immer wieder einseitig und politisch motiviert den Opfern zuschiebt.

Update:

In einer ersten Version hieß es fälschlich:

Ein andere ukrainischer Sender Hromadske.tv – alles andere, als oppositionell eingestellt – war vor Ort und führte Interviews mit den Bürgern. Die zeigen sich verständlicherweise hell empört und geben der ukrainischen Armee die Schuld.

Tatsächlich stammt das Originalmaterial vom ukrainischen Sender NewsOne, nicht von Hromadske.tv wie man am Mikro des Reporters in einer längeren, französisch untertitelten Version erkennt. Das im Beitrag verlinkte Video stammt laut Logo von Hromadske.dn.ua