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PaulCraigRoberts03.08.2015
Washingtons willige Helfer in Russland und China

by Paul Craig Roberts in einer Übersetzung von FritztheCat

Paul Craig Roberts (* 3. April 1939) ist ein US-amerikanischer Ökonom und Publizist. Er war stellvertretender Finanzminister während der Regierung Reagan und ist als Mitbegründer des wirtschaftspolitischen Programms der Regierung Reagans („Reaganomics“) bekannt.[1] Er war Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journal, Kolumnist von Business Week und dem Scripps Howard News Service. Er wurde bei 30 Anlässen über Themen der Wirtschaftspolitik im Kongress um seine Expertise gebeten.

Zwei Jahrzehnte hat es gedauert bis Russland und China verstanden haben, dass die in ihren Ländern operierenden „pro-demokratischen“ und „Menschenrechts“-Organisationen aus vom US-Außenministerium finanzierten, subversiven Organisationen bestehen. Außer dem Außenministerium zahlt noch eine von Washington organisierte Ansammlung privater amerikanischer Stiftungen. Der wahre Zweck dieser NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) ist die Vergrößerung von Washingtons Machtbereich. Dazu müssen die beiden Länder, die sich der US-Vorherrschaft nicht beugen wollen, destabilisiert werden.

Washingtons Fünfte Kolonne zettelte „Farbrevolutionen“ an. Zum Beispiel in Georgien, dem Geburtsort Stalins. Und in der Ukraine, für Jahrhunderte eine russische Provinz.

Nach Putins letzter Wiederwahl benutzte Washington seine willigen Helfer, um tausende Demonstranten auf russische Straßen zu schicken mit der Behauptung, Putin hätte „die Wahlen verschoben“. Diese amerikanische Propaganda hat bei den Russen nicht verfangen, weil die Bürger ihren Präsidenten zu 89% unterstützen. Die anderen 11% bestehen hauptsächlich aus Russen, denen Putins Kurs gegen die westliche Aggression zu lasch ist. Auch diese Minderheit hält zu Putin. Sie wollen nur, dass er härter agiert. Der Anteil der von Washington umgedrehten verräterischen Handlanger erreicht nicht mehr als 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung. Diese Verräter sind die „Westler“, die „atlantischen Integrationisten“. Sie sind bereit, ihr Land für Geld in einen amerikanischen Vasallenstaat zu verwandeln. Dafür werden sie bezahlt.

Aber die Fähigkeit Washingtons, die Fünfte Kolonne durch Moskau marschieren zu lassen, hat bei unbedarften Amerikanern und Europäern eine Wirkung. Viele Westler glauben heute, dass Putin die Wahl gestohlen hat, dass er wieder ein Sowjetreich aufbauen will. Und dass er den Westen vernichten will. Nicht dass es besonders schwer wäre, den Westen zu vernichten. Der Westen schafft das auch ganz alleine sich zu vernichten.

China, versessen auf Reichtum, war für Washington ein leichtes Ziel. Die Rockefeller-Stiftung unterstützt pro-amerikanische chinesische Professoren in den Universitäten. In China operierende US-Konzerne erschaffen überflüssige „Gremien“, die mit der Verwandtschaft der herrschenden politischen Klasse besetzt werden und hohe „Direktorengehälter“ kassieren. So vergiftet man die Loyalität der chinesischen Führungsschicht.

In der Hoffnung die chinesische Führungsschicht mit Geld kompromittiert zu haben, begann Washington mit den Protesten in Hong Kong. Man hoffte darauf, dass sich die Proteste in ganz China verbreiten würden und die durch das amerikanische Geld gelähmte Führung die Gefahr nicht rechtzeitig erkennen würde.

Endlich haben es Russland und China kapiert. Erstaunlich genug, dass die Regierungen dieser beiden – von Washington als „Gefahr“ eingestuften – Länder die vom Ausland finanzierten NGOs so lange duldeten. Die russische und chinesische Duldung dieser Fünften Kolonne Washingtons muss die Neokons in den USA nur ermutigt haben. Deshalb steht die Welt näher vor einem Konflikt.

Aber wie heißt es so schön? Alles Gute hat einmal ein Ende. Der Saker berichtet über chinesische Abwehrmaßnahmen gegen die Unterwanderung aus Washington:
http://www.vineyardsaker.co.nz/2015/07/30/chinas-ngo-law-countering-western-soft-power-and-subversion-by-eric-draitser/

Und auch Russland beginnt sich zu wehren:
http://www.globalresearch.ca/kicked-out-of-russia-moscow-challenges-washingtons-orwellian-national-endowment-for-democracy/5466082

Wir US-Amerikaner sollten bescheiden sein – und nicht arrogant. Wir müssen uns der Tatsache bewusst werden, dass sich der amerikanische Lebensstandard – außer für das eine 1 Prozent – in einem andauernden, schon zwei Jahrzehnte währenden Niedergang befindet. Wenn das Leben auf unserem Planeten weitergehen soll, dann müssen die Amerikaner endlich kapieren, dass für die USA nicht Russland oder China eine Bedrohung sind. Genauso wenig wie es Saddam Hussein war, Gaddafi, Assad, Yemen, Pakistan oder Somalia. Die Bedrohung der USA kommt allein von der durchgeknallten neokonservativen Ideologie der Herrschaft Washingtons über die ganze Welt und über das amerikanische Volk.

Dieses arrogante Ziel treibt die USA und seine Marionettenstaaten in eine Atomkrieg.

Wenn die Amerikaner aufwachen würden – könnten sie ihre außer Rand und Band geratene Regierung wieder einfangen?
Können die Europäer, die schon die katastrophalen Ergebnisse von zwei Weltkriegen durchlebt haben, können sie erkennen, dass diese in Europa angerichteten Schäden ein Kindergeburtstag gegenüber dem sind, was ein Nuklearkrieg anrichten würde?

Wäre die EU ein intelligentes und unabhängiges Gebilde, dann würde die EU es jedem Mitglied verbieten, ABM-Raketen oder irgendeine Militärbasis nahe zu Russlands Grenze zu stationieren.

Die Lobbygruppen der Osteuropäer in Washington wollen Rache an der Sowjetunion nehmen, ein Gebilde, das schon lange nicht mehr existiert. Der Hass überträgt sich auf Russland. Russland hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, außer dass es die Wolfowitz-Doktrin nicht gelesen hat. Und zu erkennen, dass Washington die Welt regieren will, was einen Sieg über Russland und China voraussetzt.