Schlagwörter
ARD, Dämonisierung, Desinformation, Diffamierung, Heuchelei, NATO, Propaganda, Russland, Staatsmedien, USA, Verleumdung, Verschweigen, Verzerren
Doppelmoral, Dummheit und Desinformation springen den Zuschauern von ARD und ZDF nahezu ausnahmslos immer dann aus dem Fernseher an, wenn die mit Zwangsgebühren finanzierten NATOPropagandasender über Russland berichten.
Die Penetranz, Dreistigkeit und Unverschämtheit, mit der dies geschieht, spottet jedem gesunden Menschenverstand. Egal ob Doping, Homophobie, Nationalismus, Pressefreiheit oder Geopolitik. Unter regelmäßiger Ignoranz entscheidender Fakten wird ein groteskes Zerrbild gezeichnet, das Feindbildung und gleichzeitige Verklärung des Westens zum Ziel hat.
Ein aktuelles Beispiel dieser Verblödung aus Inkompetenz und politischer Propaganda lieferte einmal mehr die ARD in den tagesthemen vom 1. August. Der neueste Aufhänger, mit dem ein vermeintlicher Wertegraben zwischen denen und uns gezogen werden soll, sind die internationalen Armeespiele in Russland, bei denen Armeeangehörige aus mehreren Ländern gegeneinander antraten.
Das kann man skurril finden oder auch militaristisch. Man kann es aber keinesfalls als russische Eigenheit darstellen, wie die ARD-Hetzer es einmal mehr aus Gründen der politischen Agitation taten.
Pinar Atalay: „Im alten Rom waren die traditionellen Wagenrennen ein großes Spektakel. Bei den Fahrten im Kreis ging es selten zimperlich zu. Deshalb brachte ein Sieg auf einem Streitwagen – dem Militärfahrzeug von damals – gewaltigen Ruhm und Ehre. Vielleicht gab es auch deshalb am ersten Tag der internationalen Armeespiele in der Nähe von Moskau ein altrömisches Wagenrennen. In Anerkennung an die Recken von früher. Ansonsten aber sitzen die Soldaten aus mehreren Ländern in Panzern und Kampfjets und fahren und schießen um die Wette. Stephan Stuchlik über die russsische Begeisterung für Kriegswaffen und eine besondere Dynamik der Panzerschau.“
Der folgende Beitrag von Stephan Stuchlik ist gespickt mit dümmlichen Kommentaren, in denen Russland als militärisch aggressives Land denunziert – angesichts der militärischen Verbrechen des Westens eine mehr als groteske Realitätsverzerrung – und auf der Anwesenheit von Kindern herumgeritten wird, als hätten die bei Werbeveranstaltungen der Bundeswehr keinen Zutritt. Fazit des verlogenen Propaganda-Beitrags:
„Patriotismus gibt es in der Standard-Ausführung
und in der russischen Version.“
Die „Standard-Ausführung“ ist selbstverständlich die des Westens – so Stuchliks einfältige und auf Feindbildung zielende Weltanschauung. Tatsächlich ist der russische Patriotismus von einer US-amerikanischen Supremacy- und Weltbeherrschungs-Ideologie weit entfernt und entspricht vielleicht dem, was man aus Frankreich kennt.
Man muss aber nicht 2000 Jahre in der Geschichte zurückgehen und man muss auch nicht auf die römischen Wagenrennen im alten Rom schauen – wie die ARD es in der irreführenden Einleitung tat – um vergleichbare Veranstaltungen zu finden. Tatsächlich gab es in der NATO ebenfalls Militärwettkämpfe, die mit Panzern ausgetragen wurden – und sie fanden wo statt? Genau, in Deutschland!
Die Canadian Army Trophy (CAT) war ein Panzervergleichsschießen der NATO und geht auf das Jahr 1963 zurück, in dem die kanadische Regierung das Modell eines Centurion-Panzers in Silber auf einem schwarzen Sockel stiftete. (wikipedia)
Dieses Panzervergleichsschießen fand von 1963 bis 1991 – als die Kanadier Deutschland verließen – erst jährlich, dann alle zwei Jahre auf Truppenübungsplätzen in der Lüneburger Heide oder der Oberpfalz statt. Beteiligt waren nur NATO-Truppen.
„In der zuletzt aktualisierten Form beinhaltete die CAT das Schießen und Fortbewegen eines Zuges über einen Kurs, der die Fähigkeiten der teilnehmenden Panzereinheiten unter realistischen Bedingungen testen sollte. Die erfolgreiche Operation eines Zuges hing nun von der Genauigkeit des einzelnen Panzers und der Feuerleitung durch den Zug ab. Jeder Zug hatte zusammen 32 stehende und bewegliche Hauptwaffenziele und 80 MG-Ziele (falling plates) zu bekämpfen. Die versteckten Hauptwaffenziele wurden in einer Entfernung von maximal 2000 Metern aufgestellt und wurden jeweils 40 Sekunden sichtbar gemacht, wobei eine kurze Bekämpfungszeit zu einem Zeitbonus führte.“ (ebd)
Schon 1991 waren US- und UK-Panzer nicht dabei, weil sie im Golfkrieg echte Menschen töten mussten. Nach dem Abzug der Kanadier wurde der Wettkampf in Deutschland eingestellt und findet seitdem nur noch als bilateraler CANAM-Cup zwischen den USA und Canada statt.
Daneben gibt es in den USA den sogenannten Sullivan Cup, bei dem sich ebenfalls Panzer-Teams aus aller Welt im Wettkampf messen. Genau genommen bestehen diese „internationalen Teams“ aber allesamt aus Panzerfahrern der US-Army, die in aller Welt stationiert sind.
The inaugural Sullivan Cup was held recently where Army tankers from all over the world gathered on Fort Benning to compete in a competition designed to test the Armor tank crews on their versatility both in the tank and on the changing battlefield. From old school track repair to high tech simulations, the tankers were put through the ringer as they vied for the coveted title of best tank crew in the Army. The Fort Benning TV crew was out in force to give you complete coverage of Sullivan Cup events, some VIPs and of course the winners.
Der Unterschied zu Russland: Russland hat die ganze Welt eingeladen, an den Wettkämpfen teilzunehmen – darunter auch die USA und andere NATO-Staaten. Die aber bevorzugen statt friedlichem Wettkampf die Kriegstreiberei und offene Aggression. Eine Tatsache, die die Lügner der ARD natürlich totschweigen. Stuchlik faselt stattdessen von „9 Armeniern, 4 Turkmenen und Russland mit 1,2,3… also mit ein paar Teilnehmern mehr.“
Wenn Hetzer wie Stuchlik oder Atalay die deutsche Öffentlichkeit wiedermal für dumm verkaufen wollen, dann ist die politische Agitation und Doppelmoral dahinter moralisch gesehen weit fragwürdiger, als ein immerhin völkerverständigender Wettkampf unter Soldaten. Auch die nahezu identischen Wettkämpfe innerhalb der NATO waren zur besseren Verständigung untereinander geplant und ausgetragen. Und ob Biathleten oder Panzer auf Ziele schießen, ist unterm Strich eine Frage des Kalibers und der Ästhetik. Auch der in der ARD regelmäßig gefeierte Biathlon entstammt historisch einem militärischen Wettkampf.
Es ist völlig richtig, auf die Doppelmoral und die damit verbundene Propaganda hinzuweisen! Andererseits lehne ich solche Waffen-Verbrämungsveranstaltungen, egal von wem und wo auf der Welt zelebriert, kategorisch ab. Das gelungene Einpflegen von Waffen als Objekte der Bewunderung, des Vergnügens, der Kompetition und vor allem als etwas völlig Normales in den gesellschaftlichen Konsens ist hie wie da, um nur die Haupt-Antagonisten USA und Russland zu nennen, nicht zwingend grundsätzlich verschieden. Die US-Waffengesetzgebung, die innere Gewalt in den USA und vor allem ihre singuläre Gewaltanwendung im Außen machen dann allerdings die Unterschiede klaffend. Selbstverständlich sind meine Sympathien, schon allein aus den geschichtlichen Kontexten heraus mehr auf der Seite Russlands, das seit dem Ende des Kalten Krieges umzingelt wurde von US-Vasallenstaaten, während die USA von meditativem Meeresrauschen in West und Ost und in Nord und Süd von von ihnen abhängigen Supportern umgeben sind. Das alles aber bringt mich nicht dazu, als völlig normal hinzunehmen, dass wo auch immer „Armeespiele“ ausgetragen werden. Ich find’s grauenhaft!
Volle Zustimmung!
Aber als Beispiel verlogener Propaganda der „Öffentlich-Rechtlichen“ im Auftrag nicht näher in Erscheinung tretender Meinungsmacher taugt dieses Machwerk sehr gut. Nicht nur, weil man unterschlägt, daß es im Rest der Welt, inklusive des waffenstarrenden Westens, ganz ähnliche militärische Schaukämpfe gibt. Das ist zwar scheinheilig – kann aber durchaus mal unter den Tisch fallen. Nein auch in sich ist die Nummer eine Lüge!
Da wird am Anfang so getan, als ob diese „Panzer-Biathlon-WM“ eine rein russische Show unter Anwesenheit von ein paar „Quoten-Negern“ sei. „9 Armenier, 4 Turkmenen und Russland mit 1,2,3… also mit ein paar Teilnehmern mehr.” Offene Unterstellung: Die Russen können diese Show nur gewinnen, wenn keine echten Gegner vorhanden sind und man selbst auch noch zahlenmäßig in der Übermacht ist. Womit – mit der Anspielung auf den neuen Kalten Krieg – natürlich auch der Westen gemeint ist, der diesen russischen Hinterwäldlern sicher haushoch überlegen wäre, hätte jemand aus den NATO-Staaten daran teilgenommen. Daß diese eingeladen wurden, und im nächsten Jahr möglicherweise auch da sein werden, fiel komplett unter den Tisch. Damit wäre die ganze „schaut mal, wie blöde“-Aufmachung nämlich implodiert wie ein Meissner Fummel.
Der Brüller aber kommt zum Schluß: Um „den Russen“ final noch eins reinzuwürgen, muß unbedingt noch der Hinweis kommne, daß sie diesen Wettbewerb um ein Haar noch verloren hätten – und zwar gegen das Team aus SERBIEN – dessen Teilnahme man zu Beginn des Beitrages noch verleugnet hatte, wie auch den weiterer 9 Teams aus Staaten ie Inidne, China, Pakistan Ägypten… etc.
Man muß sich ja schämen, daß die einen inzwischen für so blöd halten, das nicht mitzubekommen!
@Thomas
Ich kann‘ nur zurückgeben: Ebenso volle Zustimmung!
Dok, der Propagandamelder ist down.
Ja, habe ich bemerkt.
Bis er wieder hergestellt ist, bitte diesen Link benutzen oder auf der Hauptseite den Melder-Button klicken!
https://propagandaschau.wordpress.com/propagandamelder-august-2015/
Jetzt bin ich mir sicher dass Dok ein „Thinktank“ ist :) Vergleich des Russischen Patriotismus mit Französichen ist sehr treffend sogar zu treffend :)
Ja, das dachte ich mir auch – die Miltärparaden am 14 juillet sind ja auch nicht von schlechten Eltern… Patriotismus und Stolz auf die eigene Wehrkraft ist nun wirklich keine russische Eigenheit.
Völlig einverstanden mit dem Artikel, aber das Schlimmste fand ich in diesem Extra 3-Beitrag, der sich in die Tagesthemen verirrt hat, den Umstand, dass ein Russe gefragt wurde, ob so ein Wettkampf angebracht sei in Zeiten, in denen ein Krieg mit dem Westen drohe, und wer den dann gewinnen werde. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der Mann fragt de facto, wer den – aus seiner Sicht offensichtlich bevorstehenden – nuklearen Krieg gewinnen werde. Natürlich war der Russe, der die Frage wohl nicht ganz ernst nahm, nicht schlagfertig genug ein klares ‚Niemand‘ ins Mikrofon zu sagen.
Wäre Russland schlecht gerüstet, dann wäre es schon libysiert worden.
Wenn bei uns, wie erst kürzlich mitte Juni auf dem Bundeswehrtag mit Uschi v. d. Leyen, Kids an Waffen posen, wird das bei uns cool inszeniert und nicht ein Wort der Kritik geübt,

z.B. hier bei 3Sat:
Daran kann man sehen, wie mit zweierlei Mass gemessen wird.
Stephan Stuchlik wurde wieder schön eingenordet – nach seinem Bericht über die Maidan-Schützen:
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41490/1.html
„Der folgende Beitrag von Stephan Stuchlik ist gespickt mit dümmlichen Kommentaren…“ Die einen sagen so, die anderen so: https://twitter.com/GolinehAtai/status/628216451724394496
Dass von Atai nur ein weiterer dümmlicher Kommentar zu erwarten war, überrascht ja nun niemanden :)
Diese dumme, asoziale, menschenverachtende Maulnutte – um es mal freundlich auszudrücken – begeistert sich mehr für Panzer, die auf Menschen schießen:
Atai ist wirklich unerträglich, aber imemrhin hat sie die Haare schön (bzw. bemüht sich sichtlich). Mann, mann könnte ich reiern.
In der Sendung gibts doch auch die Frage an sie, ob der Militäreinsatz „zu spät“(!!!) kommt: und ich meine sie sagt: „“leider“(!!) ja“.
Nicht zu fassen auch, wie in den Presseclubs die russische Seite als nicht diskussienswürdig erachtet wird, man ganz klar pro Krieg ist. Ganz übel auch diesw Sendung mit dem unerträglichen Christian Neef u.a. (hier werden Separatisten als „Gesindel“ oder „einfache Menschen“ bezeichnet. Herrenmenschen unter sich:
Oh Gott, eine Gesprächsrunde mit Hans-Ulrich Jörges als Stimme der Vernunft!
Christian Neef ist ein amerikanischer Robot-Journalist, anders lässt sich sein Gerede nicht erklären.
Solche „Vergleichswettkämpfe“ gibt es international übrigens auch für Sondereinheiten, daran nehmen regelmäßig auch US Marines und Israelis teil, letztere belegen erwartungsgemäß oft vordere Plätze.
So legitim das Ganze ist, ich fand die Herausstellung bei sputniknews und rt, naja, immer etwas unglücklich, Es geht dabei aber auch um Exporte.
Nicht zu vergessen seien hierbei auch deutsche Einheiten, die zusammen mit den Israelis auch meist unter den vorderen Plätzen zu finden sind.
Es geht am Rande auch um Exporte, aber wenn Sputnik berichtet, dann wohl in erster Linie zur Eigendarstellung, dass man militärisch mithalten kann oder dem Westen sogar voraus ist.
Das dient genauso der Abschreckung, wie Putins Erneuerung des Atomarsenals oder Kisseljows Erläuterung der Zweitschlagfähigkeit. Die Russen haben berechtigte Sorgen angegriffen zu werden und machen klar, dass das für die Aggressoren erneut im Fiasko endet.
Bei den Russen sind das Waffen, bei uns nur „Verteidigungsmittel“
Unsere Waffen sind auch manchmal gefählich oder?
Sicher sind Verteidigungswaffen und ein Verteidigungsbündnis nur Nutzbar nachdem diese angegriffen wurden. Solche Dinge können überhaupt nicht als erste feuern oder aktiv werden. Ist doch logisch, das erklärt doch schon das Wort „Verteidigung“. Und nun sag blos nicht so Verschwörungstheoretisches wie, das diese Verteidigungswaffen oder -bündnisse offensiv zum ersten Angriff genutzt werden könnten. Tststs. NATO sind doch die guten…oder?