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ardzdfEs muss schon ziemlich wirr und islamophob im Kopf sein, wer glaubt, Aiman Mazyek oder die überwältigende Mehrheit der Muslime in Deutschland, würden terroristischen Mord – wie wir ihn beim Attentat in Paris auf die Redaktion von Charlie Hebdo und andere Opfer gesehen haben – auch nur im entferntesten für tolerabel halten oder gar gutheißen. So wirr und islamophob wie deutsche Regierungsparteien muss man sein, die angesichts des Terrors in Paris von deutschen Islamverbänden forderten, sich öffentlich zu distanzieren.

Diese perfide und denunziatorische Forderung, die unterstellt, man fraternisiere als Muslim heimlich mit derartigen Verbrechern, gipfelte schließlich in der Nötigung, sich öffentlich am 13. Januar auf einer Demo in Berlin von einer Tat zu distanzieren, mit der man offensichtlich nicht das Geringste zu tun hatte. Eine miese staatliche Inszenierung, die von den Lügensendern ARD und ZDF prominent in Szene gesetzt wurde, wie kurz zuvor der für Kameras gefakte Marsch westlicher Staats- und Regierungschefs durch Paris – viele von ihnen mitverantwortlich für Massenmord an Muslimen und Bürgerkriegselend im Irak, Afghanistan, Pakistan, Syrien, Libyen, etc.

Die wahren Hintergründe der Demo kamen erst jetzt ans Licht – 6 Monate später.

ZDF 13.01.2015 heute 19.00 Uhr

ZDF_13012015

Staatlich inszeniertes Theater für die Medien

Christian Sievers: „Muslimische Verbände hatten aufgerufen zur Mahnwache und alle kamen sie: Berliner Bürger genauso, wie Bundespräsident, Bundeskanzlerin, Regierung und Opposition…“

Winnie Heescher: „Es strömen zu diesen Berliner Bürgern und Zugereisten, der Bundespräsident, sein Vorgänger, die Kanzlerin und ihr Kabinett, Abgeordnete aller Parteien. Es ist ein bisschen hin und her gegangen, wer die Mahnwache hier vor der französischen Botschaft ausrichtet. Am Ende ist es nicht die Politik, sondern der Zentralrat der Muslime.

Bettina Schausten: „Das war ein wirklich augenfälliges, ein starkes Symbol eben für Freiheit, für Demokratie und Menschenrechte. Das wird sicherlich hängenbleiben…dass die Menschenrechte, die wir hier im Westen vertreten, aber nicht nur eine Errungenschaft des Westens sind, sondern eben universell und für alle gelten, die sich ihnen anschließen wollen.“

Es ist ein bisschen hin und her gegangen, wer die Mahnwache hier ausrichtet.

Der verräterische Satz belegt, dass den Staatsmedien die Hintergründe dieser staatlich angeordneten Demo bereits von Anfang an bekannt waren. Das hindert sie nicht, im Folgenden fortwährend zu behaupten, es sei eine Initiative der Islamverbände gewesen – eine freche Lüge. Auch über die Zahl der Demonstranten werden die Zuschauer bewusst getäuscht. Floskeln wie „alle kamen“, „die Menge“ sollen suggerieren, es handele sich um ein Großereignis. Tatsächlich waren es wohl kaum mehr als 4000, viele davon Parteimitglieder oder Staatsbedienstete. Eine staatlich inszenierte Farce – die Islamverbände von der Regierung genötigt mitzumachen.

ZDF_13012015_Schausten

Menschenrechte gelten für alle, „die sich ihnen anschließen wollen“

Kleines Schmankerl der Dummheit und Inkompetenz am Rande: Bettina Schausten, Chefin des ZDF-Haupt- stadtstudios,  meint allen Ernstes, die Menschenrechte gelten für alle, „die sich ihnen anschließen wollen“. So einen Schwachsinn würde nicht einmal Gauck über die Lippen bringen – jedenfalls nicht in einer von Profis vorbereiteten öffentlichen Rede. Es zeigt aber, welche Dummheit in ARD und ZDF Karriere macht.

ZDF 13.01.2015 heute-journal

ZDF_13012015_SlomkaMarietta Slomka: „…derweil mus- limische Verbände in Deutschland zu einer Mahnwache am Bran- denburger Tor riefen… Dazu passt die Mahnwache heute in Berlin – initiert von muslimischen Ver- bänden“

Gleich zweimal muss Slomka frech in die Kamera behaupten, die Veranstaltung ginge von muslimischen Verbänden aus. Und das, obwohl schon in den Nachrichten um 19 Uhr der Hinweis auf die wahren Hintergründe kam, der der Berufslügnerin Slomka kaum entgangen sein dürfte. Damit aber nicht genug. Im folgenden Beitrag muss auch Patricia Wiedemeyer die gleiche freche Lüge erneut wiederholen. Ganz nach dem Motto: Je öfter man den Unsinn wiederholt, desto erher verfestigt er sich in den Köpfen der Opfer.

Patricia Wiedemeyer: „Initiiert wurde die Mahnwache vom Zentralrat der Muslime.“

Wenn – wie gesehen – dem ZDF die politischen Hintergründe der Demo bekannt waren, kann man auch davon ausgehen, dass die ARD mindestens genauso gut informiert war. Dennoch auch hier die gleichen Lügen: ARD 13.01.2015 tagesschau 20 Uhr

ARD_ts_13012015Judith Rakers: „Mit einer Mahn- wache haben heute in Berlin führende Vertreter aus Politik und Gesellschaft, sowie Tausende Bürger, ein Zeichen gegen den Terror gesetzt. Als Reaktion auf die Anschläge in Frankreich hatten muslimische und türkische Ver- bände zu der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor aufgerufen.“

Auch im folgenden Bericht wird den Zuschauern erneut die Lüge in den Kopf gehämmert.

ARD_ts_130120151Oliver Mayer-Rüth: „Koransuren, die Mord und Gewalt verurteilen sollen. Muslime in Deutschland haben zur Mahnwache vor dem Brandenburger Tor aufgerufen… Mit der Mahnwache will der Zentralrat ein Zeichen für Toleranz und eine offene, pluralistische Gesellschaft setzen. Der Bundespräsident begrüsst die Initiative.“

Jetzt kommt der frechste Auftritt des Tages und es wundert nicht, dass es der Berufslügner Ulrich Deppendorf ist, der ohne mit der Wimper zu zucken in seinem Kommentar in die Kamera lügt.

ARD_ts_130120152Ulrich Deppendorf: „Es war – so sahen es viele Teilnehmer – besonders wichtig, dass diese Mahnwache von den muslimischen Verbänden selbst initiiert und organisert worden war.“

Auch Deppendorf weiß ganz offensichtlich genau, dass diese „Initiative“ aus der Politik kam und die Verbände genötigt werden mussten, für diese Farce als Initiatoren und Veranstalter herzuhalten. ARD 13.01.2015 tagesthemen Wer hier regelmäßig unsere Beiträge liest, weiß längst, dass auch Caren Miosga für absolut jede Lüge zu haben ist, wenn es dem Staat dienlich erscheint und am Monatende die Kasse klimpert. Es wäre ja auch ein Ding, wenn in einem gleichgeschalteten Hirnwäsche-Apparat am Ende des Tages plötzlich die Wahrheit ans Licht käme und die Kollegen als Lügner desavouierte. Dazu brauchte es dann 6 Monate später einen Streit ums Geld und ausgerechnet die Springerpresse, die den staatlich organisierten Unfug aus anderen Gründen nicht mehr mitmachen wollte. Die von jedweder Scham befreite Miosga behauptete dann auch als erste, dass Zehntausend Menschen zusammen kamen. Laut Polizei, der man in diesem Fall kaum Motive zur Untertreibung nachsagen kann, waren es gerade mal 3000 bis 4000.

ARD_tt_13012015Caren Miosga: „Dort kamen heute Abend Zehntausend Men- schen zusammen. Vis-a-vis der französischen Botschaft. Zu einer Mahnwache gegen religiösen Fanatismus. Muslime, Juden, Christen, Atheisten …. Aufgerufen zu dieser Mahnwache hatten muslimische Verbände.“

Der auf den Einspieler folgende Kommentar des ebenfalls längst einschlägig bekannten Rainald Becker, kaut die gleichen verlogenen Lügen noch einmal in leichter Variation nach:

ARD_tt_130120151Rainald Becker: „Dass es die muslimischen Gemeinschaften wa- ren, die heute zu der Mahnwache vor dem Brandenburger Tor aufgerufen hatten, war ein starkes Zeichen. … Und dass die Politik nicht eine eigene, sondern diese Veranstaltung gewählt hat, um Gesicht zu zeigen, war richtig.“

So weit also zu den Lügen der Staatsjournaille vom Januar. Wohlgemerkt kannten alle Maulhuren bereits zu diesem Zeitpunkt die tatsächlichen Hintergründe dieser staatlich verordneten Theatervorstellung. Erst jetzt, ein halbes Jahr später, kommen die wahren Hintergründe ans Licht der Öffentlichkeit. Natürlich nicht im Staatsfunk selbst, der diese Farce totschweigen wird, sondern ausgerechnet in der Springerpresse. Dabei hätte schon eine Reuters-Meldung vom Vortag aufhorchen lassen müssen:

Eine von SPD-Chef Sigmar Gabriel vorgeschlagene Demonstration der demokratischen Parteien zum Gedenken an die Opfer von Paris ist vom Tisch.

Stattdessen scharen sich die Parteien hinter den Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde Berlin, die für Dienstag zu einer Mahnwache am Brandenburger Tor aufgerufen haben. (Quelle)

  Mittlerweile hat ausgerechnet der Streit um die Kosten des potemkinschen Theaters die WELT auf den Plan gerufen und die weiß zu berichten:

Tatsächlich hatte die Politik an der „Mahnwache der muslimischen Verbände“ (Merkel) einen weit größeren Anteil als bisher bekannt. So werden die Kosten fast ausschließlich von deutschen Parteien getragen. Und schon bei der Organisation spielten staatliche Stellen eine entscheidende Rolle. Die Mehrheit der muslimischen Verbände musste mit gar nicht so sanftem Druck überhaupt erst zur Teilnahme bewegt werden und mobilisierte deshalb nur widerwillig oder gar nicht.

Die [islamischen Verbände] aber halten nicht zufällig ihre Kassen geschlossen. Denn sie waren mitnichten so begeistert von der Mahnwache, wie im Januar suggeriert wurde. Vielmehr wurden sie überrumpelt. Die Idee hatte nämlich eine Mitarbeiterin im Bundeskanzleramt: Gonca Türkeli-Dehnert, die dort im Arbeitsstab der für Integration zuständigen Staatsministerin Aydan Özoguz (SPD) tätig ist.

Dies geschah allerdings auch auf Druck von staatlichen Stellen. „Jemand aus dem Bundesinnenministerium hat bei uns nachgefragt, ob wir die Mahnwache auch unterstützen“, erinnert sich Erol Pürlü, der damals Sprecher des Koordinationsrats der Muslime (KRM) war. „Da wurde sehr geschickt Druck aufgebaut“, erinnert sich auch ein Mitglied der Bundesregierung: „Die Mahnwache fand am Dienstagabend statt – nicht zufällig nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses der Islamkonferenz.“

Bei diesem institutionalisierten Dialog des Staates mit den Islamverbänden hatte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) lange auf Granit gebissen. Die Verbände weigerten sich, über eine Zusammenarbeit mit deutschen Sicherheitsbehörden gegen islamischen Extremismus überhaupt im Rahmen der Konferenz zu sprechen. Nach „Charlie Hebdo“ hatte sich die Lage verändert. Niemand von den führenden Verbandsvertretern wollte sich die Blöße geben, zur Konferenz nach Berlin zu reisen und anschließend nicht mit zur Mahnwache zu gehen.

Also riefen sie alle brav als „Unterstützer“ zur Mahnwache auf – obwohl sie von dieser teilweise erst aus den Medien erfahren hatten. Viele der Organisationen hatten ein solches Zeichen bei früheren Gelegenheiten abgelehnt, weil sie keinen Zusammenhang zwischen Islam und islamistischem Terror sehen und deshalb auch keine explizite Distanzierung für notwendig halten. Eine klärende Debatte darüber ist in den Verbänden meist bis heute nicht geführt worden – auch deshalb kam von der Basis kaum jemand zum Brandenburger Tor und will sich niemand an den Kosten beteiligen. (Quelle)

Hat jemals jemand die Juden in Deutschland aufgerufen, sich von den Verbrechen des israelischen Staates, der sich selbst als Inbegriff des gesellschaftlich organisierten Judentums ansieht, zu distanzieren? Müssen sich Deutsche von den Verbrechen irgendwelcher Neonazis distanzieren, die sich in ihrer Gewalt und Verbrechen gegen Migranten, Juden oder Andersdenkende auf ihr Deutschsein berufen? Ist jemand, der sich nicht ausdrücklich öffentlich vom NSU distanziert, ein Sympathisant? Haben sich Merkel, Gauck, Röttgen oder andere US-Lakaien jemals demonstrativ öffentlich von den Massenmorden, den völkerrechtswidrigen Kriegen, Verschleppungen oder der systematischen Folter durch die USA distanziert? Warum hier ausgerechnet für Muslime andere Regeln gelten sollen ist vollkommen klar. Ihre Religion soll geradezu für Verbrechen mitverantwortlich gemacht werden, die Einzelne unter falscher Berufung auf den Islam begangen haben. Tatsächlich ging es bei der staatlich organisierten Demo mitnichten darum, Muslime von der Nähe zum Terrorismus freizusprechen, sondern darum, sie öffentlich mit diesem Terror überhaupt noch einmal plakativ in Zusammenhang zu bringen. Das haben viele geahnt oder gewusst und sind dieser staatlichen Propaganda-Veranstaltung deshalb zu Recht ferngeblieben.