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zdf_80Wer die  ZDF heute Sendung am 24. Juli gesehen hat und noch nicht von ARD und ZDF vollkommen verblödet, stumpfsinnig und gegen Russland aufgehetzt ist, der rieb sich verwundert die Ohren.

In einem Bericht über die Auslosung zur Fußball-WM 2018 wollte das ZDF den Zuschauern weismachen, der brasilianische Fußball-Star Hulk dürfe nicht mehr als Losfee bei der Gruppenauslosung auftreten, weil er „laut die zahlreichen rassistischen Vorfälle in der russischen Liga kritisiert hatte.“

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Julius Hilfenhaus: „Reiner Zufall natürlich auch, dass der St. Petersburger Stürmer Hulk nun doch nicht als Losfee auftreten darf, nachdem der Brasilianer anfang der Woche laut die zahlreichen rassistischen Vorfälle in der russischen Liga kritisiert hatte.“

Was der minderbemittelte Schwachkopf und Hetzer Hilfenhaus hier mit Deckung einer nicht minder schwachsinnigen Nachrichtenredaktion suggerieren möchte, ist nichts anderes, als dass in Russland Kritik am Rassismus – den man in identischer Form in Deutschland, England, Italien, Holland und anderen europäischen Ländern findet – nicht möglich sei. Vladimir Putin ein Rassist! – ist die unterschwellige Botschaft, denn in der beschränkten Welt öffentlich-rechtlicher Anstalten muss es natürlich der russische Präsident persönlich sein, der so etwas wieder einmal angeordnet hat.

Dass es sich hierbei erneut um nichts anderes, als freche Lüge und vorsätzliche Volksverhetzung handelt, beweist der Blog Demokratie-Reloaded, der die krude Geschichte, die auch von der WELT verbreitet wurde, recherchiert hat. Recherchieren ist eine nicht besonders schwierige, aber manchmal etwas aufwändige Technik der Informationsbeschaffung, mit der die Witzfiguren und politischen Hetzer in ARD und ZDF nicht vertraut sind.

Wen interessieren schon Fakten

Was Krull allerdings entgangen ist: Die FIFA und der russische Verband hatten Hulks Nominierung erst am 22. Juli, also zwei Tag nach seinen Äußerungen, verkündet. Wäre der Brasilianer tatsächlich in Ungnade gefallen, er wäre wohl gar nicht erst eingeladen worden. Im Übrigen wurde Hulk auch nicht ausgeladen. FIFA und Russisches Organisationskomitee erklärten übereinstimmend, der Stürmerstar habe aufgrund sportlicher Verpflichtungen absagen müssen. Hulk selbst ließ über die Website seines Klubs Zenit St. Petersburg verlauten, er bedauere es, nicht an der Auslosung teilnehmen zu können, da er am nächsten Tag im 2000 km entfernten Jekaterinburg ein Auswärtsspiel habe: „Long flight and time zone changes make it impossible for me to be presented. I would like to thank everyone in the Organizing Committee of the World Cup for the invitation again.”

Als am Samstag um 18:00 Uhr die Auslosung begann, saß Hulk dann auch längst im Flieger nach Jekaterinburg. Doch für Fakten scheint sich Patrick Krull nicht zu interessieren. Stattdessen kombiniert er munter weiter: „Hulk soll wohl mundtot gemacht werden“. Für Krull kann das nur „eine billige Retourkutsche eines um Anerkennung ringenden Regimes sein, dass jeden Kritiker mundtot machen will. Außerdem dürfte es ein abgekartetes Spiel zwischen Russland und der Putin wohlgesinnten Fifa-Führung gewesen sein.“ Quellen? Fehlanzeige. Patrick Krull verkauft dem Leser seine Meinung als Faktum und degradiert die Fakten zu bloßen Meinungen. Von der Trennung von Nachricht und Kommentar, dem Kern journalistischer Sorgfaltspflicht, hat er offenbar noch nie etwas gehört. Mit Journalismus hat das nichts zu tun. (Quelle: Demokratie-Reloaded)

Und was sagt jemand, der es wissen muss, über den angeblich so schlimmen Rassismus in Russlands Fußball-Stadien? Andre Villas-Boas war früher Trainer in Chelsea und Tottenham und ist heute Coach von Zenit St. Petersburg und dessen Spieler Hulk:

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Andre Villas-Boas

Der Portugiese Villas-Boas bestä- tigt, dass es Probleme gibt, aber stellt fest, dass diese nicht schlimmer seien, als in anderen Ländern – England eingeschlossen.

„Ich denke im Moment ist es we- gen der politischen Situation um Russland, dass man der Welt- meisterschaft einen Stempel aufdrücken will. Meiner Meinung nach ist es im Moment ein bisschen unfair.“ (Quelle: Sky)

Hilfenhaus

Berufshetzer Hilfenhaus

Selbstverständlich werden sich der politische Hetzsender ZDF und sein Schmierenjournalist Hilfenhaus weder für ihre Lügen entschul- digen, noch diese in einer Nachrichten- sendung korrigieren. Gerade das unter- streicht den Vorsatz. Tatsächlich muss man davon ausgehen, dass diese Form der Volksverhetzung und Propaganda bis zur WM noch einmal kräftig an Fahrt zulegen wird. Genau so, wie wir das vor und während der Olympiade in Sotschi gesehen haben.

Dank an Friedrich für den Hinweis an den Propaganda-Melder!