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Mausfeld_youtube849Am 10. Juli haben wir hier einen Vortrag von Prof. Dr. Rainer Mausfeld vorge- stellt, in dem er die historischen Hintergründe und psychologischen Techniken der Desinformation und Meinungsmache als Herrschaftsinstru- ment in verständlicher Weise erläutert. Seitdem gehen die Zuschauerzahlen des Videos, das damals keine 1000 Klicks hatte, steil und stetig nach oben. In der Statistik sind sowohl der 10. Juli, als auch der 15. Juli, an dem das Video auf den Nachdenkseiten beworben wurde, deutlich zu erkennen:

Ein schöner Erfolg und es ist zu hoffen, dass das Video aufgrund seines aufklärerischen Potenzials weiter gepusht und verbreitet wird. Ein Interview mit Ken Jebsen, eine satirische Aufbereitung in der „Anstalt“ und die Klickzahlen würden spielend in die Hunderttausende gehen. Wer würde bezweifeln, dass diese unsere Gesellschaft eine derartige Aufklärung nicht bitter nötig hätte?

Wie wichtig und wahrhaftig die Ausführungen Rainer Mausfelds sind, wie deutlich man die psychologischen Tricks und propagandistischen Techniken der „Verblödung“ und „Verschafung“ der Massen sowohl in der täglichen Berichterstattung, als auch in vermeintlich anspruchsvollen „Dokumentationen“ der Staatssender ARD und ZDF nachweisen kann, werden wir hier erneut an einem aktuellen Beispiel demonstrieren.

Hier haben wir gezeigt, wie Golineh Atai in einem plumpen Machwerk der Propaganda versucht hat, den Konflikt in der Ukraine Russland in die Schuhe zu schieben ohne die Machenschaften von USA, EU und Deutschlands auch nur nebenbei zu erwähnen. Dass Propaganda auch raffinierter sein kann, dass sie sich der psychologischen Tricks bedient, die Rainer Mausfeld dargelegt hat, werden wir an einem neuen, aktuellen Beispiel aufzeigen.

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Es gehört zu den hartnäckig umstrittenen Punkten zwischen Russland und dem Westen, ob die USA Russland am Ende des Kalten Krieges und im Vorlauf zur deutschen „Wiedervereinigung“, zugesichert hatten, „die NATO würde sich keinen Inch Richtung Osten ausweiten“. Russland erhebt den Vorwurf des Wortbruchs, westliche Politiker und ihre Medien streiten ihn ab. In diesem Umfeld bekam Ignaz Lozo, angeblich ein „Historiker“, vom ZDF bzw. Phoenix den Auftrag, eine Dokumentation zu produzieren, die Russlands Vorwürfe entkräften soll.

Richtig gelesen! Es gab keinen Auftrag, eine historisch wahrhaftige Dokumentation über den „Poker um die deutsche Einheit“ zu erstellen, sondern den politischen Auftrag eines Staatsenders, Russlands Vorwurf zu entkräften. Dass dies so ist, geht schon aus dem Untertitel „Wurde Russland in der NATO-Frage getäuscht?“ hervor. Es ist von vorneherein klar, dass es das Ziel war, den russischen Vorwürfen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Mit welchen Tricks, Lügen und Auslassungen der angebliche Historiker Ignaz Lozo dabei vorgeht, werden wir hier detailliert nachweisen.

Dazu werfen wir zunächst einen Blick auf Rainer Mausfelds Vortrag. Im Zentrum steht ein Gemälde von Hieronymus Bosch: „Der Gaukler„.

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Das Bild zeigt, wie ein Hütchenspieler im Zusammenspiel mit einem Beutelschneider, ein argloses Publikum betrügt. Dieses Bild ist Teil eines Trainingshandbuchs (S.21) des britischen Gehindienstes GCHQ, in welchem psychologische Maßnahmen der Manipulation und Täuschung erläutert werden.

Eine Masche der Hütchenspieler und Beutelschneider liegt darin, das arglose Opfer abzulenken und in die Irre zu führen. Abzulenken bedeutet, dass die Aufmerksamkeit des Opfers ganz gezielt auf ein unwesentliches Objekt gelenkt wird – etwa eine große Geste, geschickte Worte oder einen Blick – um im Schatten der Ablenkung, ungestört die kleine Geste des Beutelschneidens ausführen zu können.

Genau dieser Trick ist der Kern des vorsätzlich irreführenden Machwerks von Ignaz Lozo. Das Problem Lozos bestand darin, dass es dokumentierte Zusagen des damaligen US-amerikanischen Außenministers Baker gab, „die NATO würde sich keinen Inch nach Osten ausweiten“. Das ist eine historische Tatsache, die man schlecht aus einer digitalisierten Welt verschwinden lassen kann. Es ist also vollkommen klar und unabstreitbar, dass es diese Aussagen gab und gibt. Wie soll ein Hütchenspieler diese aus der Welt zaubern?

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Bild anklicken, um Beitrag in Mediathek zu starten – Download (mp4; 150MB)

Lozo ist durchaus raffiniert – eine ganz andere Liga, als Atai oder andere schäbige deutsche Möchtegern-„Journalisten“ -,  er geht genauso trickreich vor wie ein Hütchenspieler und seine Masche werden wir im Folgenden analysieren.

Poker_Einheit_Lozo1Zunächst zeigt er dem Opfer (Zuschauer) ganz zu Beginn (ab 3:29 – 5:30min) der knapp 45 Minuten dauernden Vorstellung die Wahrheit. So wie der Hütchenspieler nachdrücklich Kugel und Hütchen präsentiert, um Ehrlichkeit vorzutäuschen, zeigt Lozo den Zuschauern die historischen Originalaufnahmen der damaligen Außenminister der USA und Deutschlands, Baker und Genscher, wie sie in zwei Statements unterschiedlich deutlich versichern, die NATO würde sich nicht Richtung Osten ausbreiten. Eigentlich könnte das Spielchen hier beendet sein, denn es ist damit erwiesen, dass es diese Zusage im Vorfeld der deutschen Wiedervereinigung und mit Rücksicht auf diesbezügliche russische Bedenken gab.

Jetzt beginnt der Hütchenspieler unter großen Gesten und reichlich ablenkendem Geschwätz, die Hütchen zu verschieben. Dabei schiebt er unbemerkt die Kugel aus dem ursprünglichen Hütchen in ein anderes. Lozo präsentiert analog zu Gesten und Gequatsche des Hütchenspielers wunderbare historische Aufnahmen aus den Zeiten der deutschen Wiedervereinigung. Sogar Bilder der Fußballweltmeisterschaft 1990 in Rom müssen herhalten, um den Zuschauer besoffen zu machen und vom eigentlich Trick abzulenken.

So wie der Hütchenspieler die Kugel von einem Hut unter den anderen verschiebt, tauscht Lozo den nicht abzustreitenden russischen Vorwurf, westliche Versprechen seien gebrochen worden, gegen einen ganz anderen Vorwurf aus!

Zunächst wird Baker präsentiert, der schlicht und einfach im nachhinein feststellt, er – der damalige Außenminister des Staates, der die NATO kontrolliert und steuert – hätte damals gar keine Authorisierung für eine derartige Zusage gehabt:

Baker: Poker_Einheit_Lozo2„Ich hatte das weder mit dem Weißen Haus, noch mit dem Nationalen Sicherheitsrat abge- stimmt. Ich hatte das mit Genscher erörtert. Wir standen da am Anfang des Verhandlungs- prozesses.“

Natürlich ist das vollkommen irrelevant. Ein Außenminister kann sich nicht 25 Jahre nach einer Zusage damit herausreden, er hätte erst den Präsidenten fragen müssen. Damit ist weder die öffentlich und vor Kameras gemachte Aussage aus der Welt, noch kann man den Russen deshalb das Recht absprechen, auf diese gebrochene Zusage zu verweisen.

Deutschland ein souveräner Staat?

Historisch bemerkenswert ist die Tatsache, dass deutsche Vorschläge einer „gelockerten“ NATO-Mitgliedschaft eines vereinten Deutschlands von den USA rundheraus abgelehnt wurden. Baker sagt (9:40min) klipp und klar, dass die USA darauf bestanden hatten, dass es ein vereintes Deutschland nur innerhalb der NATO geben würde. Muss man mehr über die angebliche deutsche „Souveränität“ wissen?

Poker_Einheit_Lozo7Baker: „Wir sagten zu ihm: Also Kanzler, wir Amerikaner werden die Wiedervereinigung unterstüt- zen – offen gesagt, gegen Wider- stände der Briten, der Franzosen und der Sowjets – aber nur, wenn Sie mit uns darin übereinstimmen, dass das vereinte Deutschland der NATO angehört.“

Wie Hohn klingen da Kohls verlogene Worte (ab 27:47min) – und es ist kein Zufall, dass Lozo hier 20 Minuten zwischen den Äußerungen verstreichen lässt – auf einer Pressekonferenz am 16.7 1990:

Kohl: Poker_Einheit_Lozo4„Das vereinte Deutschland kann in Ausübung seiner unein- geschränkten Souveränität, frei und selbst entscheiden, ob und welchem Bündnis es angehören will. Ich habe als die Auffassung der Regierung der Bundesrepublik Deutschland erklärt, dass das geeinte Deutschland Mitglied des atlantischen Bündnisses sein möchte und ich bin sicher, dies entspricht auch der Ansicht der Regierung der DDR.“

Es unterstreicht die Täuschungsabsichten des falschen Historikers Lozo, dass er diesen offensichtlichen Widerspruch nicht thematisiert, sondern so tut, als wäre die Diskrepanz zwischen der Position der USA, die auf eine NATO- Mitgliedschaft bestehen und einem deutschen Kanzler, der diesen Zwang zu seinem eigenen Willen erklärt, nicht in der Welt.

Das Hütchenspiel des Ignaz Lozo

Jetzt kommt es zur eigentlichen Täuschung: Lozo schiebt das Kügelchen unter einen anderen Hut. Statt dem eigentlichen Vorwurf – der wie gesehen zutreffend ist -, dass nämlich die USA mündliche Zusagen gebrochen haben, wird nun das Kügelchen auf den Verhandlungstisch geschoben. Plötzlich geht es nicht mehr darum, ob die USA diese mündlichen Zusagen jemals gemacht haben, sondern darum, ob diese Zusagen in Verträgen schriftlich fixiert wurden. Das aber werfen die Russen den USA überhaupt nicht vor!

Putin oder andere russische Politiker haben niemals behauptet, dass diese Zusagen schriftlich in Verträgen festgehalten worden wären und die NATO mit ihrer Ausdehnung gegen diese Verträge verstoße. Vielmehr ist es so, dass Russland damals unter Gorbatschov so schwach war, dass es nicht in der Lage war, auf die Fixierung dieser mündlichen Zusagen zu bestehen.

Poker_Einheit_Lozo3Baker: „Es gab niemals eine Diskussion über eine NATO- Erweiterung im allgemeinen Sinn. Bei den 2+4-Verhandlungen wurde über die NATO ausschließlich im Zusammenhang mit der DDR gesprochen. Wir sprachen nie über andere Warschauer Pakt- Staaten. Kein einziges Mal kam diese Frage überhaupt auf.“ (ab 10:57min)

Das ist Täuschung und Trickserei par excellence! Baker und Lozo bauen einen Popanz, schieben ihn Russland unter, um dann diesen, ihren eigenen Popanz zu widerlegen. Ist damit die frühere Zusage, sich keinen Inch nach Osten auszudehnen, aus der Welt? Natürlich nicht! Der Gaukler Lozo hat schlicht die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf ein anderes Hütchen gelenkt und ihm dann triumphierend gezeigt, dass dieses Hütchen leer ist.

So wie ein Hütchenspieler diesen Trick mehrfach vorführt, um das Opfer vollends zu verwirren, so wird dieses Masche im Folgenden wieder und wieder praktiziert. Die zu Beginn gezeigten historischen Äußerungen sollen dadurch relativiert und vergessen gemacht werden.

Poker_Einheit_Lozo5Ignaz Lozo: „So viel Versöh- nungsbereitschaft und Größe, so viel Vertrauen und Friedensliebe, schwer vorstellbar, dass diese Kriegsgeneration bei diesem epochalen Ereignis politische Tricksereien im Sinn hatte.“

Wie gesagt: Niemand behauptet, dass bei den 2+4-Verhandlungen politische Tricksereien im Spiel waren. Lozo prügelt nach wie vor auf den von ihm selbst geschaffenen – und Russland untergeschobenen – Popanz ein. Besonders schäbig: mit seinen eigenen Lügengeschichten und Tricksereien unterstellt er russischen Politikern Lügner zu sein, behauptet er doch, diese hätten Dinge gesagt, die sie in Wahrheit niemals gesagt haben.

Russland bemüht sich um Nähe zu Europa – sogar zur NATO

Bekanntlich hat sich Russland in den folgenden Jahren um eine enge Kooperation mit der EU und auch der NATO bemüht. Putins Rede im Bundestag 2001 steht dafür beispielhaft. Schon damals verwies er allerdings auf Unstimmigkeiten bezüglich NATO-Ausdehnung und Raketenschirm:

Wir sprechen von einer Partnerschaft. In Wirklichkeit haben wir aber immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen. Trotz der vielen süßen Reden leisten wir weiterhin heimlich Widerstand. Mal verlangen wir Loyalität zur NATO, mal streiten wir uns über die Zweckmäßigkeit ihrer Ausbreitung. Wir können uns immer noch nicht über die Probleme im Zusammenhang mit dem Raketenabwehrsystem einigen usw.

Lozo behauptet hingegen, Russland hätte all die Jahre nach 1990 kein Problem mit dem Wortbruch gehabt. Eine freche Lüge und es ist vollkommen klar, dass die NATO-Ausdehnung in Russlands Machtzentrum in all den Jahren immer wieder mit misstrauischen Augen beobachtet wurde.

Dass die niemals wirklich erwiderte Annährung 2008 kippte, wird erwähnt, aber die historischen Hintergründe werden bemäntelt.

So wird die Beteiligung des US-Militärs am Kaukasuskonflikt komplett totgeschwiegen und der von den USA vorangetriebene Raketenschirm wird mit der so lächerlichen, wie vorgeschobenen NATO-Propaganda, er sei gegen Angriffe aus dem Iran gerichtet, gerechtfertigt. Nur ein kompletter Idiot oder ein vorsätzlicher Lügner wie Lozo, behaupten ernsthaft, es bestünde eine Gefahr, der Iran könne Europa mit Raketen angreifen. Das ist so dermaßen hirnverbrannter Unsinn, dass Putin auf eine diesbezügliche Frage im Interview mit Hubert Seipel herzhaft Lachen musste.

Während man also vordergründig mit Russland verhandelte, wurden im russischen Hinterhof Kriege angezettelt, Militärbasen ausgebaut und ein Raketenschirm vorangetrieben, der aus Sicht der USA einen atomaren Krieg gegen Russland möglich und gewinnbar machen soll. Dass in Russland Stimmen lauter wurden, die sich nun der gebrochenen Versprechungen immer öfter erinnerten, kann also kaum verwundern.

Die politische Agenda, die den NATO-Propagandisten Lozo umtreibt, manifestiert sich auch in Doppelmoral und Lügen. Doppelmoral, wenn er Russland vorwirft, „heute auf Nationalstolz zu setzen und die Geschichte für eigene Zwecke zu bemühen“. Welches Land, wenn nicht die USA, bemüht tatsächlich Nationalstolz und Geschichte für ihre Zwecke? Wollten die Russen zu Nationalismus, Gods-own-Country-Bigottismus und Weltbeherrschungsfantasien der USA aufschließen, sie hätten noch eine Menge nachzuholen.

Lügen verbreitet Lozo dort, wo er behauptet, beim Anschluss der Krim an Russland sei Völkerrecht gebrochen worden (39:50min). Hier versucht sich ein fürchterlicher Historiker auch nach als fürchterlicher Völkerrechtler. Lügen verbreitet er auch am Schluss dieser propagandistischen Auftragsarbeit, als er behauptet, Putin würde mit dem Wortbruch von 1990 „sein Vorgehen in der Ukraine rechtfertigen“.

Ignaz Lozo: „Die Legende vom Wortbruch 1990 instrumentalisiert der Kreml für Rechtfertigungsversuche seines Vorgehens in der Ukraine…“

Tatsächlich hat Putin – oder „der Kreml“ – niemals irgendein „Vorgehen“ in der Ukraine oder auf der Krim, mit Verweis auf den Wortbruch „gerechtfertigt„.  Russland rechtfertigt sein Vorgehen auf der Krim ausdrücklich und ausschließlich mit dem Putsch in Kiew, der Bedrohung der russischstämmigen Bevölkerung und dem Willen der Mehrheit der Krimbewohner, zu Russland gehören zu wollen.

Als Putin in seiner Rede anlässlich der Heimkehr der Krim auf den Wortbruch zu sprechen kommt, geschieht dies in keinster Weise rechtfertigend, sondern während der Einordnung der Geschichte seit 1990 in einen großen Rahmen:

„We understand what is happening; we understand that these actions were aimed against Ukraine and Russia and against Eurasian integration. And all this while Russia strived to engage in dialogue with our colleagues in the West. We are constantly proposing cooperation on all key issues; we want to strengthen our level of trust and for our relations to be equal, open and fair. But we saw no reciprocal steps.

On the contrary, they have lied to us many times, made decisions behind our backs, placed us before an accomplished fact. This happened with NATO’s expansion to the East, as well as the deployment of military infrastructure at our borders. They kept telling us the same thing: “Well, this does not concern you.” That’s easy to say.“

Der frühere Staatschef Gorbatschow wird von Lozo benutzt wie eine Bauchrednerpuppe, die plappern darf, was der Puppenspieler hören möchte. Nahezu auschließlich zum eigens ausfgebauten Popanz befragt, ob denn die NATO-Osterweiterung vertraglich festgeschrieben wurde, werden jüngste, kritische  Äußerungen Gorbatschows, wie im Interview mit dem SPIEGEL, schlicht unter den Teppich gekehrt:

Gorbatschow: Die Nato-Osterweiterung hat die europäische Sicherheitsordnung zerstört, so wie sie in der Schlussakte von Helsinki 1975 festgelegt worden war. Die Osterweiterung war eine 180-Grad-Kehrtwende, die wegführte vom Beschluss der Pariser Charta 1990, zusammen mit allen europäischen Staaten den Kalten Krieg endgültig hinter uns zu lassen. Russische Vorschläge wie der des damaligen Präsidenten Dmitrij Medwedew, sich zusammenzusetzen und an einer neuen Sicherheitsarchitektur zu arbeiten, wurden vom Westen arrogant ignoriert. Das Resultat sehen wir jetzt.  

Zum Höhepunkt (ab 40:20min) der Gaukelei, Täuscherei und vorsätzlichen Verdummung, schaut Lozo im Keller des Auswärtigen Amtes in Berlin in die 2+4-Verträge, nur um festzustellen, dass das Wort „NATO“ oder „NATO-Osterweiterung“ in diesen gar nicht vorkommt. Hier hebt der Gaukler sein letztes Hütchen und viele arglose Opfer haben vermutlich nicht bemerkt, wie er sie hinters Licht geführt hat. Das Kügelchen, die Tatsache, dass Russland zugesagt wurde, die NATO würde sich nicht Richtung Osten erweitern, hat er längst verschwinden lassen.

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Der Gaukler hebt sein letztes Hütchen: das Wort NATO findet sich nicht in den 2+4-Verträgen

FAZIT:

Diese politische Auftragsarbeit ist ein durchaus raffiniertes Machwerk einseitiger Propaganda, vorsätzlicher Täuschung, Lüge, Doppelmoral und Geschichtsklitterung. Lozo bedient sich der Methoden der Gaukler und Beutelschneider, um die Wahrheit zu verdecken, an ihrer Stelle einen Popanz aufzubauen und diesen dann vor aller Augen theatralisch zu zerlegen. Dabei schämt er sich nicht, die Russen, die ihn gastfreundlich empfangen und Zugang zu historischen Orten gewährt haben, mit böser Absicht und hinterrücks in die Pfanne zu hauen. Dass so ein Täuscher und Trickser sich damit anmaßt, den russischen Präsidenten mehr oder weniger direkt als Lügner hinzustellen, ist infam und angesichts der Ereignisse um die deutsche Wiedervereinigung an Undankbarkeit und Unverschämtheit kaum zu überbieten.

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Der Knecht und sein Herrchen. Geschichtsfälscher Lozo weiß, was er dem US-Außenminister schuldet.