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meedia_logoAbhaken, ablenken, mit dem Kopf nicken: wenn Profis statt YouTuber die Kanzlerin interviewen …

ARD_Sommerinterview240…Während LeFloid als Übersprungs- handlung ständig “absolut” sagte, übten sich Hassel und Becker im dezenteren aber nicht weniger affirmativen Kopfnicken, wenn die Kanzlerin das Wort führte. Die Unterschiede zwischen Profis und Amateur sind hier eher kosmetischer Natur. Das harte Widerwort liegt nicht in der Natur des deutschen Journalisten…
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Ob man Hassel und Becker überhaupt als „Journalisten“ bezeichnen sollte, steht auf einem anderen Blatt. Die ehemalige Washington-Korrespondentin Tina Hassel ist Mitglied der Atlantikbrücke und als solches eine lupenreine Propagandistin transatlantischer Hegemonie. Rainald Becker ist der Inbegriff eines reaktionären Untertans, der Kritik bestenfalls an Frau und Kind übt, aber sicher nicht am Staat und seinen Vertretern. Wenn solche Figuren ein abgekartetes „Interview“ mit ihrer Kanzlerin führen, steht von vorneherein fest, das nichts Erhellendes dabei herauskommen wird.

Ein bemerkenswerter Kontrast ergibt sich beim Blick in die Vergangenheit eines verlorenen Journalismus, wie er die Anfangsjahre der NZZ prägte:

Sie sind jung und rebellisch, auf der Flucht und im Gefängnis. Sie trotzen der Zensur, legen sich mit Autoritäten an und hoffen auf eine freiere und gerechtere, auf eine «aufgeklärte» Welt. Sie sind belesen und schreiben Bücher, sie leben in Not und zweifeln an Gott, sie sind verfemt und zäh und manchmal beissend satirisch, die ersten Redaktoren der NZZ. (via BILDblog)
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