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zdf_80Es sind nicht nur volksverhetzende Formate wie „Aktenzeichen XY“, in denen das ZDF regelmäßig unter dem Deckmantel der „Aufklärung“ durch überproportionale Präsentation von Kriminalfällen mit Ausländerbeteiligung Hetze gegen Ausländer oder Bürger mit Migrationshintergrund betreibt. Nahezu die gesamte nahöstliche Berichterstattung seit 911 dient der Hetze gegen den Islam und der Diffamierung von Muslimen als potentielle Terroristen oder Kriminelle, um massenmordende Kriege des Westens zu rechtfertigen.

Ein besonders schäbiges Beispiel für latenten Rassismus und bürgerlicher Brandstifterei vor Millionenpublikum sendete das ZDF gestern in den „heute“-Nachrichten um 19.00 Uhr. In einem Bericht über die Rückfälligkeit von jugendlichen Strafttätern, der auf einer aktuellen Studie beruht und unter dem Ansatz präsentiert wurde, das Vorurteil von der „kriminellen Lehre“ im Knast, zu widerlegen, wurde schamlos das Vorurteil vom kriminellen Jugendlichen ausländischer Herkunft geschürt.

Es beginnt schon unterirdisch mit Petra Gersters dümmlicher Behauptung:

ZDF_h19_14072015_Gerster

 

Gerster: „Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Jugendliche Täter im Knast erst ihre kriminelle Karriere beginnen.“

 
 

Man muss wohl nur regelmäßigen ZDF-Zuschauern erklären, dass kriminelle Karrieren nicht im Knast beginnen, sondern mit der ersten Straftat. Dass die wiederum in den seltensten Fällen zum ersten Knastaufenthalt führt, steht obendrein auf einem anderen Blatt. Aber geschenkt. Dass Gerster nicht die Intelligenteste ist, wissen wir nicht erst seit gestern.

Schlimmer ist, was dananch kommt, denn es ist Öl ins Feuer von PEGIDA & Co. Schmierenjournalist Peter Theißen berichtet über eine neue Studie über die Rückfallquote krimineller Jugendlicher aus Hessen und hat auch gleich ein Fallbeispiel parat. Dieses Fallbeispiel jugendlicher Kriminalität mit Rückfallgefahr heißt nicht etwa „Peter“, „Kevin“ oder „Claus-Detlev“, sondern – gerade so, wie man es von einem ausländerfeindlichen Hetzportal erwarten würde – „Mohammed“! Mohammed hat bereits eine Karriere von Raubüberfällen hinter sich. Gersters Schwachsinn „vom Beginn der kriminellen Karriere im Knast“ wird also auch noch obendrein im nachfolgenden Beitrag ad absurdum geführt – aber das nur nebenbei.

ZDF_14072015_h19_Mohammed240Theißen: „Es ist sein letzter Tag im Knast. Mohammed hat wegen Raubüberfällen (sic!) über 3 Jahre gesessen. Er hat die Zeit genutzt und eine Lehre zum Service- mechaniker abgeschlossen und auch fürs Leben – meint er – hat er hier was gelernt.“

Tatsächlich ist die große Mehrheit jugendlicher Straftäter sebstverständlich deutscher Herkunft und heißt nicht etwa „Mohammed“ oder „Erkan“, sondern „Kevin“, Alexander“ oder „Peter“. Zweifellos wäre es auch problemlos möglich gewesen, einen solchen, kriminell gewordenen Protagonisten „arischer“ Herkunft zu finden, aber einem Hetzsender wie dem ZDF passt ein krimineller Mohammed offensichtlich besser ins rassistische Weltbild als ein „Christian“.