Schlagwörter
ARD, Desinformation, Griechenland, Hetze, Lügen, Neoliberalismus, Propaganda, Staatsmedien, Verschweigen, Verzerren, WDR, ZDF
Würde man heute deutsche Bürger auf der Straße fragen, wieviele Milliarden die deutsche Regierung, respektive der deutsche Steuerzahler, schon in „Rettungspaketen“ für Griechenland „verloren“ hat, würden wohl astronomische Summen genannt.
Geldhungrig und undankbar sind sie, die Griechen! Verplempern Milliarden und schimpfen uns noch Kriminelle und Terroristen – so die von ARD und ZDF mittels Desinformation und Propaganda aufgebauschte deutsche Stimmung. Die Tatsache, dass Deutschland bisher nur in erheblichem Umfang an den Griechen verdient hat, wüssten nur wenige zu erklären, die sich abseits von ARD und ZDF informieren. Dass diejenigen, die heute am lautesten gegen die Syriza krakeelen für das Fiasko im Falle eines Verlustes verantwortlich sind, versteht kein Mensch. Die öffentlich-rechtliche Lügenmaschine – kontrolliert von CDU, CSU und SPD – wird es der linken griechischen Regierung in die Schuhe schieben.
So wollte gestern bei „Maybrit Illner“ im ZDF, CSU-Politiker Weber erneut den Unsinn vom angeblich angebotenen „35-Milliarden-Investitionsprogramm“ für Griechenland verbreiten und die einzige Vertreterin der griechischen Position, Kaki Bali, mühte sich nach Kräften, diesen Unsinn zu widerlegen.
Auch Wolfgang Bosbach verbreitete bei Jauch ressentimentbeladene Lügen vom griechischen Schlaraffenland, wo die Menschen durchschnittlich mit 56 Jahren in Rente gehen. WDR-Berufslügner Ralph Sina (heute Brüssel, zuvor Washington) schwadronierte am 29. Juni – direkt nach dem Abbruch der Verhandlungen durch Tsipras im WDR5-Morgenecho – von einem „ausgesprochen großzügigen“ Angebot, dass die Griechen abgelehnt hätten, lügt von weiterer „Gesprächsbereitschaft“ seitens der Euro-Gruppe und dass diese die griechischen Kleinstrentner nicht weiter belasten wolle:
Heiner Flassbeck, faktenfester Experte und Mahner im Dunkel der Propaganda, durfte in den vergangenen Tagen deutschen Medien das eine oder andere Interview geben und kommt zu einem vernichtenden Urteil:
…Ich habe in den letzten Tagen viele Interviews in Rundfunk und Fernsehen gegeben (Friederike Spiecker war gestern auch im Südwestfernsehen) und bin in fast allen Fällen schockiert darüber, wie wenig die Moderatoren solcher Sendungen über die Eurokrise, den Fall Griechenland und die internationale Diskussion dazu wissen. Einer der Moderatoren hat es auch ganz explizit zugegeben, dass er all das, was ich dazu zu sagen hatte, noch nie gehört hat, und hat sich (was die große Ausnahme ist) nach der Sendung quasi für sein Unwissen entschuldigt. Nur, man muss sich vorstellen, welche Fehlinformation die Kollegen dieser Moderatoren betreiben, wenn politisch interessierte Menschen (das unterstelle ich den Moderatoren einmal) von den entscheidenden Zusammenhängen noch nie gehört haben, sondern nur die üblichen Vorurteile kennen…(flassbeck-economics)
Zwei Sachen, die die Leute nicht kapieren:
1. Propaganda. Politische Meldungen für die Öffentlichkeit, egal von wem, haben nur wenig Wahrheitsgehalt. Besonders dann, wenn es um Projekte wie Griechenland geht. Die Griechische Regierung verfolgt mit hundertprozentiger Sicherheit einen Plan, der zum Ergebnis hat, dass das griechische Volk letztendlich als Gewinner gegen die EU bzw. Troika hervorgeht. Wie das gehen soll? Ist eigentlich ganz einfach. Zeit gewinnen (warum Zeit gewinnen, erkläre ich gleich) mittels: neue Versprechungen, neue „Konzepte“, neue „Vorschläge“, neue „Vereinbarungen“ usw. Diese „neuen“ „Lösungen“ dienen dazu, die Troika zu schwächen. Je länger diskutiert wird etc. , desto mehr Widersprüche und Unsicherheiten verbreiten sich in der Troika. Die Troika weiß auch, dass Griechenland mit Russland und China Gespräche führt und vermutlich Geld von den BRISC bekommen wird. Je länger Griechenland diesen Kurs beibehält, desto stärker wird Griechenland, politisch gemeint.
2. Griechische Politik. Ich hab Vertrauen in das griechische Volk, hatte ich schon mal vor Wochen vor dem Referendum geschrieben. Politisch ist Griechenland im Augenblick stärker als die Troika. Warum?
Weil Griechenland den EU „Spaltpilz“ als Waffe mit sich führt. Dieser „Pilz“ kann sich dort am besten ausbreiten bzw. wirken, wo die Uneinigkeit in der EU am größten ist. Diese „Waffe“ macht Griechenland im Augenblick politisch sehr stark. Russland und China ua. haben ein politisches Interesse daran, dass die EU in dieser Frage geschwächt wird. Russland und China würden den restlichen EU Habenichtse wirtschaftliche und politische Angebote unterbreiten, die sie mit Sicherheit annehmen werden. Die eigentliche Auseinandersetzung findet hinter der Bühne statt. Es ist die Auseinandersetzung auf der einen Seite Troika bzw. EU und auf der anderen Seite Russland-China. Griechenland ist das Zünglein an der Waage. Das wissen Tsipras und einige seiner Freunde. Zusammenfassend gesagt, Griechenland hat im Augenblick mehr politisches Gewicht, als in den Medien dargestellt. Dieses politische Gewicht wird ganz bewußt und gezielt von den Medien nicht genannt. Tsipras ist ein Fuchs, er weiß das alles, seine Politik schwächt und zersetzt letztendlich die Troika. Bravo, Tsipras.
@ Mario G.
Sag mal, auf welchem Stern lebst du eigentlich? Die griechische Regierung ist durch die Vereinbarungen vom Sonntag durch die deutsche EU mit einer Brutalität gedemütigt, um nicht zu sagen entmündigt worden, dass man sogar in den USA entsetzt ist. Lies, was Krugman dazu schreibt. Und wenn eine Merkel in ihrer Pressekonferenz sagt, die Vorteile würden die Nachteile überwiegen, dann weiß jedes griechische Kind, was die Stunde für Griechenland geschlagen hat. Die Griechen legen sich mit ihrem Wunsch, in der EU zu verbleiben, selbst die Schlinge um den Hals, statt zu begreifen, dass sie erst wieder Luft bekommen, wenn sie die deutsche Bevormundung los sind. Tsipras hat sich als der typische Sozialdemokrat mit der Neigung zum Umfallen erwiesen, wie es sich niemand nach dem Nein zum Referendum vorstellen konnte. Von Verrat der Interessen des griechischen Volkes zu sprechen wäre hier noch untertrieben. Griechenland wird ausgeplündert bis aufs Blut, und wenn wir Ostdeutschen aus bekannten Gründen den Namen Treuhand nicht so sehr gerne überhaupt noch hören wollen, dann wird genau dieses System nun Griechenland übergestülpt, nur noch verschärfter als der DDR, das deutsche Kapital hat jetzt Routine im Ausplündern von Staaten. Der einzige Vorteil für Griechenland ist der, dass die Bankautomaten wieder Geld ausspucken werden, aber nur für diejenigen, die dann überhaupt noch etwas auf den Konten haben werden.
Ich bewege mich auf beiden Füssen und lebe auf der Erde. Und du?
Kann es sein, dass deine Gedankenwelt eingerostet ist? Für mich ist vorstellbar, das Tsipras die Verträge erstmal unterschreibt, dann die Kohle einsackt, sie nicht zurückzahlt, die Auflagen nicht erfüllt und der Troika ne lange Nase macht, weil er Zeit gewonnen hat. Als Sahnehäubchen, wenn alles in trockenen Tüchern ist, alle wichtigen Abkommen mit BRISC macht.
@ Mario G.
Da kann man ja nur wünschen, dass es so kommt, wie du dir das in deinen feuchten Träumen vorstellst, Herzel. Es leben die Phantasmen!
Hier der link zum Schäuble Papier für diejenigen die lieber selbst lesen, als es sich
von Zeitungen vorkauen zu lassen:
Klicke, um auf grexit_bundesregierung_non_paper_10_juli_2015.pdf zuzugreifen
http://www.sven-giegold.de/2015/verfassungswidrig-das-grexit-papier-der-bundesregierung/
-50mrd Assets sollen an eine Institution zur Privatisierung übertragen werden.
(50mrd ist schon ne Hausnummer, wenn man in echten Werten rechnet und nicht in
„ich druck mir ne billion werten“)
Möglichkeit Grexit auf Zeit mit optionalem Schuldenschnitt.
Insgesamt zeigt sich hier mal wieder die Zwickmühle.
Vielleicht wäre das sogar der beste Weg, aber man will es so aussehen lassen,
dass die Griechen es wollten oder Schuld seien, damit man nicht selbst in der
politischen Verantwortung steht.
Wie unfassbar wenig viele sogenannte Journalisten über die Materie wissen, zeigt auch die Tatsache, dass ich in den vergangenen Tagen mehrfach vernahm, irgendwelche Politiker seien dafür, dass Griechenland IN DER EU bleibe. Eben z.B. gleich zweimal in der „Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz“. Die wissen teilweise nicht einmal,wofür „Grexit“ steht. Und werden für Ihre Stümperei von unseren „Beiträgen“ bezahlt…
Unbeschreiblich gut !
….mit einem großen Anteil zu Griechenland
schimpfen uns noch Kriminelle und Terroristen
Tj, liebe ARD und ZDF, man hätte es ja schon vor der letzten Bundestagswahl wissen können, wen man sich da wieder herbeijubilierte:
Link kaputt? Dann hier direkt die Seite:
http://fonzos-universum.blogspot.de/2009/07/ach-du-lieber-gott-schon-wieder-eine.html
Das muss man sich mal vorstellen: weil vor allem die Union und ihre Anhänger zu verblödet sind eindeutige Fakten zu verstehen, die z. B. Heiner Flassbeck immer wieder aufzeigt, wird die Eurokrise immer tiefer und sonnt sich diese Versagerpartei sogar im Umfrage Rekordhoch. Die Ironie dabei ist, dass vor allem eine SPD-Regierung (Schröder) mit dem Lohnunterbietungswettbewerb dafür gesorgt hat, verursacht durch Hartz 1-4. Arbeitslosigkeit und Schulden wurden einfach exportiert und plopp, Deutschland steht „gut“ da. Den Unsinn soll laut Merkel jeder in der EU machen. Quadratur des Kreises verlangt Kohls unfähiges „Mädchen“ da. Miserabler Journalismus einerseits und politisches Desinteresse andererseits machts möglich. Laut Untersuchung sind Unionswähler diejenigen die sich am wenigsten für Politik interessieren. Gegen so eine Verblödungsfront kommt die „Propagandaschau“ nicht an. Inzwischen schäme ich mich Deutscher zu sein, vor allem wenn täglich der böse Russe wieder heraufbeschworen wird.
Niemand kommt dagegen an. Egal ab Albrecht Müller von den nachdenkseiten, noch Heiner Flassbeck haben noch viel Hoffnungen. Man schaue nur, wie auch der offene Brief von ihm und den vier anderen Ökonomen mittlerweile diskreditiert wird.
Es ist tatsächlich eine geschlossene Front aus Politik und Medien. Mir als Ostdeutscher kommt das alles sehr bekannt vor. Nach der Diktatur des Sozialismus stehen wir kurz vor der Diktatur des Kapitalismus. TTIP wird dies dann zementieren. Im Europaparlament wurde es schon entsprechend „gewürdigt“. Wir werden dann natürlich noch wählen können, aber es wird nichts mehr bringen, denn sowie jemand neues an die Macht kommt, wird er sich dem kapitalistischen Diktat beugen. Man schaue nur auf die Hoffnungen, die auf Obama gesetzt wurden, auf Rot / Grün damals, auf Bodo Ramelow in Thüringen und Kretzmann in BW. Sowie die dann im Amt sind, erschreckt man.
Und ab da muss man sich dann fragen, ob wir noch eine funktionierende Demokratie sind. Oder schon eine Postdemokratie. Oder eben eine marktkonforme Demokratie.
Das das alles mal so kommen würde, Ok, war anzunehmen, aber dass es keinerlei Aufstand der Westdeutschen gibt, ist bestürzend.
@ Matthias
Ein wenig scheinst du mir auf dem Mond zu leben. Was ist zum Beispiel schlecht an einer Diktatur der Arbeiterklasse über das Kapital? Und wir stehen auch nicht v o r
der Diktatur des Kapitals, sondern die Westdeutschen leben seit 1945 unter der Diktatur des Kapitals. Oder meinst, das Konstrukt, von dem die Herrschenden meinen, es sei Demokratie, habe mit Kapitalismus nichts zu tun? Das sie brauchen, um uns beherrschen zu können?
Was aber nun die Ramelows und Kretschmanns angeht. Hast du jemals allen Ernstes geglaubt, dass die gegen das Kapital antreten würden? Und bei Obama haust du ganz und gar daneben. Was das für ein Präsident werden würde, war mir klar, als ich die Liste seiner Sponsoren las, die war überall im Internet, jeder konnte sie lesen und sich seinen Reim darauf machen.
Und nun erwartetest du gar noch einen Aufstand der Westdeutschen. Wie nennt man die Krankheit, die in Illusionen ausartet?
Das ist natürlich auch eine sehr dystrophische Weltsicht. In den 70ern gab es anscheinend doch sehr viel mehr demokratische Freiheiten und Wahlmöglichkeiten. Und die Gesellschaft wurde ja auch verändert! Damals haben die SPD und die CDU tatsächlich noch unterschiedliche Richtungen vertreten. Und die Grünen haben damals das halbe Parlament aufgemischt und verkrustete Strukturen aufgebrochen, bevor sie eingehegt wurden. Damals war die Demokratie offenbar sehr viel lebendiger als heute. Man schaue nur, welche Proteste damals alleine die Strauss Kanditatur hervorgerufen hat. Dessen Politik wollte man gleich mal gar nicht.
„Und ab da muss man sich dann fragen, ob wir noch eine funktionierende Demokratie sind. Oder schon eine Postdemokratie. Oder eben eine marktkonforme Demokratie.“
Eine pseudodemokratische Diktatur, würde ich sagen, oder kurz „Demokratur“
Prof. Flassbeck wird jetzt auch zunehmend diskrediert. So wie schon viele vor ihm.
http://www.zeit.de/wissen/2015-07/griechenland-saeuglingssterben-offener-brief-falsch
http://www.tagesspiegel.de/wissen/falsche-fakten-ueber-die-griechenland-krise-die-kaltherzigkeit-der-technokraten-anhand-toter-babys-demonstrieren/12034708-2.html
http://www.sueddeutsche.de/medien/offener-brief-von-kapitalismuskritiker-piketty-wenn-wissenschaftler-kampagne-machen-1.2556450
Alles bekannt. Unglaubwürdig machen, Verantwortungsbewusstsein absprechen, den offenen Brief damit diskreditieren.
Ich vermute, auch ein Herr Prof. Flassbeck erkennt langsam, woher der Wind weht.
In der Sendung makro auf 3sat waren heute 2 Professoren zum Interview geladen.
Eigentlich hatte man das Gefühl, hätte man sie noch länger sprechen lassen,
umso vernichtender wäre das Urteil für die EU ausgefallen.
Und das nicht von Linken oder so, sondern einfach nach Logik.
Die Kernpunkte waren:
Die EU ist viel zu schnell gewachsen, einer nannte es „Euromanie“ oder so ähnlich.
Aber egal Serbien und Albanien sind auf einem guten Weg und die EU-Mitgliedschaft ist alternativlos.
Was sich diese Länder abgesehen von geopolitischen Vorteilen versprechen ist mir schleierhaft.
Bürokratie: Länder wie Griechenland können gar nicht die Bürokratie der EU verstehen und deshalb auch ihre Interessen nicht optimal wahrnehmen.
Förderprogramme: Länder wie Griechenland können wegen der oben genannten Bürokratie bei eigener komplett desaströsen Verwaltung die Förderprogramme gar nicht abrufen und können die Cofinanzierung mangels Geldmittel nicht leisten.
Sprache: Die Sprachbarriere ist ein Riesenproblem, das ist auch mein Eindruck.
Best regards to Mr. Ottienger who nothing understands what they say him in brussels
because no he speaking english so much good.
Aber faktisch haben wir nicht mal mit den Polen irgendeine gemeinsame Plattform,
oder mit Rumänien oder Litauen usw….
Ich kenne keinen Litauer, noch nie einen getroffen, nur mal so als Beispiel.
Unwahrscheinlich, da jemals geschäftlich oder privat hin zu kommen.
Kultur: … Man sollte es bei der Vielfalt belassen, aber man benötigt eine Verständigung.
gemeinsame Währung: Die oben angesprochenen Punkte bleiben trotz gemeinsamer Währung bestehen. Die großen Unterschiede sind aber laut den
Professoren nicht so leicht in einer gemeinsamen Währung unter zu bringen.
Es ist schwierig eine sinnvolle Währungspolitik für alle Länder zu machen.
Da man für einzelne Länder keine Währungsanpassungen mehr vornehmen kann,
hat man es mit „Haushaltsdisziplin“ versucht.
usw…
Vielleicht noch als Ergänzung:
Es kann sein, dass verschiedene Ökonomen mit unterschiedlichen Ansätzen recht haben.
Mir scheint nur, man müßte den jeweiligen Weg konsequent verfolgen und hätte evtl. Aussicht auf Erfolg.
Nur das geht nicht, weil z.B. Politiker nicht ihre Fehler eingestehen können, oder weil
Politiker gar nicht von ökonomischen Argumenten geleitet sind usw….
Danke für die Infos. Dirk Müller spricht das Euro-Problem auch so an, dass unterschiedliche Volkswirtschaften keine gemeinsame Währung haben können. Prof. Bernd Senf erklärt es sehr ausführlich hier: https://www.youtube.com/watch?v=kD4Pn5vkcE0
Ist wahrscheinlich eh bekannt. Aber stimmt, neben diesen Grundproblemen gibt es noch diese ganzen Probleme wie von dir beschrieben.
Die Sprachbarrieren: ist unbenommen. Nur wer hervorragend Englisch spricht, oder vielleicht Französisch, kann sich mit den anderen Ländern gut verständigen.
Es wird wohlauf einen Kerneuro der blonden und blauäugigen Völker hinauslaufen. Ich sage das mal so salopp, ohne damit rassistische Vorurteile zu bedienen, sondern einfach um klar zu machen, wo bestimmte Mentalitäten so ähnlich sind, dass eine gemeinsame Währung möglich wäre. Also Deutschland, Norditalien, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Skandinavien, Frankreich und noch ein paar kleine Länder. Diese Länder werden dann wohl Exportüberschüsse generieren und den Süden damit in ewiger Schuldnerhaft halten. Ich glaube, Schäuble hatte eh dieses Szenario von Anfang an im Auge.
Das Dramatische: Griechenland wird wohl jetzt auf Jahrzehnte ohne wirtschaftliche Impulse sein. Woher sollen die kommen? Die öffentliche Hand ist pleite, die Privaten haben enorme Einkommenseinbußen, die Unternehmer haben auf der Nachfrageseite keine Impulse. Und ganz schlimm finde ich, dass die Jugend, die ja zu 85% mit nein stimmten, nun vollkommen leer ausgehen werden. Und sie werden sich dann aufmachen Richtung Norden. Zusammen mit hunderttausenden (!!!) Afrikanern. Das sind Zustände, die eigentlich unhaltbar sind, aber leider Begleiterscheinungen der gegenwärtigen und vergangenen Politik. Herrhausen wollte ja damals u.a. die Afrikaner entschulden. Ergebnis ist bekannt. Das was wir jetzt mal aus nächster Nähe in Griechenland sehen, ist genau das, was ansonsten weit weg in den Ländern der dritten Welt passierte.
Das Problem ist, was macht eigentlich eine Volkswirtschaft aus und was ist der Zweck.
Unterschiedliche Länder haben ein unterschiedliches Geschäftsmodell,
aber die Essenz dessen, wie man eine Volkswirtschaft hochzieht,
das würde mich mal interessieren.
Die erste Funktion aus meiner Sicht einer Volkswirtschaft ist die Versorgung
der eigenen Bevölkerung mit Nahrung.
Nimmt man jetzt mal Ukraine kann nur menschliche Dummheit zu Hunger führen.
Rein praktisch müßte das 2tgrößte Land Europas mit nur 40mio Einwohnern,
diesen Punkt problemlos abdecken können.
Ausser man schafft bis hin zum Wasser alles an ausländische Mächte zu verlieren.
Bei Griechenland ist es mit der Landwirtschaft vielleicht nicht ganz so einfach,
aber diese wird wohl wieder verbessert werden müssen.
Kroatien fängt auch schon an Alles zu importieren und diese Grundfähigkeit zu verlieren.
Dann könnte Griechenland mit Türkei, China, Russland durchaus starke Partner haben.
Die Chinesen erorbern die Länder nicht wie die USA mit Militär, sie investieren z.B.
in Infrastruktur und nehmen sich dafür Rohstoffe (Afrika).
Und über Rohstoffe könnte Griechenland verfügen.
Über Erdgas, aber sowieso über Wind und Sonne.
Man sieht hier auch eine schwäche der EU, die eigentlich sowas nicht konzentriert angehen kann, warum auch immer.
Die Türkei, ist eigentlich das Bsp. schlechthin, dass größeres Wirtschaftswachstum
ohne EU funktioniert.
Also ganz so grimm sieht es vielleicht gar nicht aus für die Griechen.
Nur die Schwelle ist natürlich sehr groß diese Schritte zu gehen.
…währenddessen die überbordende Berichterstattung über das eine (wenn auch wichtige) Thema überall seine Wirkung zeigt, nimmt im Verborgenen hinter dem Rücken der ablenkungsanfälligen Masse die größere Katastrophe ihren verheerenden Lauf:
http://www.attac.de/kampagnen/freihandelsfalle-ttip/hintergrund/
„TTIP: Konzerne profitieren, Menschen verlieren
„Ich bin ein Handelshemmnis“
Demokratisch beschlossene Maßnahmen wie z.B. Produktionsstandards, Kennzeichnungspflichten, Umwelt-, Gesundheits- und Sozialauflagen gelten in der Freihandelslogik als „Handelshemmnisse“, denn sie belasten Konzerne mit „unnötigen“ Kosten. Daher sollen sie in TTIP massiv abgesenkt oder ganz beseitigt werden.“
http://know-ttip.eu/wie-betrifft-mich-ttip/
https://www.campact.de/ttip-ebi/ebi-appell/teilnehmen/
Und nicht nur TTIP und CETA… TISA könnte noch krasser werden!
https://www.campact.de/tisa/
Was Flassbeck schreibt, nämlich dass diese Journalistin bestimmte Zusammenhänge überhaupt noch nie gedacht, geschweige gehört hatte, ist schon entlarvend für die deutsche „Qualitätspresse“. Es wird ganz offensichtlich alles von den Redaktionen getan, damit die Journalisten auch wirklich ahnungslos bleiben und nur den Mainstream nachplappern. Ich hatte mir das schon so ähnlich gedacht, aber Flassbeck liefert den Beweis. Da kann sich Gabriele Krone-Schmalz die Seele aus dem Leib reden, wo nichts drin ist, kann man nichts rausholen.
Und er beschreibt auch sehr richtig, dass die Linkspartei die einzige Partei ist, die aufzuklären versucht. Bei allen anderen Parteien ist Hopfen und Malz verloren. Wenn ich auch in vielen Fragen Differenzen zur Linkspartei habe, aber bei diesem Thema setzt sie sich ein. Und dass sie dann als schwarzes (kommunistisches) Schaf von den vereinten Reaktionären im Bundestag, und nicht nur dort, gehandelt wird, erklärt sich.
Dabei geht es der Linkspartei doch nur um einen schöneren Kapitalismus, mit Kommunismus hat diese Partei nun wahrlich nichts am Hut. Aber der Kommunismus-Vorwurf macht sich ganz gut, er ist gebrauchsfähig und Allzweckwaffe.
Der „Kommunismus-Vorwurf“ zieht so ähnlich wie die Antisemitismus-Keule! Diese Begriffe werden von den Herrschenden immer hervorgeholt wenn man unliebsame Kritiker mundtot machen will! Und in den MSM haben sie normalerweise Erfolg damit!
Viele Bürger lesen leider nur MSM. Und die Verblödung ist inzwischen weit fortgeschritten.
Irgendwie kommt es mir so vor als ob wir uns Richtung „Idiocracy“ bewegen (Anspielung auf selbigen Film)
Lustigerweise, wenn man sich die Kommentare bei Ukraine – Artikel durchliest,
divergiert die Meinungsmache der Medien stark zur Meinung in den Kommentaren.
Bei ökonomischen Themen, insebesondere Griechenland deckt es sich.
Das ist mein Eindruck.
Eine prima Jobbbeschreibung für die Moderatortätigkeit bei den ÖR.
1. Kriterium: Dummheit!
2. Kriterium: Kritiklosigkeit usw.
– ‚Meiden Sie bei ihren Talkshows Gäste einzuladen, die Fachwissen haben. Läßt sich dies nicht umgehen, sorgen Sie für ein Verhältnis 1 zu 4‘; gehört sicherlich auch dazu.
Das diese Provinznudel Weber da aufschlägt, beweist nur, das der Ausschuß in Brüssel landet.
Über die klevereren Volkstreter dürfen wir uns dann hierzulande ‚freuen‘.
Naja, und das diese ‚Journalisten‘ nicht wissen, wovon sie reden, ist so neu nicht. Aber die Facetten werden vielfältiger.
Es ist schon dreist, wie auf den ÖR gelogen und betrogen wird. Aber das scheint ihr Auftrag im Sinne der Regierung Merkel!
Und Schwarzgeld-Schäuble sowie seine Chefin Merkel lachen sich derweil ins Fäustchen über den Glauben vieler Deutscher an die ÖR-Lügenmedien!
Schwarzgeld-Schäuble und Merkel wollen die griechische Regierung austauschen zugunsten gefügiger Leute in ND und PASOK! Nichts anderes.
Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
„wieviele Milliarden hat die deutsche Regierung, respektive der deutsche Steuerzahler, schon in “Rettungspaketen” für Griechenland “verloren”?“
NULL Cent, keinen Pfennig — das „Geld“ ging ausschließlich an Private Internationale Banken, die sich verspekuliert hatten — sprich diese Banken haben sowohl ihre eigenen Anleger als auch die Sparer betrogen. Weil die aber die einzigen sind die „Geld“ und „Schulden“ aus dem Nichts „schaffen“ dürfen und hier Vertäge zwischen den „Staaten“ und den Banken bestehen, müssen die Staaten und damit letztlich die Steuerzahler diese Banken retten, weil nun einmal niemand sonst „Geld“ und „Schulden“ schaffen darf.
Im Grunde ist doch dieser ganze Betrug, wie alles Einfache in der Welt, dass einem aber als „komplex“ verkauft wird, sehr simpel.
„Weil die aber die einzigen sind die “Geld” und “Schulden” aus dem Nichts “schaffen” dürfen“
Das hört sich immer so großartig an, doch muss sich doch jedermann fragen, warum sich die Banken dann nicht selber am Schopf aus dem Sumpf ziehen konnten und ziehen!
Das Geldschöpfen aus dem Nichts ist eben verbunden mit Kosten (Zinsen an die EZB, Gehälter der Mitarbeiter, Vorstandstantiemen, Steuern, Kosten für Meldewesen und Prüfungen usw. usf.!
Einzig die Marge zwischen den Kosten und den Zinseinnahmen + Gebühren ist der Gewinn, der bei den Banken aufschlägt. Und bekannterweise ist er nur selten sehr hoch.
Deshalb wird – wie auch bei anderen Unternehmen – an der Kostensparschraube gedreht, die in USA und Vasallen, in D. und Vasallen, am leichtesten zu verkleinern ist: Den Gehältern.
Miff:.. „warum sich die Banken nicht selber am Schopf aus der Krise ziehen“ DIE BANKEN sind ja gar nicht in der Krise, denen geht`s so gut wie nie. Die Aktienkurse schießen in den Himmel, Geld/Schulden werden wie am Fließband produziert, und damit ein unendliches Tributsystem geschaffen welches den Oligarchen, die hinter der internationalen Finanzmafia stehen, nahezu unbegrenzte Macht verleiht. Banken und Staat sind ein Falschgeldkartell eingegangen an welchem die Welt verbluten wird.