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ardzdfWürde man heute deutsche Bürger auf der Straße fragen, wieviele Milliarden die deutsche Regierung, respektive der deutsche Steuerzahler, schon in „Rettungspaketen“ für Griechenland „verloren“ hat, würden wohl astronomische Summen genannt.

Geldhungrig und undankbar sind sie, die Griechen! Verplempern Milliarden und schimpfen uns noch Kriminelle und Terroristen – so die von ARD und ZDF mittels Desinformation und Propaganda aufgebauschte deutsche Stimmung. Die Tatsache, dass Deutschland bisher nur in erheblichem Umfang an den Griechen verdient hat, wüssten nur wenige zu erklären, die sich abseits von ARD und ZDF informieren. Dass diejenigen, die heute am lautesten gegen die Syriza krakeelen für das Fiasko im Falle eines Verlustes verantwortlich sind, versteht kein Mensch. Die öffentlich-rechtliche Lügenmaschine – kontrolliert von CDU, CSU und SPD – wird es der linken griechischen Regierung in die Schuhe schieben.

ZDF_MaybritIllner_Weber_Griechenland240So wollte gestern bei „Maybrit Illner“ im ZDF, CSU-Politiker Weber erneut den Unsinn vom angeblich angebotenen „35-Milliarden-Investitionsprogramm“ für Griechenland verbreiten und die einzige Vertreterin der griechischen Position, Kaki Bali, mühte sich nach Kräften, diesen Unsinn zu widerlegen.

Auch Wolfgang Bosbach verbreitete bei Jauch ressentimentbeladene Lügen vom griechischen Schlaraffenland, wo die Menschen durchschnittlich mit 56 Jahren in Rente gehen. WDR-Berufslügner Ralph Sina (heute Brüssel, zuvor Washington) schwadronierte am 29. Juni – direkt nach dem Abbruch der Verhandlungen durch Tsipras im WDR5-Morgenecho – von einem „ausgesprochen großzügigen“ Angebot, dass die Griechen abgelehnt hätten, lügt von weiterer „Gesprächsbereitschaft“ seitens der Euro-Gruppe und dass diese die griechischen Kleinstrentner nicht weiter belasten wolle:


ProContraFlassbeck189Heiner Flassbeck, faktenfester Experte und Mahner im Dunkel der Propaganda, durfte in den vergangenen Tagen deutschen Medien das eine oder andere Interview geben und kommt zu einem vernichtenden Urteil:

…Ich habe in den letzten Tagen viele Interviews in Rundfunk und Fernsehen gegeben (Friederike Spiecker war gestern auch im Südwestfernsehen) und bin in fast allen Fällen schockiert darüber, wie wenig die Moderatoren solcher Sendungen über die Eurokrise, den Fall Griechenland und die internationale Diskussion dazu wissen. Einer der Moderatoren hat es auch ganz explizit zugegeben, dass er all das, was ich dazu zu sagen hatte, noch nie gehört hat, und hat sich (was die große Ausnahme ist) nach der Sendung quasi für sein Unwissen entschuldigt. Nur, man muss sich vorstellen, welche Fehlinformation die Kollegen dieser Moderatoren betreiben, wenn politisch interessierte Menschen (das unterstelle ich den Moderatoren einmal) von den entscheidenden Zusammenhängen noch nie gehört haben, sondern nur die üblichen Vorurteile kennen…(flassbeck-economics)

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