Schlagwörter

, , , , , , , ,

ardzdfDer – man muss es so deutlich sagen – käufliche Abschaum, der in ARD und ZDF allabendlich eine Märchenwelt aus Propaganda, Verschweigen und Lüge in die Welt setzt, mit dem die vermeintlich alternativlose Regierungspolitik der großen Koalition gerechtfertigt werden soll, hätte laut Rundfunkstaatsvertrag den eigentlich unmissverständlichen Auftrag, „die internationale Verständigung“ zu fördern.

Wie weit die mit Zwangsgebühren gemästeten Maulhuren, empathieunfähigen Soziopathen und vorsätzlichen Lügner von diesem Auftrag entfernt sind, zeigt einmal mehr der Umgang mit einem Zitat des griechischen Finanzministers Varoufakis. Der hatte in einem Interview mit der spanischen Zeitung „El Mundo“ Folgendes gesagt:

elmundo_varoufakis240

Bild anklicken – El Mundo

Auf die Frage, ob er sich in einem Krieg sähe, antwortete der Finanzminister, es sei schwierig dies anders zu sehen, wenn man die Banken schließen musste, um das Volk befragen zu können. Und auf die Feststellung, dass die Menschen in Griechenland immer mehr Angst hätten, sagte er: „Ja, so ist es. Was sie mit Griechenland machen, hat einen Namen: Terrorismus. … Warum haben sie uns gezwungen, die Banken zu schließen? Um den Menschen Angst einzuflößen. Und wenn man versucht, den Terror zu verbreiten, nennt man dieses Phänomen Terrorismus. Aber ich vertraue darauf, dass die Angst nicht gewinnt.“ Europa brauche Parteien wie Syriza oder Podemos, die „gegenüber dem System kritisch, aber gleichzeitig europäisch und demokratisch sind.“ (TELEPOLIS)

Mit diesen deutlichen Worten bringt Yanis Varoufakis seine ehrliche Empörung angesichts einer menschenverachtenden Austeritätspolitik und vor allem über die politisch motivierte Schließung der Banken zum Ausdruck und zeigt sich einmal mehr als hoch empathischer Mensch, der – anders als einschlägige Berufspolitiker – nicht in die Politik gegangen ist, um Karriere zu machen, sondern um mit seiner unbestreitbaren Expertise eine von ihm als falsch erkannte, menschenverachtende Politik zu ändern.

Genau damit wären wir mit Blick auf die deutsche Journaille beim entscheidenden menschlichen Unterschied. Hier der mitfühlende Empath, der es nicht nötig hätte, sich politisch zu engagieren und auf der anderen Seite weitestgehend empathieunfähige Psychopathen in den Medien, die aufgrund mangelnder Bildung, mangelnden Rückgrats und mangelnder Menschlichkeit vorsätzlich und schamlos ein ganzes Volk belügen, in die Irre führen und gezielt gegen beliebige Feindbilder aufhetzen.

So wurde Varoufakis‘ Zitat in allen Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF begierig aufgegriffen und nicht ein einziges Mal in seinem vollständigen Kontext korrekt wiedergegeben. Die Lügensender können zu Recht darauf vertrauen, dass sie mit ihrer bisherigen Hetze gegen Varoufakis (Spieler, Punk, Stinkefingerzeiger,…) den Boden bereitet haben, damit die Opfer ihrer Propaganda angesichts des aus dem Zusammenhang gerissenen Zitats sagen werden: „jetzt ist er völlig durchgedreht“

ZDF heute 4.7.2015

zdf_h19_04072015_varoufakis240Barbara Hahlweg: „Einen Tag vor der so wichtigen Volksabstimmung in Griechenland hat Finanzminister Varoufakis nochmal kräftig Öl ins Feuer geschüttet. Den internatio- nalen Geldgebern wirft er Terrorismus vor. Sie wollten, dass das ‚Ja‘ gewinnt, damit sie die Griechen weiter erniedrigen können.“

Man beachte, wie die intellektuell nicht gerade bevorteilte Slomka im heute-journal der griechischen Regierung gönnerhaft das Recht zuspricht, die Politik ihre Landes zu bestimmen! Darüberhinaus keinerlei Erklärung zu Varoufakis‘ Wortwahl. Dass die empathieunfähige Slomka Varoufakis‘ Empörung in keinster Weise nachvollziehen kann, darf nicht verwundern: Psychopathen wie Slomka kennen nur Mitleid mit sich selbst.

ZDF heute-journal 4.7.2015

Marietta Slomka: „In Griechen- land selbst wiederum wird verbal auch weiter scharf geschossen. Finanzminister Varoufakis etwa wirft den anderen Euro-Ländern Terrorismus vor. Dass die griechi- sche Regierung einen grundsätz- lichen Politikwechsel will, ist ein Anliegen, das sie vertreten kann und deshalb ja auch gewählt wurde. Aber die Wortwahl mit der griechische Politiker zum Teil unterwegs sind, wenn sie von Blutsaugern, Terroristen oder ihrem geknechteten, erniedrigten Volk sprechen, die ist schon manchmal etwas schwer verdaulich.“

Nur unwesentlich besser präsentiert sich die tagesschau. Anders als Marietta Slomka (oder seine Kollegin Caren Miosga von den tagesthemen) ist Jan Hofer nicht ungebildet und ganz sicher kein empathieunfähiger Psychopath. Dennoch mangelt es dem redaktionell vorbereiteten Text, den er vorlesen muss, an der journalistischen Seriösität, die man von der tagesschau erwarten muss:

ARD tagesschau 4.7.2015

ard_ts_04072015_varoufakis240Jan Hofer: „Kurz vor dem Referendum in Griechenland hat die Regierung in Athen die internationalen Geldgeber scharf angegriffen. Finanzminister Varou- fakis warf ihnen in Zeitungs- interviews Terrorismus und Er- pressung vor. Sie seien verant- wortlich dafür, dass die Banken im Land geschlossen sind.“

Hätte die tagesschau den kausalen Zusammenhang zwischen Bankenschließung, Verängstigung der Bevölkerung und Terrorismus erklärt, so wie Varoufakis es gesagt hat, wäre die Meldung nicht zu beanstanden gewesen und man kann sich (als empathischer Mensch) vorstellen, dass einem seriösen Journalisten wie Jan Hofer selbst nicht wohl dabei ist, einen derart manipulativen Text vorzulesen.

Der totale Abschaum zeigt sich dann wie gewohnt in der Fratze Caren Miosgas. Die bekannte Psychopathin hat nicht die geringsten Hemmungen, das Zitat vollkommen zu verfälschen und obendrein zu Beginn mit haltlosen Mutmaßungen aus ihrem geistig minderbemittelten Kindskopf zu überformen. Wer nicht verblödet, bösartig und empathieunfähig ist wie Miosga (hierbei handelt es sich nicht um Beleidigungen, sondern objektive Fakten), der weiß, dass Varoufakis einen Tag nach seinem Ausscheiden aus dem Amt zehn besser bezahlte – und vor allem weitaus angenehmere – Jobangebote auf dem Schreibtisch hätte.

ARD tagesthemen 4.7.2015

Caren Miosga: „Vielleicht, weil es auch um seine eigene Zukunft geht, hat Finanzminister Varou- fakis heute in einem Zeitungs- interview rhetorisch noch einmal richtig aufgedreht und den Sparkurs der Europartner als Terrorismus bezeichnet. Obwohl er mit eben jenen Terroristen am Montag schon wieder verhandeln will.“

Um das festzuhalten: es handelt sich hier um eine ganz klare, rotzfreche Lüge zur besten Sendezeit in den tagesthemen. Nicht der Sparkurs – den er bis zu einem gewissen Punkt bereit war mitzutragen – wurde von Varoufakis als Terrorismus bezeichnet, sondern das Schließen der Banken nach der Ankündigung des Referendums, mit dem Ziel Angst in der Bevölkerung zu verbreiten.

Wer Hahlweg, Slomka oder Miosga noch immer als Journalisten bezeichnet, ist zu feige der Wahrheit ins Auge zu sehen und wird erst dann aufwachen, wenn er vor dem eigenen Bankautomaten Schlange steht, während sich die Kinder zuhause vor Hunger in den Schlaf weinen.