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Der Krieg deutscher Medien gegen das griechische Referendum muss in einem europäischen Kontext gesehen werden, in dem sich linke Bewegungen und Parteien zunehmend gegen die von Deutschland vorangetriebene, brutale Austeritätspolitik zur Wehr setzen.

Ein Erfolg der Syriza könnte ähnlichen Bewegungen in anderen EU-Ländern mächtigen Schub verleihen. Allen voran der PODEMOS in Spanien, wo im Dezember Wahlen anstehen. Neben einer Kriminalisierung außerparlamentarischer Opposition, hat Ministerpräsident Rajoy einen Kampf gegen und um die Medien begonnen.


freitagRajoys Medienpoker

Mit allerhand Manövern versucht der spanische Ministerpräsident die Medien nach rechts zu rücken. Teilweise mit Erfolg.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied El Dorado

Jahrelang hat sich Rajoy vor den Kameras rar gemacht. Presskonferenzen fanden via Plasmabildschirm statt, Wortmeldungen waren damit obsolet und Interviews eine Seltenheit. Dennoch hat der spanische Ministerpräsident die mediale Berichterstattung beeinflusst, hinter den Kulissen.

Seit der Machtübernahme hat die Regierungspartei Partido Popular den öffentlich rechtlichen Rundfunk personell runderneuert und auf Parteilinie getrimmt. Viele Redakteure wurden gefeuert, Chefredakteure ausgewechselt und in den Redaktionen Parallelstrukturen mit freien Mitarbeitern geschaffen. Diese zimmern bereitwillig regierungskonforme Reportagen, falls sich die festangestellten Redakteure weigern.

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