Schlagwörter
Gekaufte Journalisten, Kriegshetze, Kriegspropaganda, Lügen, Mediendiskurs, Propaganda, Syrien, Ukraine, Verschweigen, Verzerren
Im Interview mit Jens Wernicke erläutert Jörg Becker, wie die CIA mit Methoden der Propaganda in westlichen Medien den Boden für die US-amerikanische Kriegs- und Geopolitik bereitet.
Bemerkenswert ist, dass sich insbesondere linke Weltverbesserer immer wieder vor den Streitwagen der imperialistischen Kriegstreiber spannen lassen. Die Konditionierung ist simpel und das dynamische Potential der massenmedialen Manipulation durch Emotionalisierung zeigt sich regelmäßig, wenn „Spaßvögel“ im Internet drohen, ein „süßes Kaninchen“, „Kätzchen“ oder „Hundewelpen“ auf die eine oder andere Weise zu töten. Es dauert in der Regel nicht lange, bis sich Shitmobs erhitzter Gemüter virtuell oder real zusammenrotten, um sich gegenseitig bis hin zu Todesdrohungen gegen Menschen aufzustacheln.
Was dem „Spaßvogel“ das Kaninchen, ist der CIA das kleine unschuldige Mädchen (oder die vermeintlich unterdrückte erwachsene Frau) in der bösen Welt des Islam: ein Trigger für Emotionen, Selbstgerechtigkeit, Ermächtigungs- und Rettungsfantasien, um das Hirn der Zielgruppe ab- und die Kampfbe- reitschaft einzuschalten. Malala darf nicht zur Schule? Lasst uns den Bärtigen Zivilisation beibomben!
Die afghanischen Frauen sind der ideale Bot- schafter, um den Kampf der ISAF-Truppen gegen die Taliban human erscheinen zu lassen. Denn gerade Frauen können glaubwürdig über ihre Erfahrungen unter den Taliban, ihre Zu- kunftsträume und ihre Ängste bei einem Sieg der Taliban sprechen.
Wir brauchen reichweitenstarke Medien, in denen afghanische Frauen ihre Erfahrungen mit französischen, deutschen und anderen euro- päischen Frauen teilen können, damit gerade die bei europäischen Frauen stark vorhandene Skepsis gegen die ISAF-Mission abgebaut wer- den kann. Nach Umfrageergebnissen des Bureau of Intelligence and Research (INR) der CIA vom Herbst 2009 unterstützten 8 Prozent der befragten französischen und 22 Prozent der befragten deutschen Frauen den Afghanistankrieg weniger als ihre jeweils befragten männlichen Landsleute.
Am effektivsten sind wahrscheinlich solche Medienevents, in denen afghanische Frauen von ihrer Situation Zeugnis ablegen. Am besten in den Rundfunkmedien, die einen besonders hohen Frauenanteil bei ihrer Zuhörerschaft haben.
Diese Masche, mittels einseitiger medialer Berichterstattung, Skandalisierung, maßloser Übertreibung und Emotionalisierung an die Hilfsbereitschaft zu appellieren, um direkte Gewalt mittels Bomben oder – in ihrer extremsten Form nicht minder tödliche – indirekte Gewalt in Form von Sanktionen, zu rechtfertigen, sehen wir in quasi allen vom Westen vorangetriebenen Konflikten.
Ob die systematisch verbreiteten Gräuelgeschichten über das irakische oder syrische Regime in Einzelfällen zutreffen, ist dabei unterm Strich vollkommen belanglos, denn die Folgen der als „humanitär“, „freiheitlich“ oder „demokratisch“ verbrämten wirtschaftlichen oder militärischen Interventionen übertreffen selbst die wildesten erdachten oder wahrhaftigen Schauermärchen bei weitem. Außer unter den übelsten Figuren des Islamischen Staates, wird man wohl kaum einen Menschen in Syrien finden, der den vom Westen forcierten Bürgerkrieg heute noch als gerechtfertigt oder zielführend (im Sinne der im Westen propagierten „Werte“) ansehen würde.
Die Täter in den westlichen Mainstreammedien, die ihren Lebensunterhalt mit der Vorbereitung und Rechtfertigung von Massenmord, Verheerung und Flüchtlingselend bestreiten, sind in diesem menschenverachtenden Treiben der wahre Abschaum. Moralisch noch unterhalb eines Saddam, Gaddafi, Assad oder den Kopfabschneidern des IS, handeln sie vorsätzlich, selbstgerecht und aus den warmen Stuben in (noch) sicherer Entfernung. Während Dummköpfe für weniger Hetze in Deutschland vor Gericht landen und verurteilt werden, verleihen sich die Kriegshetzer der deutschen Journaille gegenseitig Preise oder bekommen Professuren.

Ode an die Freude Es wird ganz Europa einstmals Putin danken. In jeder Stadt steht Putins Monument. Dort wird er sein, wo sich die Reben ranken, und dort in Kiel erkennt ihn ein Student. Dort wirst Du, Putin, stehn, in voller Blüte der Apfelbäume an dem Bodensee, und durch den Schwarzwald wandert seine Güte, und winkt zu sich heran ein Reh. Wenn sich vor Freude rot die Wangen färben, dankt man dir, Putin, und sagt nichts als: »Du!« Ein Armer flüstert »Putin« noch im Sterben Und Putins Hand drückt ihm sanft die Augen zu
Auch Schiller stand, nicht anders als Herr Putin, im Kontext einer Lebendigkeit, die wir Leben nennen. Zwischen dem Geist einer außerordentlichen Brachialität und dem der außerordentlichen Gelassenheit. Als Rolle konfrontiert mit Beserkertum und Weisheit, stets in der Entscheidung, zu sprechen oder zu schweigen, stets im Zwang, sich im Drücken und Ziehen, im Täuschen, Tarnen und Betrügen zu üben. Beruhigend?
Von der Systematik her unterscheiden sich Berserkertum und Gelassenheit nur dadurch, dass das Beserkertum direkt-absichtsvolle (druckvoll) Entwicklung betreibt, und die Gelassenheit beobachtet und indirekt (drucklos) begleitet. In der Mitte der Systematik wirken ambivalente Kräfte. Einerseits dem Beserkertum dienend und die Gelassenheit bekämpfend. Andererseits die Kräfte des Friedens, die mit den Beserkenden eine Front bilden. Klar, das liest sich platt, ist es auch. Aber das systemische Wesen des Lebens funktioniert auf diese Weise seit Anbeginn der Zeit. Beruhigend?
Geschichte schreibt sich nicht, wie Menschen meinen. GeschichtsTRÄCHTIGE Figuren tauchen im Fluss eines Zeitgeistes und im Bewusstsein der Menschen auf um genau das zu gebären, was im Zuge eines Offenbarungsstrebens dran ist. Aktuell eben Herr Putin, Frau Merkel und dieser Dingsda aus dem Lager OhBlamage. Natürlich wirken diese Erscheinungen. Aber was sie bewirken wollen und was sie wirklich bewirken, sind zwei SEHR verschiedene Angelegenheiten. Beruhigend?
In der zuvor beschriebenen Systematik tauchen auch Besserwisser, Nörgler und Falschredner, und auch Spötter auf. Letztere scheinen zu spüren, dass sie einem Staatsmann überlegen, mindestens ebenbürtig sind, indem sie Zuhause das Wasser anbrennen lassen oder ihr Hund nach dem dritten Leckerchen Platz macht. Es sind Genies, die Blumen zum Blühen und Vögel zum Singen bringen – könnten, wenn sie denn wollten. Sie sind das eigentlich Wunder innerhalb des Lebens, weil sie eine Mitwirkgenehmigung bekamen. Beruhigend?
Augen auf und durch, Herr Schiller.
Gruß
Wolfgang
lügenpresse? wenn die medien unwahrheiten verbreiten und dies nicht wissen, dann ist dies die unwahrheit, aber keine lüge. wenn die medien unwahrheiten verbreiten und dies wissen, dann lügen sie. wenn medien aber wahrheiten verschweigen, dann handelt es sich (nur) um beeinflussung, einseitigkeit und Irreführung der öffentlichen meinung.
die wahrheit muss und will frei sein. für die öffentliche meinung braucht es whistleblower wie daniel ellsberg (die geheimen pentagon-papiere), chelsea manning (gräueltaten der us-soldaten im irak) und edward snowden (nsa-affäre).
warum verschweigt die mehrheit der deutsche medien, dass obama eine der extremsten terroristen-kampagnen der welt organisiert hat und für unbeschreibliche gräueltaten auf der ganzen welt verantwortlich ist? bilden deutsche medien die politik und ihre höchsten repräsentanten, diese gegenspieler des kalten krieges, heute tatsächlich so unabhängig und distanziert ab, wie sie vorgeben? gibt es ideologische rücksichten auf den westlichen verbündeten? ist der skandal um pussy riot tatsächlich so viel kritikwürdiger als guantanamo, die waffenlieferungen an syrien verwerflicher als die an saudi-arabien? über wladimir putin macht man sich gern als “lupenreinen demokraten” lustig, behandelt russland als ort diktatorischer barbarei. die ruchlosigkeit us-amerikanischer präsidenten hingegen kommt hier meist nur in fiktiven hollywood-filmen vor. mehr hierzu: https://campogeno.wordpress.com/2015/06/23/%EF%BB%BFzweierlei-mass-der-berichterstattung-in-deutschland/
Der vielleicht größte Manipulationshebel überhaupt. Der Humanitäts-und Weltverbesserungs-Hebel. Damit hat man uns alle eingelullt und auf’s Kreuz gelegt, seit Jahrzehnten. Winnetou läßt grüßen. Ausmaß und Auswirkungen des Einsatzes unüberschaubar. Griechenlandhilfe statt Zocker-Bailout. Flüchtlingshilfe statt Kriegsverbrechen-Ergebnis. Frauengleichberechtigung statt Dumpfbacken-Mißbrauch (s. TV, Politik, u.a.). Ich sag jetzt nichts zur Homo-Ehe. Oder doch. Klar können die heiraten. Aber medial geht mir’s ziemlich am Arsch vorbei. Zumindest in diesen Zeiten. Und in einem weiteren Sinne funktioniert das politische Links-Rechts-Schema nach genau diesem Muster. Wenn es das nicht gäbe, die Manipulatoren müssten es erfinden. Müssen die aber nicht. Sie müssen es nur clever nutzen. Und dabei müsste doch jeder Dummkopf begriffen haben, dass in einem Geheimdienststaat die Linke genauso unterwandert und manipuliert ist wie die Rechte. Einfach wunderbar und die Leute glauben den Scheiß auch noch. Wir sind die Guten. Nein, wir sind die Blöden. Sonst nichts. Für die jedenfalls. Empfehle Gedankenexperiment. George Friedman zu Ende denken und für einen kurzen Moment anzunehmen, dass der Zweite Weltkrieg nach syrischem Muster abgelaufen ist. Ist er natürlich nicht. Aber einmal angenommen, dass. Was bliebe dann noch von unseren Gewissheiten?
„Der vielleicht größte Manipulationshebel überhaupt. Der Humanitäts-und Weltverbesserungs-Hebel.“
BINGO!
Machen Sie weiter? Oder soll ich?
Herzlichen Dank und Gruß
Wolfgang
„Moralisch noch unterhalb eines Saddam, Gaddafi, Assad oder den Kopfabschneidern des IS…“
Sehr gewagter Vergleich. Gaddafi und Assad waren/sind Menschen, die dafür gesorgt haben, dass sie an der Macht bleiben, aber ihre Bevölkerung auch ihren Teil bekommt und verglichen mit den dortigen wirtschaftlichen Verhältnissen ein halbwegs geregeltes Leben führen konnten. Saddam war ein Opportunist, nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Jeder einzelne US Präsident dürfte jedoch ein Vielfaches der Menschenleben auf dem Gewissen haben als alle drei genannten zusammen. Und gegen den menschenverachtenden Machthunger und die Raffgier einiger finanzstarker elitärer Kreise sind Saddam, Gaddafi und Assad reine Folklore.
“Moralisch noch unterhalb eines Saddam, Gaddafi, Assad oder den Kopfabschneidern des IS…”
Ich kann überhaupt nicht beurteilen wie es um die Moral eines Saddam, Gaddafi oder Assad bestellt war oder ist.
Alles was ich über diese Personen jemals hörte stammte aus den Mäulern hochkrimineller transatlantischer Maulhuren!
Und bei 99,9 % der „westlichen“ Bevölkerung sieht es wahrscheinlich nicht anders aus.
Mir ist es letztens bei mir selbst am Bsp. Nord Korea mal aufgefallen.
Was weiß ich eigentlich über dieses Land ? usw…
Danke für den Beitrag.
„Die Täter in den westlichen Mainstreammedien, die ihren Lebensunterhalt mit der Vorbereitung und Rechtfertigung von Massenmord, Verheerung und Flüchtlingselend bestreiten, sind in diesem menschenverachtenden Treiben der wahre Abschaum.“
Eine einfache Regel: Abschaum schwimmt oben. Er ist überflüssig wie ein Kropf, und deswegen strebt er nach Macht. Die ihm in einem System, in dem das Ungeheuerliche bestimmt über die Verteilung von Macht, automatisch zufällt. Was sonst als der Minderwert hat es NÖTIG, sich auf Kosten Anderer zu erhöhen?
„… ist der CIA das kleine unschuldige Mädchen (oder die vermeintlich unterdrückte erwachsene Frau) in der bösen Welt des Islam: ein Trigger für Emotionen, …“
Christlichen Idiotologen galt die Frau als Fehlentwicklung des Lebens, als nicht lebenswert. Ihr Wert als Nutzvieh, um weiteres manipulierbares Ausbeutungsvieh zu gebären, ist ja gottseidank erhalten geblieben. Auch ihr Wert als Trigger für einen Reiz-Reaktions-Mechanismus.
Dieser Mechanismus ist aber weder männlich noch weiblich, noch wird er entweder von Männern oder Frauen bedient. Er dient ganz allgemein einer kriegerischen – gegen das Wohl von Mensch und Gemeinschaften gerichteten – Aktivität. Kurz: Nur das Reaktive lässt sich fremdzweckgerichtet instrumentalisieren.
Glauben ist eine Ausgeburt DER Religion. Insofern sind, wenn das Wesen von Religion dem Leben immanent ist, die Erfinder verschiedener Glauben eher nicht verantwortlich für das, was daraus entstanden ist. Und auch das emotionalisierende Reiz-Reaktionsmuster ist keine Erfindung des Menschen. Zwanghafte Religion als Verbindung zu einer uns informativ unbekannten Vergangenheit (archaisch-kollektive Trauma?) und die daraus zwangsläufig entstehenden Emotionen (Energie, die ins Handeln führt) werfen die Frage auf, wie und warum das Ungeheuer der Bösartigkeit in eine wunderbare Welt eintreten und sie durch die Zeiten hindurch – sich exponentiell verschärfend – dominieren konnte.
Mir redet kein einziger Professor das Wort. Weil sie oben schwimmen. Auch das ist eine ganz einfache Regel, die zu befolgen dazu führen kann, sich nicht emotionalisieren und weder in das eine noch das andere Lager ziehen zu lassen. Religion geht ihren eigenen Weg, den des Leids, den der Unterdrückung, den der Ausbeutung, der Misshandlungen – den des Krieges als Schändung dessen, was Liebe und Vernunft im Schilde führen. Na und?
Warum Leben Opfer fordert, wird verständlicher unter dem Gesichtspunkt, das Leben selbst sei eine Opfergabe. Dass es eine Leihgabe ist, beweist uns täglich der Tod. Dass es eine Gabe ist und auch so verstanden werden kann, beweisen auch Menschen, und zwar die, die sich dem Druck des Ungeheuers nicht beugen, um keinen Preis nicht.
Gruß
Wolfgang
Weil die Liebe das Allerschwerste ist. Und vielleicht auch das Bedrohlichste.
Wenn Lieben einfach wäre, könnte es jeder.
Bedrohlich?
Stellen wir uns vor, Liebe wäre ein Samenkorn in der Wüste. Sie wäre also im Menschen veranlagt und wartete darauf, erscheinen zu können. Warum sie nicht freiwillig erscheint, ist in einer Welt des Zerstörens und Missbrauchens wohl verständlich. Und Menschen, die im Reiz-Reaktions-Modus leben und selbstsüchtig-absichtsvoll ihre Defizite schminken und körperlichen Ego-Bedürftigkeiten frönen. Was brauchte es da die Liebe, wenn eine Existenz bereits (unnatürlich-künstlich) erfüllt wird?
Menschen, die ihren Freien Willen mit Absichten füttern, werden schwerlich von der „Droge Erfolg“ lassen – können, weil das Macht-System auf den Erfolgsmenschen-Typus nicht verzichten kann; die Versuchungen lassen grüßen. Dass sie für das System nur Heizmaterial liefern, bemerken die meisten gar nicht, und wenige meist nur durch scharfe schicksalhafte Einschnitte in ihr gewohntes Treiben.
Eben diese unberechenbaren Einschnitte, die funda-mentale Wendungen für Existenzen bewirken, sind das Bedrohliche für das Machtsystem. Wäre der Machtgeist souverän, brauchte er dann den Menschen hinterher schnüffeln? Neue Weltordnung – tscha, das hätten die gerne, die volle Kontrolle. Aber eher wird anders rum ein Schuh daraus, denn was sich zwangsläufig offenbaren muss, ist nur das methodische Wesen der egozentrisch-wahnwitzigen Macht. Die Liebe geht still ihrer Wege.
Liebe und Angst verhalten sich reziprok zueinander. Und da sich Machtgeist entblättern muss, reduziert sich automatisch die Angst – die über Reize gesteuerte Energie – wodurch – folgerichtig – die autonome Energieversorgung befördert wird. Logisch? Und wie kann man seine Ängste auflösen? Durch selbstbestimmten Aktionismus – das Gegenteil von Re-Aktionismus. Selber die Regeln bestimmen und sich damit verabschieden von künstlichen Vorstellungen über Gerechtigkeit, Moral und Pflicht, Verantwortung und damit von den Sorgen um mehr als das Hier und Jetzt.
Menschen, die ihre Aufmerksamkeit auf sich und ihre unmittelbare Umgebung richten, werden bemerken, dass Egoismus und Sozialität Hand in Hand gehen – können, und müssen. Das ist die Vernunft, und wird sie gelebt, geschieht vielleicht, wenn auch Schritt für Schritt, ein Wunderwandel im Menschen. Weil sie auf einem Feld wandeln, auf dem mehr und mehr Freunde erscheinen und mehr und mehr Feinde verschwinden.
Das mal in aller Kürze.
Danke und Gruß
Wolfgang