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Kleber_Tuebingen240Propaganda hält Einzug in die Lehre. Atlantik- brücken-Mitglied Claus Kleber, Hauptverantwort- licher im ZDF für transatlantische Kriegshetze, Lügen und NATO-PR, hat von der Universität Tübingen eine Honorarprofessur angedient bekom- men, mit der er offenbar zukünftigen Journalisten und Redakteuren Maulhuren und Soziopathen in Sachen Kriegstreiberei und Volksverdummung auf die Karriereleiter helfen soll.

Kleber ist eine der zentralen Figuren, die im Dienste der US-Besatzungsmacht die öffentliche Meinung in Deutschland dahingehend steuern, dass massen- mordende Sanktionen oder Kriege wie im Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien oder der Ukraine von der deutschen Bevölkerung akzeptiert werden und ist damit persönlich mitverantwortlich für Millionen Tote, Verkrüppelte, Traumatisierte, Vertriebene, Flüchtlingselend und verheerte Regionen, die es ohne die öffentliche Unterstützung im Westen genauso wenig gegeben hätte, wie den Ostfeldzug der Wehrmacht ohne die Propaganda der Nazis.

In seiner durchaus hörenswerten (wenn man indirekt etwas über Propaganda lernen möchte) öffentlichen Antrittsvorlesung am 2. Juni im Festsaal der neuen Aula vor rappelvollem Haus, verbreitete Kleber u.a. ganz ungeniert die Bellingcat-Lügenmär von den „gefälschten“ russischen Satellitenbildern und der „lückenlosen“ Beweiskette in Sachen MH17. Er pries die selbsternannten Experten, die längst als Dummschwätzer entlarvt sind, und redete damit einem „Journalismus“ das Wort, bei dem es nicht um die Wahrheit geht, sondern um die Konstruktion von „Wahrheiten“, die den Mächtigen ins propagandistische Konzept passen.

Kleber_Bellingcat240

Bild anklicken – youtube

„Professor“ Kleber: „Und die besten Informationen über den Verbleib und die Ursache für den Absturz oder Abschuss von Malaysian Air MH17, kam von einer Initiative aus England, Bellingcat, die sich geformt hat, um einen arbeitslosen Finanz- analysten, der begonnen hat, im Netz nach Spuren dieser russischen Raketenwerfer zu schauen und Flugabwehrgeschütze, der aus den Daten, die ganz normale Menschen in der Ukraine fotografiert hatten, zum Teil zufällig, die wunderten sich über diesen riesen Laster, der da durch fuhr, machten ein Handyfoto und das wurde abgeglichen mit Zeitangaben, mit Wetterangaben usw. Und der hat lückenlos in seiner Butze bei London oder ausserhalb von London herstellen können, den Verlauf dieses Tages und auch die Informationen, die sie jetzt in den Nachrichten gesehen haben, dass die Russen offensichtlich gefälschte Fotos vorgelegt haben, über die Stellungen dort. Auch die Beweise daraus kommen aus einer Internetaktion, wo ein Mensch, der kein Militäranalyst ist, einfach mit den Möglichkeiten des Netzes und Kontakte zu sammeln und Daten zu analysieren, wirklich überzeugend dargelegt hat, dass das gefälschte Dokumente waren. Das ist eine großartige – wenn sie so wollen – journalistische Leistung von Nicht-Journalisten getan und wir Journalisten sind gut beraten, uns da anzuschließen, das auszuwerten, kritisch zu prüfen und zu verwenden.“

Jetzt wird es besonders lustig:

„Professor“ Kleber: „Und es ist auch nach meiner Überzeugung verdammt gut, dass uns die Zuschauer im Nacken sitzen, wie nie zuvor. Wenn – wie im heute-journal – vier Millionen Zuschauer aufpassen, dann bleibt kein Fehler unbemerkt – ich kann Ihnen das erzählen…“

Vielleicht fragt mal jemand bei der Universitäts-Leitung in Tübingen nach, wie sie dazu steht, dass in den Vorlesungen derartiger Unsinn verbreitet wird. Nicht, dass da etwas bei herumkommen würde. Diese Leute sind so dermaßen von der eigenen Propaganda und dem Geschwätz ihres Claus Kleber durchdrungen, wie Koranschüler in einer pakistanischen Madrassa von ihren Suren und dem Vorbeter. Aber es sollte doch wohl den einen oder anderen geben, der erkennt, dass mit derlei dummer und politisch motivierter Propaganda, der Wissenschaft nicht nur ein Bärendienst erwiesen, sondern dass sie verhöhnt wird.

Spiegelkabinett2SPIEGELKABINETT hat sich die Hanswürste von Bellingcat noch einmal zur Brust genommen.

ZDF_h19_01062015_bellingcat240Die Junge Welt hatte schon zuvor – anders als das ZDF – journalistisch gearbeitet und herausgefunden, dass der von den Lügnern auf dem Lerchenberg präsentierte „Timmi Allen“ in Wahrheit Olaf Neitsch heißt und eine bewegte Vergangenheit beim MfS, als Kneipier, in der Versicherungsbranche sowie als Pixelgärtner in »Second Life« hat. Genau der richtige Mann also, um russische Satellitenbilder zu analysieren, wenn das Pentagon mal keine Kapazitäten frei hat und die Lügner in Mainz irgendeinen Stuss benötigen, der ihre Propaganda untermauert.

Wie Spiegelkabinett jetzt in einem WELT-Artikel entdeckt hat, gibt es offensichtlich Kooperationen zwischen Bellingcat und dem Atlantic-Council:

Ein neuer Bericht des US-Thinktanks Atlantic Council nutzt für dieses Puzzle nun digitale Instrumente – Bilder und Videos aus sozialen Netzwerken und Satellitenaufnahmen von Google Earth. Zu den Autoren gehören der ehemalige US-Botschafter in der Ukraine, John Herbst, und der Gründer des journalistischen Investigativprojekts Bellingcat, Elliot Higgins.(WELT)

Leider ist der SPIEGELKABINETT-Artikel etwas schludrig, aber dennoch als zusätzliche Informationsquelle lesenswert.

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