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presseclubDer Lügenpresse-Club der ARD ist für halbwegs informierte und eigenständig denkende Menschen nur schwer zu ertragen. Heuchelei, Doppelmoral, Hetze, dreiste Lügen, transatlantische PR-Profis und teils wirklich strunzdumme sogenannte Journalisten wollen den Bürgern die Welt erklären. Im Anschluss heißt es dann: „Ihre Fragen, bitte!“

Die hierzulande aus politischen Motiven (in Wahrheit geht es dem DFB – und den mit ihm in finanzieller Symbiose lebenden Medien – um den schwindenden Einfluss und um mehr Profite) aufgebauschte Skandalisierung der Korruption bei der FIFA ist ein Paradebeispiel für diese Verdummung und die Funktion des „Presseclub“ als Werkzeug der öffentlichen Meinungsmache. Man muss nur einmal das Archiv dieser Sendung durchforsten, auf der Suche nach einer einzigen kritischen Sendung über die herrschende Koalition, um zu erkennen, dass dieser staatliche „Schmierenjournalismus“ aber auch gar nichts mit einer Vierten Gewalt zu tun hat, deren Aufgabe und Selbstverständnis es sein müsste, die herrschenden Politiker zu kontrollieren.

Erwartungsgemäß war auch heute das Thema des Tages die sattsam bekannte Korruption bei der FIFA. Das Niveau der Sendung war (wieder einmal) unterirdisch. Frech wurde zum wiederholten Male von der komplett ahnungslosen Moderatorin Ellen Ehni in die Kamera gelogen, es gäbe Hinweis auf Korruption bei der Vergabe der zukünftigen WM-Standorte nach Russland und Katar. Eine freche Lüge! Tatsächlich gibt es Hinweis auf Korruption bei der Vergabe nach Katar – für die UEFA-Verbände gestimmt hatten (sic!). Es gibt aber keine Hinweise auf Korruption bei der Vergabe nach Russland und mit Blick auf Katar ist klarzustellen, dass Blatter selbst nicht für Katar, sondern für die USA gestimmt hatte. Katar hatte sich aber am Ende gegen die USA durchgesetzt – wundert sich jemand, dass jetzt kurz vor der FIFA-Wahl das FBI Weltpolizei spielt?

Ein Abgrund an Lügen, Dummheit und vorsätzlicher Desinformation. Höhepunkt der Verblödung – und deswegen wollen wir ihn hier genüsslich herausstellen – ist ein Beitrag von Christoph Schwennicke (früher SPIEGEL, heute Chefredakteur (sic!) beim CICERO). Er steht so beispielhaft für Dummheit, Ressentiment, die Perpetuierung von Feindbildern und das grottige Niveau dieser Sendung, dass man sich den folgenden kurzen Mitschnitt genüsslich auf der Zunge zergehen lassen sollte:

Sepp Blatter sieht sich selbst als Mafiapate? Kann das sein? Jetzt mal ganz davon abgesehen, ob man des Englischen mächtig ist oder nicht, ist es denkbar, dass sich der gewählte Vorsitzende der FIFA selbst öffentlich als Mafiaboss bezeichnet oder sich auch nur insgeheim so betrachtet? Wenn man – anders als Schwennicke – nur halbwegs bei Verstand ist, muss man da doch wohl gehörige Zweifel haben.

Selbstverständlich ist das, was Schwennicke da rumtrötet, kompletter Bullshit. Selbstverständlich sieht Blatter sich nicht als Mafiapaten und wenn er wollte, könnte er dem Trottel Schwennicke vermutlich eine Verleumdungsklage um die Ohren hauen, die sich gewaschen hat. Die einfache Erklärung: Blatter hat tatsächlich von sich selbst als „Godfather“ gesprochen. Er sehe sich als „Godfather“ des Frauenfußball – so der korrekte Zusammenhang, der schon stutzig machen sollte – eine Frauenmafia? WTF?

Guardian_Blatter_Godfather240Hier das komplette Zitat:

“I consider myself a little bit as a godfather of the organisation of women’s football in Fifa,” Blatter said, while accepting that “there is still a lot to do”. (Guardian)

Also hat er doch „Godfather“ gesagt? Selbstverständlich! Und wer – anders als Schwennicke – des Englischen mächtig ist oder auch nur in der Lage, sich selbst zu informieren, der weiß auch, was Blatter damit tatsächlich gemeint ist:

godfather = Patenonkel, Pate, Götti, Taufpate, Firmpate, Taufzeuge,…

Wie strunzdumm muss man eigentlich sein, zu glauben, Blatter würde sich öffentlich hinstellen, die FIFA als Mafia-Familie darstellen und sich selbst als obersten Mafia-Pate bezeichnen? Unfassbar! Aber genau das tut Schwennicke hier. Selbstverständlich sieht Blatter sich als Patenonkel, als Schirmherr des Frauenfußball und nicht als „Godfather Corleone“. Dass Schwennicke im öffentlichen Rundfunk unwidersprochen so einen hirnrissigen Blödsinn verbreiten kann, sagt eigentlich alles über die durchweg hanebüchene Sendung und auch viel über die verlogene Kampagne in den Medien.

Verstehen wir uns nicht falsch: Selbstverständlich gibt es in der FIFA Korruption – wie überall, wo es um viel Geld geht. Natürlich muss die bekämpft werden und da hat die FIFA zweifellos noch eine Menge Luft nach oben. Aber was hier in der Lügenpresse abläuft ist politisch motivierte Propaganda, Dummheit, Lüge und Desinformation auf einem erbärmlichen Niveau, das nicht einmal ein Sepp Blatter verdient hat.

Heute Abend gehts beim Hetzer Günther Jauch weiter. Wetten, dass der Mafia-Blödsinn dort erneut aufgetischt wird?