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Einer verdient immer am Krieg

Kürzlich haben wir hier darüber berichtet, wie Dirk Pohlmann die US-amerikanische Strategie dokumen- tierte, mit Hilfe erfundener U-Boot-Sichtungen, Angst und Besorgnis vor einer angeblichen russischen Aggres- sion zu schüren. Diese Kriegshetze diente und dient dazu, ein Feindbild und Bedrohungsszenario aufrecht zu erhalten, mit dem die USA geo- politische Vormacht durchsetzen: Aufrüstung, Einbindung der Vasallen- staaten in die NATO, Konterkarierung friedenspolitischer Initiativen (wie im konkreten Fall Olof Palmes) und die Mär vom „Schutz der Freien Welt“ durch die USA.

Diese mediale Strategie der Spannung erleben wir heute erneut in den – mittels transatlantischer Netzwerke – aus den USA gelenkten Medien von ARD bis ZEIT. Da werden reihenweise russische U-Boote erfunden oder militärische Abfangaktionen im Luftraum inszeniert, um der Bevölkerung eine Bedrohung zu suggerieren, die überhaupt nicht existiert. Das jüngste Beispiel ist gerade drei Tage alt: Spiegel, Welt, Bild, N24, Frankfurter Rundschau, etc.

war-propaganda_quietAuf der anderen Seite werden – ganz wie Noam Chomsky es für die USA ausführlich dokumentierte und analysierte – eigene Verbrechen oder die politische und finanzielle Unterstützung von Verbrechen, die der eigenen Seite dienlich sind, totgeschwiegen, verharmlost oder gerechtfertigt. Dahinter steckt eine Doppelmoral, die die USA als „Gut“ und alle Staaten, die sich nicht den USA unterwerfen, als „Böse“ unterteilt. Gegen diese als „Böse“ gebrandmarkten Staaten ist wiederum jedes Verbrechen recht, weil es ja „der guten Sache“ dient.

Ein Angriff auf die zivile Luftfahrt, der in westlichen Medien nie stattfand

c5lviv

11.April 2015 Lwiw

Stellen wir uns vor, russische Kampfjets hätten eine US-amerikanische Lockheed C-5 Galaxy bei ihrem Versuch abgedrängt, militärische Güter in die Ukraine zu schaffen, mit denen das Poroschenko-Regime seinen Krieg gegen die aufmüpfige Bevölkerung fortsetzen und womöglich noch ausweiten kann. Die Russen hätten dann die Landebahn bombardiert, um weitere Lieferungen zu verhindern.

Wäre das tatsächlich passiert, hätte es in deutschen Medien einen Alarm, eine nochmal verschärfte antirussische Hetzkampagne und Sondersendungen gegeben, die sich jeder lebhaft vorstellen kann. Die medialen Maulhuren und Callboys der USA hätten buchstäblich hyperventiliert. Wenn aber genau dieses erdachte Szenario, nicht von russischen Kampfjets, sondern von den verbündeten demokratischen, rechtsstaatlichen und humanistischen Saudis in US-amerikanischen Kampfjets tatsächlich im Jemen gegen einen iranischen Airbus mit Hilfsgütern praktiziert wird, dann wird man darüber in der deutschen Lügenpresse und den staatlichen Lügenmedien ARD und ZDF kein einziges Wort finden.

Saudi Arabia F-15 jet fighters threaten Iranian Airbus A310 in Yemen sky240

Saudi Arabia F-15 jets threaten Iranian Airbus in Yemen sky

Dieser höchst kriminelle und gefährliche Eingriff in den Luftraum geschah tatsächlich vor drei Wochen am 23. April. Er ist durch Berichte der iranischen Nachrichtenagentur FARS genauso belegt, wie durch das atemberaubende Handyvideo eines Passagiers, das man sich auf youtube anschauen kann. Bis heute gab es kein Wort darüber in den Nachrichten- sendungen von ARD und ZDF!

Was wir vorgesetzt bekommen ist Notdurft-Journalismus
Kann die gezielte politische Propaganda der Lügenpresse eindrucksvoller bestätigt werden, als durch dieses Beispiel? Auf der einen Seite eine erfundene Kriegsgefahr und herbeifantasierte gefährliche Flugmanöver, während andererseits echter Krieg, Bombardements und Attacken auf zivilie Luftfahrt totgeschwiegen werden. Das Leben der Iraner oder Jemeniten an Bord des Airbus und unten auf dem bombardierten Flughafen, die notleidende jemenitische Bevölkerung, das internationale Recht und in besonderem Maße journalistisches Ethos, zählen für diese Presstituierten in westlichen Medien nicht das Geringste. Was uns vorgesetzt wird ist lupenreine Propaganda, himmelschreiende Doppelmoral und ein Notdurft-Journalismus, der immer dann, wenn die Verbrechen des Westens bemäntelt werden sollen, nur gerade das berichtet, was unbedingt notwendig ist und was er durfte.

Mittlerweile hat der Iran ein Frachtschiff mit Hilfsgütern auf die Reise in den Jemen geschickt und klargestellt, dass jeder Angriff auf dieses Schiff als Kriegserklärung gegen den Iran betrachtet wird. Auch hier werden wir wohl erneut sehen, dass entweder gar nicht berichtet oder die Hilfslieferung als mutmaßliche militärische Unterstützung kriminalisiert werden wird. An Bord ist Christoph Hörstel, der in einem Telefon-Interview mit NuoViso auch auf den Angriff der Saudis auf den iranischen Airbus eingeht.

NuoViso: Christoph Hörstel berichtet telefonisch von Bord der „Iran Shahed“

Es ist nicht möglich – und auch nicht Ziel dieses Blogs – an dieser Stelle die komplexen Zusammenhänge und Hintergründe des Konfliktes im Jemen darzustellen. Dafür gibt es andere sehr gute Quellen – vor allem abseits der gleichgeschalteten deutschen Lügenmedien. Was die Staatsmedien angeht, kann man sich zur Lage im Jemen eigentlich nur die seltenen Berichte und Erläuterungen von Michael Lüders anschauen, ohne für dumm verkauft zu werden. Empfehlenswert ist ein aktueller Artikel in der freitag-Community, weil er die Hintergründe verständlich macht und ein schon im März von RT-Deutsch gesendetes Interview mit Aktham Suliman, der dort ebenfalls politische Zusammenhänge erklärte.