Schlagwörter
Desinformation, Diffamierung, Gekaufte Journalisten, Lügen, Staatsmedien, Streikrecht, Verschweigen, Verzerren
„Der längste Mega-Bahnstreik in der Geschichte des Universums!“
Der Bundesverkehrsminister „ist in Fahrt…angesichts des längsten Streiks in der Bahngeschichte.“, behauptete Annekarin Lammers gestern in der tagesschau. Der angesprochene Dobrindt präsentiert sich dann aber anschließend so sehr „in Fahrt“ wie eh und je, heißt, wie ein Lanz Bulldog auf Salböl. Der herbeifantasierte Gemütszustand des bayrischen Verkehrsministers war aber nur die kleinere Lüge, mit der die tagesschau ihre Berichterstattung über den neuen Streik der GdL aufpeppte. Die Behauptung, es handele sich um den „längsten Streik in der Bahngeschichte“ ist so reisserisch wie unwahr.
Wer gestern und heute die wiedermal 1,2 gleichgeschaltete und agitatorische Kampagne gegen die GdL betrachtete, kann diese Lüge erneut in quasi allen Staats- und Konzernmedien finden. Eine kleine Auswahl:
Diese Kampagne, die wieder einmal mit persönlichen Angriffen auf den Chef der Gewerkschaft Weselsky einhergeht, hat mit Berichterstattung nichts zu tun. Tatsächlich geht es ausschließlich darum – ganz im Sinne von Staats und Wirtschaftsbossen – öffentlichen Druck gegen die organisierten Arbeitnehmer zu erzeugen. In Wahrheit entscheidet natürlich nicht Weselsky über Streik oder nicht Streik, sondern Gewerkschaftsmitglieder und Tarifkommission.
In gleichem Maße, wie die Angriffe der Lügenmedien gegen Weselsky gefahren werden, wird die Bahnführung erneut komplett aus der Schusslinie genommen und Personalchef Weber als armes Opfer präsentiert, das ja gerne einen Abschluss machen würde.
War die Berichterstattung in der tagesschau – trotz der Lügen – noch halbwegs erträglich, so redete Caren Miosga sich später in den tagesthemen tatsächlich in die „Fahrt“, die ihre Kollegin dem Verkehrsminister zwei Stunden zuvor angedichtet hatte.
Miosga: „Wollen Sie jetzt mit dem Kopf durch die Wand und demnächst sogar unbefristet streiken?“
Mit sachlichem Journalismus hat das natürlich nichts zu tun. Hier wird ganz unverfroren im Sinne der Regierung und der Wirtschaft Stimmung gegen Arbeitnehmer gemacht, die nichts anderes tun, als von ihrem Recht auf Streik Gebrauch zu machen. Dazu passt die Fehlinformation im ARD- Teletext, die GdL habe ein Schlich- tungsangebot abgelehnt. Richtig ist: die GdL hat Forderungen der Bahn nach einem Schlichtungsverfahren zurückgewiesen.
Im ZDF heute-journal sah das keineswegs besser aus. Auch der Desinformations-Kleber beginnt die Berichterstattung über den Streik mit der Skandalisierung des „längsten Streik in der Geschichte der Bahn AG“. Die 34.000 Mitglieder zählende GdL wird – wie schon gewohnt – „klein“ gemacht. Die Propaganda-Botschaft: So ein paar größenwahnsinnige Bahner dürfen doch nicht die Wirtschaft lahmlegen. Dieses Narrativ von „der kleinen Gewerkschaft“ – tatsächlich reden wir hier über 34.000 Mitglieder – soll darüberhinaus den Bestrebungen der Regierung, ein Tarifeinheitsgesetz durchzusetzen, den Boden bereiten. Dieses Gesetz soll „die große Macht kleiner Gewerkschaften brechen“, weiß das ZDF.
Angefüttert wird die Stimmungsmache dann mit der sattsam bekannten Masche der ausgewählten Bürger auf der Straße, die genau das ins Mikro sagen, was die Agitatoren hören wollen. Stimmen, die das Recht der Gewerkschafter auf Streik unterstützen, werden erwartungsgemäß nicht gesendet.
Als nächstes wird mit Reiner Hofmann ein GdL-Gegner aus dem eigenen Gewerkschaftslager präsentiert, von dem schon seit langem bekannt ist, dass er gegen die Ziele der GdL agitiert. Nachdem Kleber den Zuschauern erklärt hat, dass die Väter des Grundgesetzes, das Recht auf Streik in der Verfassung festgeschrieben haben und wie die Gesetzespläne der Regierung aussehen, wird Hoffmann – der in den Tarifkonflikt gar nicht involviert ist – erneut und ausführlich von Kleber interviewt, um die Position der GdL zu untergraben.
Am Ende der Meinungsmache stellt Kleber immerhin klar, dass es eben nicht der längste Streik in der Geschichte der Bahn ist, sondern lediglich der längste Streik in der Geschichte der gerade etwas mehr als 20 Jahre alten „Deutsche Bahn AG“. 1992 gab es einen Streik, der 11 Tage dauerte und damals zu einem Verkaufsboom für Fahrräder führte. Man kann davon ausgehen, dass das ZDF zu dieser Klarstellung durch Proteste von Zuschauern gezwungen werden musste, denn schon im November behauptete das heute-journal – wie viele andere Lügenmedien auch -, dass es sich bei dem damals gerade einmal 4-tägigen Streik, um den „längsten Bahnstreik aller Zeiten“ handelte.







Hier mal ein kritischer Bericht aus dem Mainstream wie er sein sollte(das es sowas noch gibt macht dann doch ein wenig Hoffnung)http://www.huffingtonpost.de/2015/05/04/bahnstreik-laecherlich_n_7203828.html
Hinweis: Unbedingt die Rede von Weselsky anhören! (Ist gerade vorbei, kam auf Phoenix)
Der redet Tacheles mit Bahnvorstand, Politikern und MSM.
Ein Hoffnungsschimmer!
Habe mir eben die Rede von Weselski angesehen. Der Mann ist ja sowas von erfrischend! Mit sächsischem Humor, konsequent und überzeugend. Und die GDL bleibt bei ihren Forderungen! Kaum vorstellbar: Grube verkündet heute elf Uhr in der Öffentlichkeit, er habe der GDL einen neuen Vorschlag gemacht, dann nimmt er seinen Brief und schickt ihn mit der DHL auf die Reise, statt ihn schleunigst per Boten hinzubringen! Die Absicht, die Verhandlungen auf die lange Bank zu schieben, ist ja nun wirklich nicht mehr zu übersehen.
Huch, war nicht der Erste :-(
Und was haben die Medien daraus gemacht? Im Mittagsmagazin wurde fast nichts gesagt, nur Weselsky suggestiv interviewt. Der lies sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen.
Grube pullt die Merkel und tut so, als ob er mit der festgefahrenen Situation nichts zu tun hat, und jetzt gütlich schlichten möchte.
@Wurzelzwerg
„..Die Absicht, die Verhandlungen auf die lange Bank zu schieben, ist ja nun wirklich nicht mehr zu übersehen….“
…und hat Methode… Jeder Streiktag kostet die GDL ca. 200.000 Euro… Da heisst die Gegner-Methode: Wir machen es wie Merkel… ausssitzen!.. das kostet…
Weselsky wird sich trotzdem nicht unterkriegen lassen….:)
Die haben aber den Beamtenbund hinter sich, und der hat Geld genug.
@freierlinker
Die Beamten haben es meist leicht, weil sie nicht streiken müssen (nicht dürfen), da sie bei vielen Streiks und deren Errungenschaften automatisch provitieren, ohne eine eigene Aschbacke vom Beamtenstuhl gelüftet zu haben…
Das ist, zum Teil, Blödsinn, befasse dich mal mit dem Thema Besoldung(Ja, das betrifft auch Beamte ;-) )
http://de.wikipedia.org/wiki/Besoldung
http://www.dbb.de/service/entgelttabellen-und-beamtenbesoldung.html
Tut mir leid, Ihr Zeugs lese ich nicht mehr…;)
;)
@ Faunaflügel
Deshalb machen die das ja. Trotzdem finde ich diese Haltung gut:
Willi Russ (2. Vorsitzender des DBB) sagte im Dezember 2014 im Spiegel (Print):
„Am Geld, das sag’ ich Ihnen ganz klar,wird dieser Streik nicht scheitern. Es geht hier um eine existenzielle Frage. Das schweißt alle Gewerkschaften im Beamtenbund zusammen. Da wackelt keiner einen Millimeter.“
Vergeßt eines nicht: Der EURO wurde nur erfunden, um die Macht der Gewerkschaften zu brechen und die – für jedes EU-Regime bald unbezahlbaren – sozialen Errungenschaften zurückfahren zu können. Zusammen mit der Einstellung der lockeren Kreditpolitik vor 2006 verhält sich das System bald so wie ein Drogenabhängiger, dem sein Spice weggesperrt wurde: http://t.co/e2GQ8E5ju2
In Frankreich – dem 2.wichtigsten Land der EU – wird ab September die €1000 Bargeldbeschränkung eingeführt und der gallische „Patriot Act“ ist nach dem Charlie Hebdo Schwindel Tatsache: http://www.zerohedge.com/news/2015-05-05/following-terrorist-fighting-ban-cash-france-passes-le-patriot-act
@ farsight3
Zu dem zitierten Zero Hedge – Artikel gibt es heute eine deutschsprachige Version online bei den „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“.
.
Ein ganzes Buch ist auch soeben zu dieser Thematik erschienen:
Gerhard Wisnewski, Die Wahrheit über das Attentat auf Charlie Hebdo –
Gründungsakt eines totalitären Europa
Die französischen Machthaber gehen voran, weil den französischen Banken und der französischen Volkswirtschaft das Wasser bis zum Hals steht. Die französischen Banken sind völlig überproportional in den beiden Staatsbankrott-Kandidaten Spanien und Italien investiert… und die Französische Wirtschaft bräuchte eine Abwertung um 30%, die durch das Fehlen einer eigenen Währung nicht sozialverträglich möglich ist…
also drohen Unruhen / der Front National.
Daher die Maßnahmen der Machthaber, sich vor der steigenden Unzufriedenheit und Wut in der Bevölkerung zu schützen zu versuchen.
Die EU ist von Anfang an als antidemokratische, totalitäre Struktur veranlagt von ihren Inspiratoren – das tritt jetzt immer mehr ans Licht der Sonne.
Natürlich, dass durfte nicht fehlen. Das IFO-Institut veröffentlichte gestern, natürlich rein zufällig, eine Studie: Nahverkehrsstreiks kosteten Pendler täglich 4,8 Millionen Euro
In der Studie heißt es:
„Streiks im öffentlichen Personennahverkehr führen zu einer stärkeren Nutzung von Autos, mehr Unfällen, mehr Verletzten und zu einer größeren Luftverschmutzung. Das haben Forscher des ifo Instituts und der Universität Passau in einer neuen Studie zu Streiks in fünf deutschen Großstädten herausgefunden.
Die Fahrtzeiten zum und vom Arbeitsplatz verlängerten sich an Streiktagen um durchschnittlich 9,3 Prozent. Allein ein eintägiger Streik in einer Stadt verlängerte die Fahrtzeiten um 91.700 Stunden oder 2294 Arbeitswochen. Das entspricht Kosten von rund 4,8 Millionen Euro. Das ist vier Mal so viel wie die durchschnittlichen Einnahme-Verluste des jeweiligen Transport-Unternehmens, die pro Streiktag auf 1,2 Millionen Euro geschätzt wurden. Insgesamt entsprachen die Zeitverluste bei allen 71 untersuchten Streiks einer Summe von 338,6 Millionen Euro.
Die Autonutzungszeiten nahmen der Studie zufolge zu um 15 Prozent, die Zahl der Verkehrsunfälle um 14 Prozent und die Zahl der Verletzten um 20 Prozent. Die Luftverschmutzung erhöhte sich um 14 Prozent und die Zahl der kleinen Kinder, die wegen Atemwegsbeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert wurden, um 11 Prozent. Untersucht wurden 71 Nahverkehrsstreiks von 2002 bis 2011 in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt.“
Ich bin mal gespannt, wann das der GDL von Politik und Medien in die Schuhe geschoben wird.
Das Ifo-Institut ist überflüssig wie ein Kropf. Es hat laut Wikipedia 193 Mitarbeiter und kostet uns tagtäglich Unsummen an Geld – und das ganz ohne Streik.
Weg mit diesem Institut.
Die sollen sich Ihr Geld bei der Arge abholen.
Allmählich sind wir wieder auf dem Niveau von Herbert Marcuse „Der eindimensionale Mensch“: Der größte Feind der Freiheit ist ein glücklicher Sklave.“ Wann war das? 1969?
Ich hatte gehofft auf dieser Seite neutrale Informationen zum Konflikt zu finden. Jedoch werden lediglich die umgedrehten Feindbilder unsachlich und unfair dargestellt, um sich in den Kommentaren eine Verschwörungstheorie nach der anderen erzählen zu können.
Besonders das Totschlagargument Nr 1 „Lügenpresse“ findet wachsende Begeisterung und macht damit den gleichen Fehler wie die „Einheitspresse“. Dabei wäre es so einfach. Übt Sachlichkeit und strebt eine Presse an die es schafft immer beide Seiten eines Konfliktes darzustellen.
Übrigens hier ein Link der versucht sachlich die Fakten zu sammeln. Aber Vorsicht .. ist von der Lügenpresse ;)
Hier der Link
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/tarifrecht-gdl-evg-101.html
O O Mutti. Das endet wie das Hornberger Schießen. Fakten sehen anders aus:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=25943
Tja, irgendwie bist hier wirklich in der falschen Karawane!
Vielleicht hat die Mutti noch ein bisschen Zeit für weitere Infos neben der „Lügenpresse“. Die lügt zwar in der Tat selten, dafür aber manipuliert sie gezielt auf die schlimmste und subtilste Art und Weise, die man sich vorstellen kann.
Nicht für „die Wahrheit“ und sicher NICHT neutral (warum auch?), sondern nur als Puzzleteil zur Bildung einer eigenen Meinung.
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44842/1.html
Glauben Sie tatsächlich an neutrale Information in diesem unserem System?
Wer ist neutral in einem System das Egoismus und unsoziales Verhalten belohnt?
Sie vielleicht?
Glauben Sie das tatsächlich?
ich kann es mir leider auch (noch) nicht ganz leisten.
Aber mein bemühen ist weit fortgeschritten und ich merke wenn mich der Selbsterhaltungstrieb von Zeit zu Zeit zu einem ekeligen „Systemling“ werden lässt.
„Vielleicht hat die Mutti noch ein bisschen Zeit für weitere Infos neben der “Lügenpresse”. Die lügt zwar in der Tat selten, dafür aber manipuliert sie gezielt auf die schlimmste und subtilste Art und Weise, die man sich vorstellen kann“
Blödsinn! Die Maulhuren der Lügenpresse lügen ihren Restlesern tagtäglich rotzfrech ins Gesicht.
Können sie ja auch, solange ihre Restleserschaft , so wie Sie, sie für ihre ungeheurlichen Lügen auch noch in Schutz nimmt.
transatlantische Lügenpresse = Hochkriminell!
@Mutti.. Gell, in der Lügenpresse ist es langweilig… wäre ich an Ihrer Stelle auch zur Konkurrenz marschiert… Hier gibts allerdings kein Geld für Propaganda (soweit ich weiss)…. also am besten eine andere Karawane suchen…
Frau Merkel , sind Sie es ?
Ein -echter- Merkel-troll sozusagen …. ;-)
„Neutrale Informationen“ ? :-O
Eine Information ist nicht neutral. Allenfalls die Berichtertattung darüber könnte es sein. Und GENAU DAS ist NICHT der Fall, wie im Artikel bereits anhand der Schlagzeilen aufgezeigt.
Übrigens auch bei nicht aufgeführten Zeitungen. Die Textinhalte sind inhaltlich immer dieselben.
Sie beschweren sich tatsächlich über ein „Totschlagargument „Lügenpresse“ und kommen noch kurz davor selbst mit dem Totschlagargument „Verschwörungstheorie“ ??? Respekt !
Sie machen grade Ihr Praktikum ?
Tipp: Vermeiden Sie, wenn Sie damit erfolgtreich werden wollen, solche Widersprüche INNERHALB von sowenig Zeilen …
@Mutti:
„…um sich in den Kommentaren eine Verschwörungstheorie nach der anderen erzählen zu können.“
So, so, hier soll es also Verschwörungstheoretiker geben, das wusste ich ja noch gar nicht. Wenn das so wäre, wäre das aber nicht schlimm, sondern schön. Stellen Sie sich mal vor, hier würden sich Verschwörungspraktiker unterhalten.
Sehr geehrte Mutti (von wem auch immer)
die Streiks sind einzig und allein vom Bahnvorstand zu verantworten und der Politik.
Um unabhängigen Gewerkschaften die Handlungsfähigkeit zu nehmen, hat man sich zwischen Wirtschaft und Politischen Handlangern darauf geeinigt ein Tarifeinheitsgesetz zu schaffen. Dieses geplante Gesetz ist klar rechtswidrig und soll Artikel 9 Abs. 3 Grundgesetz aushebeln:
(3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_9.html
Nachdem nun unsere Politiker öffentlich die Schaffung dieses rechtswidrigen Gesetzes verkündet haben, blockiert der Bahnvorstand die Tarifeinigung mit der GdL um dann nach Beschluss dieses Gesetzes die GdL unter den schlechteren Tarifvertrag der Transnet-Restgewerkschaft zu zwingen, der zudem die spezifischen Probleme der Lokführer mit der hohen Verantwortung und dem Schichtbetrieb nicht so im Fokus hat.
Der Bahnvorstand brüskiert hier die Leute die tagtäglich die Bahn benutzen und tut seine Schuld dann noch der GdL unerschieben.
Mit wenigen Worten alles gesagt. Prima.
Naja, Lügenpresse trifft es fürleicht nicht immer, nehmen wir mal den neusten Artikel, heute, auf SPIEGEL:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/claus-weselsky-von-der-gdl-sturheit-wird-sich-auszahlen-a-1032241.html
Die Informationen, gerade zum Tarifeinheitsgesetz, in dem Artikel sind korrekt, dass was mich daran stört ist eher die etwas undifferenzierte Darstellung der, so geduldig kompromissbereit auftretenden, Bahn und der, giftigen Zwergen-Gewerkschaft, GDL.
In dem Falle lügt die Presse nicht unbedingt, sie gibt dem Leser nur eine kleine hässliche Meinung über die Protagonisten mit. Das könnte man auch Manipulation nennen.
fürleicht==vielleicht, dass schleicht sich bei mir immer mal ein :/&
Natürlich lügt die Lügenpresse nicht ausschließlich. Jedenfalls noch nicht.
Aber letztlich ist es das Fazit, dass über Lüge oder Wahrheit entscheidet und das lautet laut Lügenpresse:
die Ukraine ist „auf dem Weg in die Demokrtie“, Faschisten gibt es nur vereinzelt.
Gewerkschaften die für ihre Mitglieder kämpfen sind schädlich für die Gesellschaft
Und das sollen keine Lügen sein?
So ist das halt wenn man Berichte/ Artikel schreibt die Spielraum für Interpretationen bieten, mein Beispiel bezog sich indrekt auf diesen Spielraum, denn, der eine Leser fühlt sich von der Umschreibung der GDL oder der Bahn umschmeichelt, ein anderer Leser findet es abstossend. Würde man Klipp und Klar nur die Fakten berichten ohne dieses tendenziöse Gedöns, dann müsste man sich als Konsument/ Leser/ „Supporter“/ Rezipent selbstsständig eine Meinung bilden aber das ist ja nicht gewünscht und entspricht offensichtlich auch nicht dem Bildungsauftrag.
Zusatz: Zu dem Gedöns kommt dann meist noch das weglassen von Informationen hinzu, dazu gleich einmal der aktuelle SPIEGEL Artikel zum Statement Grube, heute 11h: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-streik-matthias-platzeck-soll-vermittler-werden-a-1032348.html
Herr Grube sagte in dem Interview noch folgendes, er wolle nicht, hin Hinsicht auf das Tarifeinheitsgesetz, auf Zeit spielen, dann kam der Vorschlag mit Platzeck, den ich – bis zur, Vorraussetzung dafür wäre der sofortige Stopp des Streikes, gut fand. Keine weiteren Zahlen, kein aufeinander zugehen, nur Zeitschindung – mehr war es dann auch nicht.
Hätte der SPIEGEL einfach nur eine Mitschrift abgedruckt, dann könnte man auch zu dem, meinem, Schluss kommen – oder eben auch nicht.
bub ich bin schon immer ein linker – habe spd und grüne immer gewählt – nie wieder – gehe aber zum wählen – seit 40 jahren spiegel und taz leser – gewesen – ich spreche hier auch von lügenpresse denn wenn ich nur mit halbwahrheiten arbeite ist das nichts anderes als eine lügenpresse die das dümmliche volk zu manipulieren – ich gehöre nicht dazu
also dieser belastete begriff ist mehr als angebracht und gerechtfertigt
hinzu kommt – der bahnvorstand ist seit jahrzente – 3 – von automobillisten verseucht bzw. unterwandert und zocken millionen ab für ihre lkw politik
Da knechtet sich die Menschheit wiederstandslos in die schleichende Sklaverei und wenn jemand dagegen ankämpfen möchte wird er ausgeschimpft.
Und das aus reiner Bequemlichkeit.
Null unterstützung der Gesellschafft, null Weitsicht, nur Bedürfnisse und Angs…
Wie in jedem Totalitären System, legen sich die Menschen nur selber in Ketten.
Anstatt den Peiniger zu stürtzen bekämpfen sich die Gepeinigten.
Verkaufen sich für die paar Krümmel die einem zugeworfen werden.
Wieviele Jahrtausende denn noch?
Was ist los mit der Intelligentesten Rasse auf Erden?
Konsum Arbeit, mehr Konsum, mehr Arbeit, noch mehr Konsum…
Jahr für Jahr.
Und am Ende mit Burnout oder Herzproblemen im Krankenhaus landen, wärend das Haus voller Plunder ist.
Das wird sich erst ändern, wenn wir aufhören ständig nach Feindbildern zu suchen. Wir verstehen langsam selbst am Arbeitsplatz mitzureden und zu gestalten. Wir verstehen langsam, dass der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer im gleichen Boot sitzt und sich nicht bekriegen darf um nicht unterzugehen. Leider verstehen das gerade die älteren Generationen nicht. Da ihr Leben vom Arbeiterkampf und ihren Errungenschaften geprägt war. Und was man einmal gelernt hat will man irgendwann nicht mehr hinterfragen.
„…Wir verstehen langsam, dass der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer im gleichen Boot sitzt und sich nicht bekriegen darf um nicht unterzugehen….“
Aber klar doch… deswegen dürfen in vielen Jobs die Leute 24 Std. am Tag erreichbar sein, damit die Konzerne den Profit noch weiter steigern können….
Die werden auch gleich bezahlt – gelle.
Das ist wie mit dem Psychiater und dem Gustl Mollath – die sitzen im gleichen Boot.
Kopfschüttel.
„Wir verstehen langsam, dass der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer im gleichen Boot sitzt blablabla…laber lull palaver“.
Das ist gar nicht mal so falsch. Im gleichen Boot – irgendwie erinnert mich das an folgende Szene, die Rollen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern waren damals schon ganz ähnlich wie in heutigen Großkonzernen. Deutlich erkennt man auch den renitenten Kleingewerkschafter, der den Boss mit Blicken bereits provoziert und sich garantiert gerade einen Streik ausdenkt. Dabei sitzen die doch alle im gleichen Boot…
@Max L. super Beispiel!
Mit dem feinen Unterschied, dass es für „Arbeitgeber“ Rettungsboote gibt, die sie beim Untergehen des Bootes mit gefüllten Taschen besteigen dürfen, während die Ruderer ersaufen.
Ich verbitte mir das Wort Wir, denn offensichtlich haben Sie noch immer nicht verstanden, was Harz IV wirklich für unsere Gesellschaft und für jeden einzelnen noch Arbeitnehmer bedeutet und wie das in den letzten Jahren ausgenutzt worden ist.
Wie gestern im Handelsblatt zu lesen war, haben sich die Arbeitgeber der Bahn die eigenen Gehälter um 174% erhöht, da ist es wahrlich eine Unverschämtheit, wenn die frechen Lokführer neben 3% auch noch weitere Forderungen haben.
Erkennen einfach nicht, dass sie doch im selben Boot wie ihre Arbeitgeber sitzen!
das ist nur schwachsinn
Wir verstehen dies verstehen das.
Verstehen, daß man keine Feindbilder machen sollte und nehmen im selben atemzug die ältere Generation als Feindbild?
Ne ich verstehe gerade garnichts. Boote hin oder her…
http://www.nachdenkseiten.de/?p=25943
„Bahnstreik – Die Bundesregierung legt die Republik lahm
Verantwortlich: Jens Berger
Ab heute weitet sich die nunmehr achte Runde im Arbeitskampf der Eisenbahner auch auf den Personenverkehr aus und man darf getrost davon ausgehen, dass auch in dieser Streikrunde für die allermeisten Medien der „Schuldige“ bereits feststeht: GDL-Chef Claus Weselsky. Doch so einfach ist es nicht. Schaut man ein wenig hinter die Kulissen, entdeckt man schnell, dass es vielmehr die Deutsche Bahn AG ist, die durch ihre Blockadehaltung ein Ende des Arbeitskampfs verhindert. Dabei wird sie ganz maßgeblich vom Bund unterstützt, der die DB AG zu 100% besitzt. ….
….
Gesetz zur Tarifeinheit wirkt als Eskalation
Da liegt natürlich der Verdacht nahe, dass die Deutsche Bahn überhaupt kein Interesse daran hat, schnell und konfliktfrei zu einem Abschluss mit der GDL zu kommen. Und dies ist aus rein strategischen Gründen auch absolut logisch. Sollte nichts mehr dazwischenkommen, wird die Große Koalition bereits im Juli dieses Jahres den Gesetzvorschlag der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für das Gesetz zur Tarifeinheit verabschieden und dann wird es für die GDL ohnehin nahezu unmöglich, ihren Arbeitskampf fortzuführen.
…. „
Wurden nicht gerade von Arbeitgeberseite in der Vergangenheit oft christl. Gewerkschaften installiert, um Löhne zu drücken? Da war dann von Tarifeinheit nicht die Rede. Das Magazin „Umschau“ des MDR hat heute einen imho ausgewogenen Beitrag zum Thema gesendet.
http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/sendung526742_letter-U_zc-6e982065_zs-dea15b49.html
(Der Bahnstreik und das Taerifeinheitsgesetz)
Weselsky macht das schon klasse und läßt sich nicht die Butter vom Brot nehmen.
Erinnern Sie sich noch an die kleine Diskussion über´s Finanzsystem. Liest man in der Art und Weise in einem deutschen Massenmedium eher selten:
http://www.focus.de/finanzen/experten/rohmann/waehrungskrieg-wie-die-usa-mit-der-dollar-waffe-die-welt-beherrschen_id_4289973.html ( http://www.realgeld.com/grund-wissen/inflation-deflation/alan-greenspans-legendarer-aufsatz-uber-gold-1966 )
Sry für ot
Vielen Dank dafür, die unsagbar dreckige mediale Schlacht gegen die GDL mit diesem hervorragenden Artikel in die „Hauptnachrichten“ der Propagandaschau gehoben zu haben!
Es geht nämlich um wirklich viel: Neben den konkreten Inhalten des Arbeitskampfes zwischen der Bahn und der GDL geht es ja ganz allgemein um eine bis dato so noch nie da gewesene konzertierte Aktion einer ganzen Regierung im Verbund mit ihren gesammelten Staatsmedien gegen eine ihre legitimen Rechte wahrnehmende Gewerkschaft im klaren Sinne eines grandiosen „Union Busting“!
https://www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-stiftung/aktuelles/union-busting-in-deutschland.html
http://arbeitsunrecht.de/gegen-streiks/
DGB und ver.di, seit Jahren völlig paralysiert von der süchtigen Inhalation neoliberaler Bewusstseinstrüber sind ja schon längst als Bettvorleger der Arbeitgeber gelandet und wirken zumindest wie ihre hauseigenen Union-Busting-Abteilungen. Die so genannte „Sozialpartnerschaft“ (ein sowieso seltsamer Euphemismus für etwas Unvereinbares) innerhalb der deutschen Tarifgeschichte mag, was ich nicht beurteilen kann, für die selige Zeit der „Sozialen Marktwirtschaft“ gegolten haben; seit dem Erblühen des Neoliberalismus ist sie definitiv Makulatur. Die Deutschen sind eben vor allem auch durch die maßgebliche Mitwirkung der großen Gewerkschaften bei ihrer eigenen Demontage und Marginalisierung völlig entwöhnt vom Sinn und der unersetzbaren Wichtigkeit starker, hart kämpfender Gewerkschaften im Kapitalismus.
Mit dem – konzertierten – Kampf gegen die GDL blasen Regierung und Medien nun das Halali zur endgültigen Zerlegung jeglicher gewerkschaftlichen Arbeit, die gegen ihr längst beschlossenes Todesurteil aufbegehrt.
Auch bei der Gefahr naheliegender Projektion: Für mich ist Claus Weselsky wirklich ein Held! Chapeau!
gut gesagt!
Mag sein, dass ich mich ins Terrain der Verschwörungstheoretiker begebe. Aber als Mensch mit DDR-Wurzeln kann man schon den Verdacht haben. Denn Weselsky íst Sachse wie ein Moderator bemerkte. Ist es schon jemandem aufgefallen, dass alles Böse aus dem Osten kommt? Als die Kampagne gegen die „neonazistischen“ Ostler auf dem ersten Höhepunkt war Anfang der 1990er Jahre, konnte man in bayerischen Medien lesen (nicht im Fernsehen!), wieviele Übergriffe auf Fremde und Obdachlose es dort gab. Die waren natürlich nicht „rechts“ gerichtet, „nur“ kriminell. Auch Verbrechen an Kindern gab es nur im Osten. Dann kamen die Anprangerungen gegen mutmaßliche „Stasi“-Leute. Ich hätte gerne meine Akte beim BND eingesehen! Es wurden sogar Berufsverbote und Strafrenten gegen diese IM verhängt. Die Altnazis (Mittäter in einem Massenmörder-Regime) bekamen nach 1945 hohe Renten oder stiegen sogar in Staatsfunktionen auf: Globke, Kiesinger, Lübke, Gehlen (BND), die Generäle Heusinger, Speidel u.v.a. Über Präsident Putin ist schon genügend gehetzt worden. Bleiben wir im Lande. Dass die Sachsen bei der PISA-Studie 2008 an erster Stelle waren vor den Bayern, ist keines medialen Lobes wert. Aber „die Sachsen“ wollen mit Pegida die herrliche Rechtsordnung stören und sie sind sowieso alle rechtsradikal und schlecht. Und was noch – vielleicht kommunistisch, Putin-Anhänger, antiamerikanisch? Im Moment „provozieren“ die Nachtwölfe als erwiesene Freunde der bösen Separatisten in der Ukraine und Anhänger des russischen Präsidenten unseren demokratischen Rechtsstaat. Aber die Massenmörder aus den USA dürfen sich hier tummeln und mit Drohnen Zivilisten als Kollateralschäden in den von Nato und USA „befriedeten“ Ländern abschießen.
Danke für die Aufmerksamkeit!
„Ist es schon jemandem aufgefallen, dass alles Böse aus dem Osten kommt? “
Das ist ja auch so, oder stehen Merkel und Gauck etwa für „das Gute“?
RAF 3 sollte ja auch die Ex-Stasi gewesen sein :D Der normale Ossi ist aber nett, aber der kommt nie hoch, Negativ-Auslese im Westen überall, keiner kommt hoch der nicht dunkle Flecken hat, das brauchen sie ja als NOT-AUS-Buzzer, falls der Politikdarsteller plötzlich auf die Idee kommt an seine Bürger zu denken (der größte Fehler)
Ich denke, – das ist aber nur meine Spekulation und nicht mehr – die standen beide bei den politischen Umbrüchen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR auf der Gehaltsliste der CIA und haben sich dabei für ihre heutigen Funktionen bewährt.
Ich habe noch gut in Erinnerung, wie Merkel mit GW Bush in den Irak-Krieg ziehen wollte – ganz Amerikahörig. Aktuell versucht sie im Interesse Amerikas TTIP zum Schaden Deutschlands durchzusetzen.
Es ist offensichtlich, dass Merkel USA-Politik betreibt.
Und – Gauck – wir können uns in Ostdeutschland die Leute leider auch nicht aussuchen.
@ Artikel 9 Grundgesetz
Joo. Alle diese dissidentischen Gruppierungen und „Parteien“ waren Kinder der CIA, auch wenn es ihnen vielleicht nicht bewusst war, es soll ja unter den „Helden“ auch noch ein paar Ahnungslose gegeben haben. Dass Merkel ein ekliges Gewächs der CIA ist, darüber muss man nicht lange rätseln: Sonst wäre sie nicht Bundeskanzlerin geworden. Und all dieser Lorbeer in der westlichen Presse! Es ist zum Brüllen. Dass sie aus Templin kommt (war schon mal jemand in diesem Templin?), einem eingeschlafenen Ackerbauerstädtchen in Brandenburg, ist dabei nicht von Belang, die CIA hockte unter jedem Fliederbusch, mal höchstpersönlich, mal in Vertretung. Und wer glaubt, sie hätte ihre Politik in der DDR gelernt, den muss ich korrigieren:
Nein, sie hat sie in den USA gelernt, und Väterchen Kohl hat ihr die deutsche Variante beigebracht.
Und über Gauck zu reden, das ist verschwendete Zeit. Ich habe gehört, er will seinen kostbaren sterblichen Leib ein zweites Mal seiner segensreichen Bundespräsidententätigkeit widmen. Halleluja und Amen.
„…Und – Gauck – wir können uns in Ostdeutschland die Leute leider auch nicht aussuchen….“
Das ist wie in Bayern… da kann sich auch niemand die Partei und den Ministerpräsidenten aussuchen…;)
Danke, Russlandversteher, musste herzhaft lachen. Du hast es verstanden.
Deutschland bräuchte mal einen Generalstreik. Und eben weil es keinen gibt, nicht mal der Gedanke an einen solchen bei irgendjemandem aufkommt, können die Mächtigen auch schalten und walten wie sie es wünschen. Das Volk ist nahezu vollends eingelullt, wird klein gehalten oder schlimmer noch, gegeneinander ausgespielt.
All die Leute, die jetzt nicht zur Arbeit kommen oder nur mit massivem zusätzlichen Aufwand, müssten einfach sagen: Nein danke, wir warten den Streik ab. Was meint ihr, was dann hierzulande los wäre? Wenn es den Mächtigen plötzlich ans Geld geht und das in Größenordnungen, die nicht mehr verschmerzt werden können. Millionen Menschen wird man auch nicht entlassen können, man wäre im Endeffekt völlig machtlos gegenüber dieser demokratischen Machtdemonstration. Aber als das ist leider Wunschdenken. Nichts von alledem ist in diesem Land denkbar.
@ voland45
Generalstreik ist ein naheliegender Gedanke.
Da manchmal zu hören ist, der sei in Teuschland verboten, habe ich mich gerade mal auf Wikipedia ’schlau gemacht‘.
Ein Herr aus der Nazi-Ära namens Nipperdey hat da laut Wikipedia gutachterlich an einer zweifelhaften Gerichts-Entscheidung mitgewirkt gegen das Recht zum Generalstreik.
Das ist glaube ich nicht besonders ernst zu nehmen, besonders dann nicht, wenn ein Generalstreik mit dem Widerstandsrecht nach § 20 GG begründet wird.
Hier der diesbezügliche Text auf Wikipedia
Zulässigkeit
In Deutschland sind Generalstreiks, anders als etwa in europäischen Staaten wie Frankreich oder Italien, juristisch nicht vom Streikrecht gedeckt und somit rechtswidrig. Der Politische Generalstreik ist allerdings nicht ausdrücklich im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verboten, sondern wurde durch Gerichtsentscheidungen ausgeschlossen. Diese Entscheidungen basieren letztlich auf einem Gutachten (1952) und dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahre 1955, an denen beide Male Hans Carl Nipperdey zentral beteiligt war[11]. Die einzige Ausnahme folgt aus Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Allerdings wird die Vereinbarkeit des Verbots politischer Streiks in Deutschland nicht zuletzt durch internationales und europäisches Recht zunehmend in Zweifel gezogen. So wird das Streikrecht im Rahmen mehrerer internationaler Abkommen, aber auch im Rahmen der Rechtsprechung des EGMR, weiter als in Deutschland ausgelegt. Mangels eines Anlasses haben sich die deutschen Gerichte jedoch noch nicht weiter damit auseinandersetzen müssen.
Eben, es wird höchste Zeit. Und wie gesagt, es bedarf ja keiner Ankündigung, nicht mal eines 100% umfassenden Streiks aller Arbeitnehmer. Wenn die, die auf dem Weg zur Arbeit auf die DB angewiesen sind, keine Alternativmöglichkeiten suchen sondern während des Streiks daheim bleiben, entstehen hierzulande schon gewaltige Schäden.
Das kann man zZ. in Brandenburg beobachten, dort streikt nicht nur die GDL sondern auch der Nahverkehr(Busse), dazu kommt dann der Warnstreik der Geldautomatenbestücker und ab Freitag noch der Kita-Streik.
https://bb.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++2ce61f54-f32c-11e4-b699-525400248a66
In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Deutsche Bahn AG zu 100% in Staatsbesitz ist, ergo handelt sie im Interesse unserer Regierung.
Mal abgesehen davon, dass es hier permanent um die Beschneidung unserer Rechte geht ist die Perversion wohl komplett wenn dazu zwangsgebührenfinanzierte Medien und deren Mainstream-Lakaien den PR-Bereich regeln – ganz nach Ihren Vorbildern aus den 30ern.
… welcher Film läuft hier eigentlich mittlerweile?
Jetzt frag ich mich doch warum das eine Aktien-Gesellschaft(AG) ist?
Ups, man sollte erst lesen – und dann blöde Kommentare schreiben ;-) :
Die Bundesrepublik Deutschland ist Inhaber aller Anteile.
Da der Bund alle Anteile beibehält und kein Handel damit stattfindet, handelt es sich aufgrund der Eigentümerstruktur um ein privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen.
q: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bahn
Und diese Anteile will sie verkaufen – an privat !
Und für diese Hoch-zeit des Kapitals muss die Braut hübsch gemacht werden. Wer kauft heute schon ein Unternehmen was eine Leute fair bezahlt ? Da springt doch dann gar kein erwarteter Extra-Gewinn heraus …
@abc, soweit ich, jetzt, darüber gelesen habe, sollen 49.9%, irgendwann einmal, veräussert werden. Eigentlich, wenn man laut darüber nachdenkt, dann schnuppert das nach einer IWF-Reform, also, dem Ausverkauf des Staates zu Gunsten einiger weniger Kapitalisten, die sich ausserhalb des Staatskonstruktes, versteckt hinter div. Fonds, aufhalten.
die Bahn muss Abbitte leisten, hab mal was von 40% gelesen, so ähnlich wie die Gratis-U-Boote, nur dauernd, googelt da mal weiter rum.. Gewinne der Bahn müssen fast zur Hälfte abgedrückt werden.. (ca 40% hab ich noch im Hinterkopf aber bin mir nicht sicher wieviel) Hat mit der SCHULD der Deutschen zu tun, Gauck ist Experte in SCHULD der Deutschen
Abschnitt „Liegt das Problem in der Expansions- bzw. Internationalisierungsstrategie?“ Hier zahlt der Depp mit Steuern, das Geld fliesst ins Ausland.. http://www.think-ordo.de/2014/04/die-internationalisierung-der-deutschen-bahn-auf-staatskosten-zum-global-player/
Ja, jetzt schreien es wieder alle Propaganda-Spatzen von den Medien-Dächern: Weselsky ist wieder fällig!..
Wünsche Weselsky genügend Kraft, das – erneut – durchzustehen… Er weiss ja bereits vom letzten Mal, was auf ihn zukommen wird und ist geistig sicherlich bereits darauf vorbereitet…
Sehr gut herausgearbeitet, dass es auch beim politisch-medialen GdL-Mobbing um personalisierte Angriffe geht – durch Darstellung Weselskys als kompromiss- und rücksichtslosen Soziopathen.
Da ist auch eine Parallele zum personalisierten Propagandakrieg gegen Russland, der Putin zur Zielscheibe macht. Eine weitere Gemeinsamkeit: Auch bei dieser innenpolitischen bzw. sozialpolitischen Hetze in Form von Personalisierung unterscheiden sich staatliche und Konzernpropaganda nicht mehr.
Man muss auch einmal der Lügenpresse die Stange halten. Was die GDL macht ist Geiselhaft, um sich auf dem Rücken der Bahnkunden zu profilieren. Es geht doch nur um der Bahngewerkschaft ein Schnippchen zu schlagen. Sprich deren Mitglieder auszuspannen. Auch der Nahlessche Gesetzentwurf, ist ein Schuss in den Ofen.
Dadurch wird sich an dem Dilemma nichts lösen.
Das erinnert an den Bau einer Brücke in Neuseeland. Diese zögerte sich über 20 Jahre hin, weil immer eine andere der kleinen Gewerkschaften streikte.
Bis dann ein dortiger Ministerpräsident alle Gewerkschaften unter einer Mindestgröße gezwungen hat sich mit der größten zu verschmelzen.
Daran erinnert mich die GDL.
Wenn, soll Sie die Übernahme der Mitglieder direkt werben, aber dieses nicht auf Kosten der Allgemeinheit machen.
@ Durchblick
Ja, du hast den vollen Durchblick. Bist ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft.
„Was die GDL macht ist Geiselhaft, um sich auf dem Rücken der Bahnkunden zu profilieren.“
Was die GDL macht, ist die Ihren Mitgliedern gesetzlich zustehenden Rechte durchsetzen. Der Hauptgrund, die Schlichtung abzulehnen, war die Vorbedingung des Bahnkonzerns, dafür auf die Inanspruchnahme dieser Rechte zu verzichten.
„Es geht doch nur um der Bahngewerkschaft ein Schnippchen zu schlagen. Sprich deren Mitglieder auszuspannen.“
Man braucht schon ein verzerrtes Weltbild, um dieser These folgen zu können.
JEDER Gewerkschaft steht es zu, für ihre Mitglieder einen Tarifvertrag zu verhandeln, bzw. zu ersteiten. Nachdem die GDL entgegen der Arbeitgebervertretung EVG (ehemals Transnet) diese Aufgabe wahrgenommen hat, setzte auch bei anderen Berufsgruppen als den Lokführern ein Wechsel zur GDL ein. Das die GDL auch für diese Mitglieder einen Abschluss verhandeln will, ist nicht mehr als ihr Recht und ihre Aufgabe.
„Das erinnert an den Bau einer Brücke in Neuseeland. Diese zögerte sich über 20 Jahre hin, weil immer eine andere der kleinen Gewerkschaften streikte.
Bis dann ein dortiger Ministerpräsident alle Gewerkschaften unter einer Mindestgröße gezwungen hat sich mit der größten zu verschmelzen.“
Wann und welche Brücke war das?
„Wenn, soll Sie die Übernahme der Mitglieder direkt werben, aber dieses nicht auf Kosten der Allgemeinheit machen.“
Wenn hier jemand auf Kosten der Allgemeinheit handelt, ist es der Bahn-Konzern, bzw. der Besitzer der DB. Das diesem die Tarifautonomie ein Dorn im Auge ist, sieht man nicht zuletzt an dem geplanten Gesetz.
Gut erklärt. Bitte noch festhalten, dass es grad das SPD geführte Arbeitsministerium ist, welches den Gesetzentwurf beschleunigt zum Juni vorlegen will.
natürlich die SPD – Gewohnheitsarbeiterverräter
@Karsten
gut erklärt…
Nein, auch hier muss man den MSM leider allein deswegen Unrecht geben, weil hier zu 90% einseitig nur die GDL für den Streik verantwortlich gemacht wird. Wenn sich zwei streiten, dann sind zumindest aber auch beide gleichermaßen beteiligt. Und es ist offensichtlich, dass es hier nicht nur um den aktuellen Tarifstreit, sondern auch um die Aushöhlung des Streikrechts geht.
Wenn Du Dich in die „Geiselhaft“ der Deutschen Bahn begiebst, dann mußt Du auch mit den Folgen leben.
Wir haben doch angeblich Marktwirtschaft und die DB ist ein Privatunternehmen in 100% Staatsbesitz. Und Du willst den Angestellten vorschreiben was sie zu tun und zu lassen haben?!
Wer bist Du, dass Du Dich Durchblick nennst, aber manchen Menschen ihr Recht auf freie Nutzung ihrer Rechte nehmen willst.
Der Staat und Eigentümer der DB wollte, dass die DB keine streikbefreiten Beamten sondern streikberechtige Angestellte beschäftigt.
@Durchblick
„Das erinnert an den Bau einer Brücke in Neuseeland. Diese zögerte sich über 20 Jahre hin, weil immer eine andere der kleinen Gewerkschaften streikte.
Bis dann ein dortiger Ministerpräsident alle Gewerkschaften unter einer Mindestgröße gezwungen hat sich mit der größten zu verschmelzen.
Daran erinnert mich die GDL.“
Verzögert irgendeine Gewerkschaft den Bau des BER in Berlin oder der Elbphilharmonie in Hamburg? Da sind „Spitzenkräfte“ am Werk, zwischendurch auch mal der ehemalige Bahnvorstand Mehdorn.
Sie könnten ein guter Spiegel-Online Redakteur werden, mehr wird da nicht mehr verlangt.
Oder ist das etwa 1:1 von Spiegel-Online abgeschrieben?
Die GdL ist Schuld, dass der Bahnvorstand eine Tarifeinigung verhindert und permanent Streiks provoziert ?
Kein Wunder, wenn man weis, wer die Bahn berät:
Strategische Beratung durch Zürcher Union Busting-Institut SNI
„Zum SNI-Angebot gehören auch „Verhandlungstaktiken von Polizei und FBI“. Der langjährige Chef der Münchener Mordkommission Josef Wilfing ist ebenso dabei wie Gary Noesner vom FBI. SNI-Chef Matthias Schranner präsentiert sich als ehemaliger Verhandlungsführer der Polizei bei Geiselnahmen und Banküberfällen. Da kann sich die GdL aussuchen: wird sie vom Bahn-Konzern als Geisel behandelt oder als Bankräuber ? “
http://arbeitsunrecht.de/deutsche-bahn-im-gdl-streik_bewusst-eine-sackgasse-herbeifuehren/
Was erwartet ihr denn von Lügenpresse-Maulhuren, die in der Ukraine einen faschistischen Massenmord propagandistisch unterstützen?
Das sie sich im Inland mit einer „kleinen“ Gewerkschaft solidarisieren?
Sehr eigenartig ist auch, wie die Leser die Kommentare bewerten. Bei Focus wird jeder Kommentar, der das Vorgehen der GdL verteidigt oder die Hetzkampagne anprangert, innerhalb weniger Stunden mit duzenden Negativbewertungen beglückt. Alle Meinungskonformen Kommentare glänzen mit unzähligen positiven Bewertungen. Aber das wird wohl auch Teil der Kampagne sein. Es ist schon eine Sauerei wie der uninformierte Leser verarscht wird.
Das liegt nicht an einer Kamapgne, sondern am überdurchschnittlich beschränkten Focus-Leser. Und das die sich im Forum gegenseitig die Eier kraulen ist normal.
Als ich Meister Kleber gestern Abend in dem Ausschnitt sah, zu dem das Bild aus dem heute-Journal gehört, traute ich meinen Ohren nicht (und dies sind schon einige Kleber-Aussagen gewohnt).
Zuerst leitet er das Grundgesetzthema ein mit Sätzen wie „Streiks auf dem Rücken von Kunden sind nie beliebt. Aber das hat das Grundgesetz so gewollt.“ Bereits das Wort „Streik“ ist parteiisch: Neutraler wäre „Arbeitskampf“, welches klar macht, dass hier nicht nur eine Partei beteiligt ist. Dann geht es richtig los …
„Daraus wurde dann ein System aus mächtigen Industrieverbänden und mächtigen Gewerkschaften. Das lief zwischen denen lange Zeit recht geschmeidig geschmeidig (sic!) und jetzt stören die Kleinen den Frieden. Nahles neues Tarifeinheitsgesetz soll diesen Frieden retten.“ Eindeutige Parteinahme für eine Seite: Das hat mit neutraler Berichterstattung nichts mehr zu tun, dass ist klassisches Staatsfernsehen.
Noch schlimmer ist dann der nächste Satz: „Vielleicht kollidiert dies am Ende mit dem Grundgesetz, aber erst mal ist das keine Frage des Rechts, sondern der Macht.“ WWWaaaauuuu …. was interessiert uns das Grundgesetz, wenn die Regierung das erstmal durchdrückt, bevor vielleicht irgendwann wenn die GDL schon tot am Boden liegt ein Gericht feststellt, dass dies illegal war.
äähh sorry für das doppelte „geschmeidig“. Das „sic!“ dahinter soll nicht bedeuten, dass er das zweimal gesagt hat, sondern bezog sich auf die Wortwahl an sich. Erinnerte mich an die Bestechungsskandale und Kungeleien, die es zwischen den hochrangigen Personen von Industrie und Gewerkschaft immer gerne mal gab.
??? …. Unfassbar, wenn er das so gesagt hat. Da war die „Aktuelle Kamera“ im Vergleich differenziert…
“Vielleicht kollidiert dies am Ende mit dem Grundgesetz, aber erst mal ist das keine Frage des Rechts, sondern der Macht.”
Ja, das Supergrundrecht „Macht“ ….
„Das lief zwischen denen lange Zeit recht geschmeidig “
wenn man von der Wahl der Vergangenheitsform absieht, hat der Kleber sogar mal recht.
Das lief so geschmeidig, dass die Gewerkschaften massenhaft Mitglieder verloren, weil sie sich nicht vertreten sehen.
Im Grunde streikt die GDL doch für alle „kleine“ Gewerkschaften, denn darum geht es: dass nämlich durch das geplante Tarifeinheitsgesetz Streiks kleinerer Gewerkschaften verhindert werden sollen. Dann sollen die Bosse doch ehrlich sein und sagen, wir wollen höchstens eine Gewerkschaft. Das aber können sie nicht sagen, weil sie selbst Betriebsteile aus größeren Betrieben ausgegliedert haben, so dass diese „kleinen“ Gewerkschaften überhaupt erst entstanden sind. Welch ein Verständnis des Grundgesetzes bei den Bossen hier vorliegt, ist schon erstaunlich.
Und das Schlimmste: keinerlei öffentliche Solidarität für die GDL. Dass der Bahnvorstand versucht, die „Verhandlungen“ mit der GDL bis zum Inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetzes zu verzögern und die Bundesregierung für die Bosse ein Gesetz gegen die Arbeiter durchbringen will – was muss man mehr über diesen Staat BRD wissen? Und Weselsky sagt zu Recht: Ich gehe nicht in eine Schlichtung für etwas, das uns zusteht. Denn Schlichtung, das bedeutet immer Abstrich an berechtigten Forderungen. Und das soll nun auch noch der Pfaffe Huber machen.
Amen, kann man da nur sagen.
https://www.sixtblog.de/promotion/streik-update-sixt-kuert-claus-weselsky-zum-mitarbeiter-des-monats/
Das ist die Kampagne aus dem letzten Jahr. Die wurde mittlerweile recycelt.
http://www.focus.de/finanzen/news/erfolgreiche-titelverteidigung-sixt-kuert-weselsky-erneut-zum-mitarbeiter-des-monats_id_4658165.html
die unerträgliche Arroganz der Macht ist ebenso widerwärtig wie allgegenwärtig
Bei manchen dieser interviewten „Bürger von der Strasse“ fragt man sich, ob die nicht gleich zusammen mit dem Fernsehteam angereist sind.
weiss mans?…;)
Jens Berger klärt über die Hintergründe auf , warum Bahn und Regierung in Wirklichkeit schuld an dem Streik sind:
http://feedproxy.google.com/~r/DerSpiegelfechter/~3/7RwCDXhJ1hk/bahnstreik-die-bundesregierung-legt-die-republik-lahm
Zu den Politikern: Ein kleines Studium des Grundgesetzes kann nie Schaden (Grundgesetz nicht Grunzgesetz). Und eine Reflexion über den Begriff „Tarifautonomie“ schadet auch nicht.
Und sei auch noch im Allgemeinen bemerkt: Wenn ein Streik keine Wirkung hätte, könnte man sich dies auch ersparen.
Streik soll wehtun (und was tut doch der Gewinnverlust so weh in unserer schönen marktkonformen „Demokratie“)
Diese Berichterstattungsmasche bei Streiks wird schon seit den 70igern immer nach demselben Muster gefahren , die Forderungen der Arbeitnehmer unverhältnismässig und negativ darstellen , nicht eine Silbe Kritik an der Arbeitgeberseite , wütende Bürger vor die Kameras ziehen die von dem Streik betroffen sind usw.
Das ganze Phänomen , das sich Bürger über einen Streik viel mehr aufregen als über einen Regierungs-Skandal , das ist von den Medien anerzogen worden.
Die Nummer ist so billig, fruchtet aber leider. Natürlich sind Bahnkunden, die gerade auf nem Bahnsteig stehen und nicht weg kommen, gegen die GDL. Wie dusselig sind solche Interviews. Das Gleiche hat man zelebriert, als die Piloten gestreikt haben. Klar, dass eine BLÖD volle Breitseite schießt, dass auch die ÖR in den Kanon einsteigen zeigt, wie billig und perfide hier eine Kampagne gegen ALLE Lohnempfänger läuft. Erschreckend ist nur, dass sich die Lohnsklaven genauso prostituieren und fordern, dass die GDL und andere, vermeintlich kleine Gewerkschaften eingestampft werden. Hier ein extrem guter, lesenswerter Beitrag von Telepolis zur Thematik:
http://www.heise.de/tp/artikel/44/44842/1.html
Nachtrag: hab mir eben das Interview zwischen Mioska und Weselsky gegönnt: Er wird immer besser in seiner Argumentation und Mioska hatte sich doch sooo viel vorgenommen, ihn zu diskreditieren….
Vor Weselsky muss man wirklich Respekt haben. Eloquent, sachlich, faktenreich und Rückgrat. Gerade das provoziert die schmierigen Medienhuren zu ihren Angriffen. So ein Reiner Judas wie vom DGB, der das Wort „Solidarität“ in den Mund nimmt, um damit den Job der Arbeitgeber zu machen, passt denen natürlich viel besser in ihrer marktradikale Ideologie zerschlagener, zersetzter, kompromitierter und letztlich entmachteter Gewerkschaften.
Schon die Anmoderation „Er kämpft an allen Fronten. Gegen die Bahn, gegen die Konkurrenzgewerkschaft und gegen die Bundesregierung.“
Das ist eine Front mit drei Gegnern.
„Die GDL pocht auf einen Tarifvertrag für all ihre Mitglieder….Doch da macht die Bahn nicht mit.“
Genau das ist das Recht der Gewerkschaft und der in ihr organisierten Arbeitnehmer.
„Weber hart: Unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufgruppe soll es nicht geben.“
Wie sieht das denn bei den Busunternehmen im Bahnkonzern aus, Herr Weber?
„Die Politik hat sich bisher zurückgehalten.“
Mit dem Einsatz der Bundeswehr, oder mit was? Die Politik hat klar kommuniziert, daß sie sich mit dem Konzern über die Verhandlungslinie einig ist, und dafür sogar ein eigenes Gesetz in Vorbereitung.
„Kämpft für sich und seine GDL.“
Eigennutz und persönliche Vorteilsnahme unterstellen ist eine direkte Manipulationsstrategie.
Übrigens… Erzieherinnen streiken derzeit auch wieder…. Habe nirgendwo gelesen oder gehört, dass Eltern deswegen irgendwo – offiziell – in eine Kamera gemault hätten oder von Journalisten dazu animiert worden wären… Wehe, Weselsky hätte mit dem Kindergartenstreik was zu tun…
Ich bin ja mal gespannt, wie weit diesmal die Kampagne getrieben wird, dass letztemal gipfelte das immerhin in einem Hitlervergleich:
Ist das schon der Beweis, dass ein Stein einen höheren IQ besitzt?
Man weiß es nicht.
Es ist einfach unglaublich. In der alltäglichen Diskussion wird das Argument angeführt: „Weil andere sich ausbeuten lassen, sollen es die Lokführer gefälligst auch tun.“ Und irgendwelche unbedeutende Dokusoapdarsteller werden plötzlich zu Bahnexperten.
Einfach irre.
Dabei müsste die Regierung der GDL doch dankbar sein. Nur noch Wenige reden nur noch über Landesverrat.
Einmal „nur noch“ streichen. Das kommt davon wenn man aufgeregt ist.
Also eigentlich bräuchten wir einen neuen Adi, der alte ist mitlerweile so dermassen abgenutzt, wer wurde nicht schon alles mit ihm verglichen. Das die Medien, deren Journalisten, ebenfalls nur Lohnempfänger sind und von daher auch abhängig von einem Betriebsrat oder ähnlichen Konstrukten sind, scheinen sie komplett auszublenden. Allerdings, dass weiß ich aus eigener Erfahrung, wenn es einer Belegschaft, vermeintlich, gut geht, wird der Nutzwert eines Betriebsrates gerne ignoriert.
Vor der Amerika Gedenkbibiothek in Westberlin stand jemand und wollte die Süddeutsche mit kostenlosen Probe-Abos an den Kunden bringen.
Warum man es wohl nötig hat ?
In unserer hiesigen Landershauptstadt sieht man diese Gesellen auch öfter, so alle zwei Wochen, am Hauptbahnhof stehen und die Zeit, Welt etc anbieten. Ich habe bisher noch keinen gesehen, der sich mal so’n Abo geholt oder überhaupt mit denen geredet hat. Den meisten gehts wohl so, dass sie entweder schon ein Abo haben oder sich für die Käseblätter nicht interessieren. Ein lustiges Bild ist es allemal.
Die versuchen einen auch schriftlich, mit irgendwelchen Werbegeschenken zu ködern, die kein Mensch ernsthaft will oder gar benötigt…
Ach so schlimmm finde ich das alles garnet, ich habe mir vorhin zwei Stunden lang den Focus(print) angetan, hätte ich das Magazin nicht gelesen, dann hätte ich auch nicht die neusten Ergüsse eines Herrn Münkler kennengelernt, der in einem „Kommentar“ doch allen ernstes schrieb, Der Nutzen der Drohne besteht gerade darin, dass man Feinde auf dem Boden anderer Staaten angreifen und töten kann, ohne mit Militär dessen Grenzen zu überschreiten zu müssen. Man kann Krieg führen, ohne Krieg erklären zu müssen.
Wobei das nur der erste, wirklich, krasse Dünnpfiff ist, denn der da abgelassen hat, eventuell fasse ich den „Kommentar“ zusammen und poste das auf dem Melder.
Zusatz, allerdings bin ich für heute auch erst einmal bedient.
In Berlin bieten FAZ, Welt, Süddeutsche den Taxlern an kostenlose Exemplare in die Kutschen zu legen. Wirst nur keine Taxe damit finden. Obwohl – Ein Stück zum A . . . abwischen ginge schon, damit sich die Hämorriden verziehen :)
@Lulu… Die Verlage brauchen hohe Auflagezahlen… Dass davon eine nicht unerhebliche Anzahl nur verschenkt werden, bzw. wieder als Retoure von den Verkaufsläden zurückkommen, wird nicht gross erörtert… Einzig die Höhe der Auflage ist wichtig, da sie die Basis für die Preise bezügl. Werbepartner ect. darstellt…Bei ettlichen „grossen Blättern“ gehen die Verkaufszahlen konstant nach unten… ist auch gut so und die Konsequenz (ehemaliger) Leser…;)