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Es war mindestens der dritte Pseudo-Diskurs über den evidenten Vertrauensverlust der Medien innerhalb weniger Wochen. Anlässlich des Tages der Pressefreiheit am morgigen Sonntag luden DJU, DJV, VDZ, BDZV und ROG am Mittwoch zu einer Podiumsdiskussion in die Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

MedienschelteWieder einmal wurden keine Kritiker eingeladen, sondern die Systemvertreter selbst fummelten sich gegenseitig am entlarvten Gehänge, während eine Expertin für Rechtsextremismus (sic) als Vorwand diente, die Kritik in die gewünschte Schmuddelecke zu schieben. Wieder einmal dabei: der unvermeidliche Bernhard Pörksen.

Alice Bota, Redakteurin „Die Zeit“, Hamburg
Stefan Niggemeier, freier Medienjournalist, Berlin
Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler, Universität Tübingen
Andrea Röpke, Politologin und freie Journalistin, Expertin für Rechtsextremismus

Einen Mitschnitt der Veranstaltung gibt es offenbar nicht. Lediglich einige Zusammenfassungen von MEEDIA und verdi1, verdi2 haben wir gefunden.

Angesichts der durchweg systemtragenden Protagonisten ist ein Mitschnitt auch überflüssig. Es gehört offensichtlich zur Methode der medialen Gleichschaltung und Propaganda, echte Kritiker mit Argumenten außen vor zu halten. Verständlicherweise, denn es wäre schnell peinlich, wenn sich Alice Bota etwa für ihre lächerliche Maidan-Propagada in der ZEIT rechtfertigen müsste.

Wenn sogar auf MEEDIA Tatjana Kerschbaumer schreibt, dass die einzige Erkenntnis darin lag: „Die Kritik der ‚vernetzten Vielen‘ geht nicht so einfach wieder weg“, dann steckt darin ein – vermutlich nicht einmal beabsichtigtes – verheerendes Zeugnis für diese Veranstaltung. Und wenn ein Stefan Niggemeier, der selbst darauf angewiesen ist, Teil des Systems zu sein, heute noch als Medienkritiker durchgeht, dann kann man nur noch müde lächeln.

Niggemeier selbst weiß am besten, wo die Grenzen der Kritik sind. Man muss nur seinen Blog lesen, um zu erkennen, dass er sich dort krampfhaft eine Nische sucht, die an der Oberfläche Staub wedelt. Wenn es aber an die Substanz geht, beweist Niggemeier stramme Konformität indem er sich mit Kritik an Ulfkotte oder der Publikumskonferenz seinen Fleischtöpfen andient.

FAZIT:
überflüssig