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ard_logoSeit Wochen treibt die ARD ihr Vorhaben voran, die Nachrichtensendungen nicht mehr nur politisch auszurichten, sondern auch noch schönzufärben (WDR5, ZAPP). Vorgeschoben werden vermeintliche Umfragen, nach denen ein Teil der Zuschauer dies fordern würde. „Zu negativ“, „zu kompliziert“, „zu viel Politikersprech“ – so sind angeblich die Ansichten einer Minderheit, die selbst dann irrelevant wären, wenn es sich um die Mehrheit handeln würde, denn Nachrichten sind nicht einer demokratischen Zustimmung oder Bedürfnissen unterworfen, sondern haben die Realität wiederzugeben.

Nicht unwahrscheinlich, dass jetzt auch über Bande gespielt und über den Umweg der Printmedien versucht wird, diesen Plänen Schub und Legitimität zu verleihen. Wie MEEDIA berichtet, hat eine TNS Emnid-Umfrage im Auftrag des Bauer-Verlag angeblich ergeben, dass sich 29,2% an zu vielen Politiker-Statements stören, 28,6% zu viele negative Nachrichten beklagen (hat man die Menschen auch gefragt, ob die negativen Nachrichten verschwiegen oder schöngefärbt werden sollen?) und 25% mehr Nachrichten aus Deutschland hätten (bloß keine negativen vermutlich!).

Umfrage_Emnid_tagesschau

Die Reaktion des zweiten Chefredakteurs von ARD-aktuell, Christian Nitsche,  gegenüber „Auf einen Blick“ zum Thema Bad-News: „Dass die Nachrichten immer wieder von Negativ-Meldungen geprägt waren, war durch die gravierenden Entwicklungen im Ausland unvermeidbar“. Er verspricht jedoch:

„Dennoch bemühen wir uns, Positivbeispiele in die Berichterstattungen aufzunehmen.“

Wie bereits gesagt: Osterhasi statt Diktatur!