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ARD tagesschau 6.4.2015ard_logo

15 Minuten brutto gönnt die ARD den deutschen Zuschauern allabendlich in einem vordergründig halbwegs neutralen Format. Zieht man Wetter und Sportberichte ab, bleiben im Schnitt vielleicht 12 Minuten, um sich im „Flaggschiff“ der ARD über das Weltgeschehen zu informieren.

Chefredakteur Kai Gniffke: „Die Menschen, die die tagesschau gucken, sollten nach dem Ende der Sendung erfahren haben, was wichtig ist, für die Zukunft, für den Fortbestand unseres Gemeinwesens und letzten Endes auch, welche Entwicklungen in der Welt tatsächlich heute an diesem Tag wichtig waren.“(ZAPP)

Am Ostermontag nutzte die Tagesschau die knapp bemessene Zeit einmal mehr, um poltitische PR des Weißen Hauses zu verbreiten. So, wie man sich regelmäßig über Putins PR-Aktionen echauffiert oder lustig macht, so nimmt man selbst ganz ungeniert heimelige Propaganda der US-Administration in die Hauptnachrichten, um damit in der deutschen Bevölkerung emotionales Wohlwollen für die USA zu generieren. Die an den Haaren herbeigezogene Rechtfertigung des Korrespondenten Stefan Niemann, der das präsidiale Eierlaufen in einen Bericht über den Besuch des griechischen Finanzministers Varoufakis in Washington packte:

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ARD Mediathek ab 7:44min

Niemann: Es gibt Dinge, die sind einfach Chefsache in Washington. Das österliche Eierlaufen im Garten des Weißen Hauses etwa. Barack Obama nimmt sich heute viel Zeit für diese Feiertags- tradition. Griechenlands Schulden- krise ist dagegen offenbar kein Thema für den US-Präsidenten.“


„Aktuelle, objektive und relevante Nachrichten – das ist das Ziel.“ (ZAPP)