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Für seine aktuelle „Last Week Tonight“-Show auf HBO flog Stand-up-Talker John Oliver nach Moskau, um Edward Snowden für ein Interview zu treffen. Das war erwartungsgemäß unterhaltsam, weil im Comedy-Format. Vor der Sendung hatte Oliver auf der Straße US-Bürger gesucht, die Snowden nicht kennen – und tatsächlich gefunden. Auch wenn die großen US-Medien zweifellos Propaganda im Sinne des Systems verbreiten, kann man ihnen wohl nicht vorwerfen, dass sie zu wenig über Snowden berichtet hätten.

Die Frage ist also vielmehr: Wie leben Menschen, die Politik und Weltgeschehen dermaßen ignorieren, dass sie Snowden nicht kennen und welche Rolle spielen Staat und Medien bei der Ausbildung einer derartigen Ignoranz?

Eine weltweite Umfrage kam erst kürzlich zum Ergebnis, dass 94% der Deutschen, aber nur 76% der US-Bürger Snowden kannten. Jeder vierte US-Bürger kannte Snowden demnach nicht.

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