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deutschlandfunkDass der Mord an Boris Nemzow in den deutschen Staatsmedien politisch ausgeschlachtet würde war abzusehen. Mit welcher Frechheit und Impertinenz und ohne jeden Hauch eines Be- oder auch nur Hinweises behauptet wird, es stecke der russische Präsident dahinter, mindestens aber seine Politik, das ist nicht nur atemberaubend, das ist lupenreine Desinformation und Hetze.

Ein wahrhaft prägnantes Beispiel liefert der Deutschlandfunk. Ein Sender, der auch durch die GEZ finanziert wird und eigentlich objektiv und umfassend informieren soll, statt Staatspropaganda, Agitation und Desinformation zu betreiben.

DLF_Schulz_ScholzDas hier dokumentierte Interview von DLF-Agitatorin Sandra Schulz mit Linken-Europapolitiker Helmut Scholz kondensiert die in den vergangenen Tagen überall in den gleichgeschalteten Medien zu beobachtende Propaganda. Dabei sind die Antworten von Scholz im Hinblick auf die Propaganda des DLF zweitrangig. Es genügt ein Blick auf die „Fragen“:

  • Was hat Wladimir Putin mit dem Anschlag auf Boris Nemzow zu tun?
  • Heißt aber auch, Sie wollen nicht sagen, dass Putin nichts mit dem Mord zu tun hat?
  • Aber was heißt das für ein Land? Was heißt das für Russland, dass erst mal geklärt werden muss, ob oder dass der Präsident damit nichts oder was zu tun hat?
  • Nur um sicherzugehen, dass ich Sie richtig verstehe: Sie sind der Meinung, dass die Oppositionellen für das aufgeheizte politische Klima zuständig und verantwortlich sind, aber nicht der russische Präsident Putin?
  • Ich habe es, ehrlich gesagt, immer noch nicht verstanden. Oppositionelle wie Nemzow, der jetzt ermordet wurde, die sind mit verantwortlich?
  • Und welche Verantwortung hat dann Putin?
  • Jetzt sagen Sie es uns noch mal: Welche Verantwortung hat Putin?
  • Also durchaus auch Vorwürfe an den russischen Präsidenten?

Fragen, die keine Fragen mehr offen lassen und gar keine Antworten benötigen. Sandra Schulz geht es in dem Interview nicht um irgendwelche Informationen oder Erkenntnisse, sondern ausschließlich darum, ihre agitatorische Botschaft „Putin hat Nemzow auf dem Gewissen“ mit aller Gewalt in die Köpfe der Hörerschaft zu hämmern.

Das hat mit Journalismus selbst unter den erbärmlichsten Ansprüchen, die man an den DLF noch haben könnte, natürlich nichts zu tun. Die Dummheit und Frechheit von Schulz spottet jeder Beschreibung. Dass die Verantwortlichen dieses Staatsfunks ernsthaft glauben, sie könnten Bürger zwingen, einen derartigen Müll auch noch zu bezahlen, lässt an deren Geisteszustand mal mindestens so viele Zweifel aufkommen, wie an dem von Sandra Schulz.

Dank an Publikumskonferenz und die anderen Leser dieses Blogs, die diesen hanebüchenen Irrsinn gemeldet haben!