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ardDie gestrige Talk-Show „Maischberger“ war in jeder Hinsicht ein Fiasko. Gästeauswahl, Titel „Zar Wladimir I. – Was will Putin wirklich?“ und eine völlig unfähige „Moderatorin“, der es nicht etwa um Erkenntnisse ging, sondern – wie immer – um Schuldzuweisungen Richtung Russland. Nichts stimmte, nichts war ausgewogen und damit war das Elend vorprogrammiert.

Es hätte interessant werden können, wenn man sich auf die zwei Gäste beschränkt hätte, die die vielleicht gegensätzlichsten Positionen vertreten: den transatlantischen olivgrünen Kriegshetzer und Russenfresser Werner Schulz, für den die Eskalation des Krieges nicht schnell genug gehen kann und die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz, die die Fehler des Westens im Vorfeld und bei der Ausweitung des Konfliktes genau auf den Punkt bringen kann.

ARD_MaischbergerAber selbst eine kluge Beschränkung auf diese beiden Gäste wäre für die unfähige „Moderatorin“, die selbst eine politische Agenda fährt und nicht an echtem, offenem Diskurs interessiert ist, eine Überforderung gewesen. „Was will Putin?“ ist das sattsam bekannte Propagandamantra der gleichgeschalteten Medien, das auch Maischberger als roten Faden benutzte. Es dient der Schuldzuweisung Richtung Russland genauso, wie der Ablenkung von den Interessen des Westens, ohne die dieser Konflikt nie entstanden wäre.

Zwei Szenen der Sendung (Download; 340MB) beschreiben diese politische Agenda symptomatisch: Wiedermal lautet die Frage – diesmal an Ivan Rodionov:

Maischberger:Wo ist denn da das Interesse Putins? (32:45min)

So dumm wie frech ist Maischbergers Nachsatz:

Maischberger: „Bei Ihnen hab ich das Gefühl, wenn ich Sie frage, könnte ich Putin gleich auch fragen.“

Das sagt eine Maulhure im zwangsgebühren-finanzierten Staatsfunk, die sich jährlich Hunderttausende, wenn nicht Millionen Euro abgreift, dafür, dass sie alle paar Wochen ihren Arsch in ein Studio schleppt, um dort Propaganda zu verbreiten. Unfassbar! Rodionov produziert mit Ruptly täglich nicht nur eine Unmenge informativen Videomaterials, sondern mit RT-deutsch eine aktuelle Webseite und dem „fehlenden Part“ auch noch eine werktägliche Sendung. Was der in einem Jahr arbeitet, hat die mit GEZ-Gebühren gemästete Maischberger im ganzen Leben noch nicht geleistet.

Als Rodionov ihr das Offensichtliche erklärt – was aber in der deutschen Propaganda notorisch unter den Tisch gekehrt wird – dass es nämlich nicht Putin war, der in Kiew geputscht hat, dass es auch nicht Putin war, der Panzer gegen die eigene Bevölkerung schickte, dass es auch nicht Putins Massaker in Odessa oder Mariupol waren, dann kann man Maischberger am Gesicht ansehen, wie ihr diese Fakten gegen den Strich gehen und es dauert nicht lange, bis sie Rodionov bei der Erklärung dieser Fakten ins Wort fällt, um wieder auf Putin zu zeigen.

Maischberger unterbricht Rodionov (34:58min): „Das ist jetzt wieder die Frage, wer die Aggressionen in der Ukraine provoziert hat. Sie sagen, das waren die ukrainischen Kräfte, die russische Sichtweise ist, das sind faschistische Kräfte gewesen, es gibt eine andere Sichtweise, aber wir sind gerade von der Ukraine weggekommen, mit der Frage, was will ER eigentlich generell und wenn Sie mir erlauben, will ich doch gerne dabei bleiben!….was wollte Putin als er angetreten ist, was will er heute…

Die zweite Szene ist nicht minder aufschlussreich und komplettiert das Bild des vorgegebenen Propagandanarrativs, das Russland als Aggressoren darstellen und die Rolle – und die dahinterstehenden geopolitischen Interessen – der USA aus dem Blickfeld halten soll.

Frage Maischbergers (1:11:32min) an den ehemaligen OSZE-Sondergesandten Guldimann: „Es gibt einen interessanten Punkt Herr Guldimann, der spielt sich zwischen den Amerikanern und den Europäern ab, hinter den Kulissen. Die Amerikaner drängen darauf, dass hier eingegriffen wird – aus welchen Gründen auch immer …

„Aus welchen Gründen auch immer….“ Noch Fragen? Nun, dann hoffentlich keine Fragen, die im deutschen Staatsfunk nicht gestellt werden dürfen. Fragen nach Nulands Milliarden, Fragen nach geopolitischen US-Interessen oder nach den Massakern auf dem Maidan oder in Odessa und dem Krieg einer illegitimen Junta gegen das eigene Volk, denn dann wird sofort abgebügelt, relativiert und ganz schnell das Thema gewechselt. Und bitte schon gar nicht fragen, mit welchem Recht sich die USA in einer Region einmischen, in der man von westlicher Seite ausgerechnet den Russen absprechen will, berechtigte Interessen zu haben.

Bemerkenswert ist abschließend noch, wie die gleichgeschalteten Konzernmedien die Sendung abhandeln. Selbstverständlich sind auch dort die Feindbilder vorgegeben – das macht ja die Gleichschaltung aus. Zum Feindbild wird einmal mehr die sich für Verständnis und eine objektive Sichtweise einsetzende Gabriele Krone-Schmalz. SPIEGEL-Online verbreitet eine besonders freche Form der Lüge und Desinformation über eine Schlüsselszene des oben geschilderte Fiaskos. Krone-Schmalz wollte nach knapp 20 Minuten gehen, weil sie notorisch von Schulz und Baring unterbrochen wurde und kaum einen Gedankengang zu Ende führen konnte. Eine Szene, die an Lanz‘ und Jörges‘ Attacken auf Sarah Wagenknecht erinnerte.

Dazu fantasiert sich Mathias Zschaler folgenden Ablauf zurecht, in dem er Krone-Schmalz zum einen unterstellt, nicht diskursfähig zu sein – dabei sind es die beiden Asozialen Schulz und Baring, die sie ständig unterbrechen – und insinuiert obendrein, sie wäre geschäftsgeil, weil sie nur mit Hinweis auf ihr Buch im Studio bleiben würde.

SPIEGEL_Zschaler(Spiegel)

Man muss sich die Szene (ab 19:15min) nur kurz anschauen, um zu sehen, dass Schmierfink Zschaler blanke Lügen verbreitet. Den wahren Grund für Krone-Schmalz‘ Drohung, das Studio zu verlassen, verschweigt er genauso, wie ihre Erwiderung auf Schulz:

Krone-Schmalz: „Ja, wenn Sie das widersprechen würden, wenn ich zu Ende geredet hätte, dann können wir ja gerne darüber reden.“

und den angeblichen „Hinweis auf ihr neues Buch“, der sie laut Zschaler zum Bleiben brachte, hat es nur in der crack-benebelten Fantasie des SPIEGEL-Lügners gegeben. Aber was interessiert diese Hetzer noch die Wahrheit? Sie heißen nicht umsonst Lügenpresse.