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ZDF spezial: „Rückzug aus Debalzewe“ 18.02.2015 zdf_80

Schon der Titel macht klar, wessen Partei der staatliche Propagandasender ZDF hier wieder einmal ganz schamlos ergreift. Was kümmert uns der Rundfunkstaatsvertrag? Wir bekommen unser Geld von den dummen Schafen, die wir politisch und ideologisch (ver-) führen, doch sowieso, denken die Verantwortlichen des ÖR.

Und so wie der Titel ganz schamlos die propagandistische Intention vorwegnimmt, zeigt auch der Inhalt, dass die Agitatoren des ZDF wieder einmal die Bürger auf Linie trimmen, statt zu informieren.

Immerhin spricht Moderator Fornoff ganz unbedarft davon, dass die ukrainischen Truppen in Debalzewo eingekesselt waren – offensichtlich ohne sich der politischen Bedeutung bewusst zu sein, denn wenige Tage später faselt sein Kollege Walde von „Geländegewinnen der Separatisten„, wie wir hier gezeigt haben. Man kann davon ausgehen, dass es nach Fornoffs Darstellung Proteste von ukrainischer Seite gehagelt hat.

Es dauert nur wenige Sekunden, bis Fornoff von der für die Kiewer Junta und ihre westlichen Unterstützer bitteren Realität in unbelegte Behauptungen und lupenreine Propaganda abgleitet. Frech behauptet er nach 50 Sekunden:

ZDF_spezial_DebalzewoFornoff: „Die Separatisten haben mit offenkundiger Unterstützung Moskaus Fakten geschaffen. Jetzt stellt sich die Frage, was das mühsam ausgehandelte zweite Abkommen von Minsk eigentlich noch wert ist.“

Natürlich hat Andreas Stamm nicht den geringsten Beweis für ein „Eingreifen Russlands“. Er präsentiert den einschlägig bekannten Stefan Meister, einen Propagandisten der transatlantischen DGAP, der nun seinerseits behauptet, dass es ein Eingreifen Russlands gebe, wofür aber auch er natürlich keine Beweise hat.

Achtung! Jetzt kommt ein ganz besonderer Kniff. Weil man selbst keinerlei Beweise vorzeigen kann, weil der größte Geheimdienst und das größte Kriegsbündnis der Welt nicht in der Lage sind, auch nur den Hauch eines belastbaren Beweises zu liefern, werden Blogger als Experten herangezogen, die gestern noch Taxifahrer oder Pizzalieferanten waren (um mal ein bisschen angemessene Polemik zu verwenden) und die nun ihre ganz persönlichen militärischen „Analysewerkzeuge“ entwickelt haben wollen, mit denen sie angeblich nachweisen können, woran NATO und USA bisher scheitern. Es wäre aberwitzig, wenn es nicht so ernst wäre.

DGAP-Schwätzer Meister will die Unfähigkeit des Westens, seine eigenen kriegspropagandistischen Behauptungen zu beweisen, damit erklären, dass man ja lieber gar keine Beweise haben wolle, weil man sonst ja womöglich eingreifen müsse. Alles klar?

ZDF_spezial_Debalzewo_MeisterMeister: „Die Konsequenzen für die europäische Union und auch für den Westen wären eben gravierend. Also wenn man man… Wir würden eingestehen, hier gibt es nen Konflikt in dem Russland direkt beteiligt ist und öh es müsste möglicherweise militärische Konsequenzen geben öh es müsste öhh noch va viel schärfere Sanktionen oder vvvviel schärfere Ma.. Maßnahmen der Europäer, des Westens geben ähm und ich glaube, dass diese Konsequenzen eigentlich keiner ziehen möchte.“

Das muss man sich mal ohne sein Gestotter auf der Zunge zergehen lassen! Meister wird von Großkonzernen und der deutschen Regierung bezahlt und darf im öffentlich-rechtlichen Rundfunk völlig unhinterfragt einen derartig grotesken Mumpitz erzählen. Das hieße nichts anderes, als: John Kerry hat sehr wohl Beweise für ein russisches Eingreifen, behält die aber lieber für sich und macht sich mit unbewiesenen Behauptungen zum öffentlichen Affen wie seinerzeit Colin Powell vor der UN. Nur um keine Waffen an die Ukraine liefern zu müssen, oder was? Für wie bescheuert hält Meister eigentlich die deutschen Zuschauer? Und warum darf so ein Dummschwätzer in den von den Bürgern bezahlten ÖR einen solchen Blödsinn verbreiten? Es ist grotesk, was hier stattfindet – völlig irre. Und die Maulhure Fornoff steht dann im Studio und behauptet angesichts dieser „wasserdichten Beweisführung“ wiedermal eine „offenkundige russische Unterstützung“ in die Welt.

Nach dieser unfassbaren Volksverdummung geht es auf gleichem Niveau weiter. Nun wird Ralf Fücks von der Böll-Stiftung präsentiert, die an dem Krieg in der Ukraine maßgeblich Schuld hat, denn ihre Mitglieder, darunter Fücks‘ Frau Marieluise Beck, Rebecca Harms und andere, haben seit Jahren Wühlarbeit geleistet, um die Ukraine in die EU zu zerren.

Man muss dieses speichelleckerische „Interview“ Fornoffs, der als Stichwortgeber agiert, nur einmal mit dem Interview seines Kollegen Walde mit Bernd Riexinger vergleichen, um zu erkennen, welche Welten dazwischen liegen. Auf Stichwort Fornoffs darf auch Fücks die völlig unbelegte Behauptung einer militärischen Unterstützung Russlands als quasi bewiesen behaupten.

Fornoff: „Gibt es für Sie irgendeinen Zweifel daran, dass Russland massiv eingreift?“

ZDF_spezial_Debalzewo_FücksFücks: „Ich glaube, einen vernünftigen Zweifel daran kann es nicht geben. Dass ergibt sich schon aus den Waffensystemen, die jetzt gegen die Ukraine eingesetzt werden. Das sind ja hochmoderne Waffen, Panzer T 72, das sind Granatwerfer, das sind ferngelenkte Raketen. Das setzt professionelle Soldaten voraus…“

Hochmoderne T72! Alles klar? Ferngelenkte Raketen? Die ukrainische Armee setzt ballistische Raketen ein, aber von den Separatisten ist Vergleichbares nicht bekannt. Vielleicht haben sie ja in Debalzewo etwas in der Art erobert. Zumindest die Munition, die ihnen dort in die Hände fiel, soll für einige Feldzüge reichen.

Zur vollendeten Verhöhnung der Zuschauer wird zum Schluss ein „Interview“ Fornoffs mit seinem eigenen ZDF-Kollegen Walde gesendet, der nun in der Art eines Pressesprechers die Sichtweise der Regierung auf die Vorgänge in Debalzewo zum Besten geben darf.

ZDF_spezial_Debalzewo_Walde

Fazit:
„Journalismus“ als Farce! Mit den Rundfunkstaatsverträgen wischen sich diese hoch bezahlten und geistig minderbemittelten Agitatoren bestenfalls den Arsch ab.