Schlagwörter
Assad, Desinformation, Doppelmoral, Gekaufte Journalisten, Propaganda, Russland, Verschweigen
Normalerweise zitieren deutsche Medien immer gerne die angeblich so seriöse NYT – wenn es ihnen gerade in den Kram passt. Was die NYT über die saudische Ölpolitik schreibt, scheint ihnen nicht zu gefallen, denn bisher findet man darüber kein Sterbenswort in den wieder einmal gleichgeschaltet auftretenden deutschen Medien.
„Saudisches Öl als Hebel, um Russlands Unterstützung für Syriens Assad aufzubrechen“
Man könnte meinen, dass diese Information für die deutschen Bürger nicht uninteressant wäre. Problematisch für die transatlantischen Propagandisten ist sie deshalb, weil sie offenbart, an wessen Seite der Westen wieder einmal politisch steht: an der einer menschenverachtenden Saudi-Diktatur, mit der die deutsche Wirtschaft beste Geschäfte macht und an deren Seite der Westen einen weit minder problematischen Staat (Syrien) in einen Bürgerkrieg gestürzt hat, der Zigtausende getötet, Millionen vertrieben und weite Teile des Landes verwüstet oder in die Hände von fundamental-islamistischen Halsabschneidern gebracht hat.
WASHINGTON — Saudi Arabia has been trying to pressure President Vladimir V. Putin of Russia to abandon his support for President Bashar al-Assad of Syria, using its dominance of the global oil markets at a time when the Russian government is reeling from the effects of plummeting oil prices.
Saudi Arabia and Russia have had numerous discussions over the past several months that have yet to produce a significant breakthrough, according to American and Saudi officials. It is unclear how explicitly Saudi officials have linked oil to the issue of Syria during the talks, but Saudi officials say — and they have told the United States — that they think they have some leverage over Mr. Putin because of their ability to reduce the supply of oil and possibly drive up prices. (LINK)
Was bedeutet das?
Das heißt nichts anderes, als dass der Westen – und mit ihm die Bundesregierung – weiter kräftig daran arbeitet, ein fundamental-islamistisches „Staatengebilde“ in Syrien und Irak zu errichten. Das geopolitische Interesse speist sich aus dem Ziel der USA, den schiitischen und russischen Einfluss in der Region zu brechen. Eine verwüstete Region, die auf Jahrzehnte in eigene Konflikte verstrickt ist, wird verhindern, dass sich eine ernsthafte Bedrohung für das israelische Apartheitsregime entwickeln kann.
Die Vorgänge um Kobane zeigen mitnichten, dass die USA gegen den IS kämpfen. Sie beweisen lediglich, wie die USA den IS gezielt einhegen.
Das ist imperialistische und kolonialistische Machtpolitik auf dem Rücken von Millionen Menschen. Wenn Hunderttausende von ihnen auf der Flucht vor Tod und Terror nach Europa strömen, scheint das den USA geradezu recht zu sein. Deutsche Politiker und Medien, die sich seit 1945 nur als Wurmfortsätze der Besatzungsmacht USA entwickeln konnten, unterstützen hier – so wie in der Ukraine – eine Politik, die nicht nur menschenverachtend ist, sondern den ureigenen Interessen Europas diametral entgegenläuft.
Neben dem neuen eisernen Vorhang zu Russland wird damit obendrein im Südosten Europas ein fundamental-islamistisches Terrorcamp etabliert, dessen Auswirkungen wir noch massiv zu spüren bekommen werden.
Es wundert also nicht, dass es den Maulhuren in den transatlantischen Medien durchaus schwer fällt, den Bürgern diese Politik zu erklären oder schlimmer noch, als sinnvoll zu verkaufen.

Der „Ölpreis“ ist eine Chimäre, der typische Betrug von Staats/Konzernfunk und Herrschenden.
Angegeben wir die teuerste Sorte (Brent Spar) am teuersten Handelsplatz (Spotmarkt) und dabei verschwiegen das so gut wie niemand im Downstream zu diesen Preis einkauft.
Wegen der fehlenden Planungssicherheit wäre es auch für alle beteiligten schlichtweg Unsinn. Heizöl- und Benzinpreis sind politische Preise. Sie folgen der ageblichen Marktentwicklung viel zu schnell (ausgenommen die traditionelle Erhöhung zu Ferien- und Feiertagsbeginn).
Mit einem niedrigen Spotmarktpreis wird m.E. nicht Russland oder ein anders Land angegriffen sondern der Fracking Markt in den USA vom Großkapital übernommen. Das Verfahren (gleichwohl stark übetrieben dargestellt) hat sich bewährt. Durch notleidende Kredite wird das Geschäft jetzt über kurz oder lang billigst eingekauft
My2cts.
Ein schlechter Beitrag der Propagandaschau. Wenn die New York Times im eigenen Sinne berichtet, beruft man sich doch wieder gerne auf ihr angebliches „Renommee“.
Zur Thematik der Ölpreisentwicklung seien nur zwei Punkte angemerkt. Erstens handelt es sich um ein hochkomplexes Thema, das mit derart simplizistischen Theorien nicht erklärt werden kann. Dass die saudische Interessen dahinterstecken, ist noch am offensichtlichsten. Dass das ganze mit Unterstützung der USA geschieht, um Russland zu schaden, darf bezweifelt werden.
Zweitens liegt der Ölpreis immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt:
Ein Barrelpreis von 25-40 USD wie in den Jahren 1985-2005 ist keineswegs außergewöhnlich.
Der niedrige Ölpreis war eine Idee Ronald Reagans. Damit griff er die Devisenreserven der Sowjetunion an, um sie in die Knie zu zwingen.
Was damals funktioniert hat, ich denke, Putin hat mehr Verstand und siehe, die Chinesen sind über die neue Pipeline aus Rußland beglückt, zumal sie ihre Abhängigkeit vom US-Öl reduzieren wollen.
Putin hat gezeigt, wie man richtig Krieg führt. Die Krim, das war ein Blitzkrieg, und noch ehe der Westen überhaupt verstand, was da passiert, war er schon wieder zu Ende.
Im Ukraine-Konflikt geht es zum einen um die Bodenschätze in Donesz, zum anderen natürlich um das russische Öl. Die westlichen Fördergesellschaften sind daran sehr interessiert. Interessiert, daß die Industrie wieder privatisiert werden.
Tatsächlich wissen nur die Fördergesellschaften, wie viel Öl noch vorhanden ist. Die hüten ihre Erkenntnisse wie ein Staatsgeheimnis. Und weil sehr viele Bohrlöcher versiegen, die westliche Industriegesellschaft auf Öl angewiesen ist wie ein alter Säufer, müßten in den nächsten 20 Jahren 4 Mal saudi Arabien entdeckt werden, um den Verbrauch auf dem heutigen Stand zu zu decken.
Ohne Öl brechen die USA entzwei. Und auch die EU. Was mich jetzt nicht so sehr entsetzt. Vor allem die amerikanische Weltpolizei.
Je länger der Konflikt dauert, desto mehr gerät dieses Mal der Westen unter Druck. Putin sitzt am längeren Hebel. Die Russen sind zäh, das haben sie im Zweiten Weltkrieg bewiesen und unter der Sowjetdikatur. Die wollen sich nicht verkleinern zu einem US-Protektorat.
Rußland hat Öl, Panzer, riesige Länderreien. Was will man mehr?
Laut Artikel von Russiatoday von gestern –
Der Bericht wurde von Aleksey Pushkov, der Leiter des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten in der russischen Staatsduma, abgeschmettert.
„Die New York Times hat so viele Male Informationen verzerrt, um so mehr wie die ukrainische Krise begann. Ich würde Sie nicht empfehlen, es als eine zuverlässige Quelle zu nehmen. Es gab keine Gespräche über solchen Austausch“ der Funktionär sagte der RSN-Radio-Station.
Und das ist meine Meinung darüber: Ich bin kein Analytiker, aber solche Vabanque-Spiele sind seit langen Priorität der US-Administrationen, die konsequent dabei sind das Land in den Ruin zu treiben. Und passen zum Spruch von General De Gaulle, der sagte „Die USA haben keine Freunde, nur Interessen“ und daher ihre Alliierten sehr schnell verraten haben, wenn ihre Agenda es verlangte.
Hat dies auf SaveDonbassPeople rebloggt.
In dem Fall gebe ich dem ÖRR Recht, denn der Bericht hat sich als eine Ente entpuppt.
Das einzige, was an dem NYT-Artikel eine Ente ist, ist dieser Satz:
Saudi Arabia and Russia have had numerous discussions over the past several months that have yet to produce a significant breakthrough, according to American and Saudi officials.
Wobei auch nur bestritten wird, dass es solche treffen zwischen Saudi-Arabien und Russland gab, aber dass amerikanische und saudische „Offizielle, die anonym bleiben wollen“ das gesagt haben, will ich gar nicht bestreiten. Die ticken wirklich so, dass sie ihre Wunschträume entgegen aller Fakten herbeireden. Ich nehme denen sogar ab, dass sie völlig überzeugt davon sind, dass es solche Treffen gab. Ich meine, das Weisse Haus sehe ich schon lange als Irrenanstalt für Gutbetuchte an, da ist das also ganz normal.
Aleksey Puschkov sagte aber, dass es eine Ente ist und Puschkov ist nicht einfach irgednwer. Normalerweise wird von der russchischen Regierung auch nicht jedem Mist, der in den Medien kommt, auch widersprochen.
Der derzeitig niedrige Öl-Preis ist, dass kann man mal so in den Raum stellen, Teil einer Kriegsvorbereitung(Kann jemand Statistiken aus den Jahren 1936-1939 auftreiben?). Die US-Armee muss sich ja mitlerweile zu Tode langweilen, kein aktiver Gross-Einsatz weit und breit, dass kann nicht lange gut gehen.
Ich hab ne andere schöne Korrelation.
http://economistsview.typepad.com/.a/6a00d83451b33869e201b8d085b360970c-500wi
Peak Missverhältnis -> Krieg
Wie Vertrauensvoll die Quellen sind kann ich nicht, muss jeder mit sich selber ausmachen, sagen:
http://www.unciatrends.com/oel-preis-entwicklung-chart-jaehrliche-historische-kurse/
Einstellungen: 1910 – 1950
Seite 3 : http://www.kompetenz-wasser.de/fileadmin/user_upload/pdf/veranstaltungen/WWimWandel06/WWWandel_matthes_291106.pdf
Seite 19: http://www.wifa.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/itvwl-vwl/makro/Lehre/ws/eoe-v/10Entwicklung_Vorlesung_05.pdf
Ja genau! Das könnte sich im eigenen Land entladen…
Bei diesen (Propaganda) Videos vom September 2014 lohnt es sich in die Gesichter der Klatschenden zu sehen. Besonders zuversichtlich sehen sie nicht aus. (Minute 0:43) Die Abgeordneten des US-Kongress könnten kriegsmüde sein? (Laut „RT deutsch“ sind 80 Prozent der Amerikaner gegen einen weiteren Krieg.)
Ich wette das nichtmal die restlichen 20% Krieg wollen. Der Konflikt ist für die Bevölkerung in Amerika einfach nicht greifbar. In Richtung Norden die „Kanadier“, in Richtung Süden eine dicke Mauer, dahinter die Sinnflut. Ahja Richtung West Japan und mit dem Osten, Kuba, versucht man sich ja gerade anzufreunden…
der Ölpreis zeigt aber auch, deckt auf, dass sein Höhenflug ebenso künstlich erfolgte, und zwar um damals den USA den Fracking wirtschaftlich zu machen. Inzwischen ist Fracking entwickelt und nicht mehr so teuer wie am Anfang und USA leistet sich Kosten, um Russöand auf die Knie zu zwingen..
Dass dieser seltsame Ölpreisverfall aus USA gelenkt wurde, darüber kann es nicht den geringsten Zweifel geben. Es lassen sich ja auch Beträge rechnen, die es Saudies und US-Ölfirmen kostet. Aber der Incle Sam hatte gute Argumente.
Zumal, machen die so auch noch beim Verbraucher Punkte gut, weil Spritpreis sinkt. Jedoch nicht im gleichen Mase, da im Spritpreis inzwischen es feste Steuieranteile gibt, die njicht prozentuell sinken. Und die Ölrafinerien geben nicht alles weiter an den Verbraucher. 2 Schritt hoch und nur einen zurück machen alle Energieverkäufer.
USA erpresst systematisch Russland, erfindet Greuelgeschichten, verheimlicht eigene Akktivitäten und bügelt selbt Verbrechen der Verbümdeten käuflichen „Demokraten“, egal ob Islamisten oder Antirussen oder Banderafaschisten.
Und Europa, statt wie seit Jahren verlangt, eine eigene Außenpolitik zu entwickeln, ist nur noch Exekutivorgan von Washonton und Pentagon.
Zumal, machen die so auch noch beim Verbraucher Punkte gut, weil Spritpreis sinkt.
gib der masse hirn
es ist der beweis dass wir von der usa in den letzten 4-5 jahrzehnten immer über den tisch gezogen und betrogen wurden
der gefeierte 15 miliarden quartalsgewinn von apple – das offenbart das komplette totalversagen der hoch gelobten beamten und politiker kaste
denk ich an deutschland in der nacht bin ich um den schlaf gebracht
gott sei dank bin ich hier komplett ausgestiegen und mache mir die finger nicht mehr schmutzig zum kotzen
Was vor 20 Jahren noch funktioniert hätte, wird aber zukünftig nicht klappen. Die USA zocken und merken nicht, dass ihre Karten viel, viel schlechter geworden sind.
Russland hat inzwischen mit China einen mächtigen Handelspartner und der hat einen geradezu unstillbaren Bedarf an Öl und Gas. Es ist richtungsweisend, dass China russisches Öl aktuell nicht zum Dollar-Weltmarktpreis kauft, sondern so wie 2013 ausgehandelt für 90$. Dollars hat China billionenfach und es tut ihnen nichtmal weh, hier auch mit einer politischen Geste gegenüber Russland und dem Westen aufzutreten. Mehr noch, man hat bei den Verträgen sogar nachgelegt, das Limit sind eigentlich nur die Öl- und Gastrassen, die in den kommenden Jahren aber massiv ausgebaut werden.
Ein Großteil des ost- und mittelasiatischen Raumes droht zudem, den Öldollarstrategen in Washington wegzubrechen. Dazu kommt, dass BRICS immer mehr handfeste Konturen annimmt, mit eigener Bank, mit Handel unter Umgehung des Dollars. Schließlich wird die gegenwärtige restriktive Ölpreis- und Sanktionspolitik des Westens auch deshalb ein Eigentor werden, weil Russland gewissermaßen gezwungen wird – was Putin auch mehrfach betont hat – seine wirtschafltiche Schieflage, die vorrangig aus der Förderung von Rohstoffen besteht, zu korrigieren. Zu was Die technologisch fähig sind, erkennt man an ihren Rüstungsprodukten. 90 Prozent aller Rüstungsgüter kauft China bei den Russen ein. Das Bündnis dieser beiden Staaten macht die inzwischen so stark, dass der Traum der USA von ihrer Weltdominanz ausgeträumt ist.
Saudi-Arabien traue ich eine solche Stärke nicht zu, dass sie Machtspielchen mit den USA anzetteln könnten.
Wer weiß, wer hier spekuliert, um die Märkte durcheinander zu bringen und irgendwann groß abzukassieren, fast automatisch kommt man dann bei solchen Gedanken auch auf einen gewissen Soros…
Die Hälfte der Fracking-Bohrlöcher ist schon stillgelegt worden. Eben doch teuer.
Die andere Hälfte wird folgen.
Der Ölpreis ist nach wie vor der maßgebende Inflationsindikator. Verfällt der Ölpreis, droht Deflation. Und die hat nicht nur das Massenelend der ersten Weltwirtschaftskrise ausgelöst, sondern führte auch zum großen Krieg.
Heute gab’s eine unscheinbare Meldung, die auch schon wieder verschwunden ist. Und im direkten Zusammenhang mit dem niedrigen Ölpreis stehen sollte. EU-Prognose: Eurozone rutscht 2015 in Deflation
Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.
Übrigens > Wer Saudis schön redet & Assad schlecht, der steht auf der
Seite der EXTREMISTEN..nur mal nebenbei, wegen ISIS << mix support by usa, saudi, katar & israel
Ich denke, die NYT will nicht eingestehen, dass von der saudi-arabischen Ölpreissenkung alle erdölexportierenden Länder betroffen sind, und ziemlich hart die USA mit dem Fracking. Es gibt darüber, warum es zum Absenken des Ölpreises kam, von ernst zu nehmenden Ökonomen und Politikern Untersuchungen, die ausweisen, dass es gar nicht um Russland dabei geht, auch nicht um Venezuela, aber die trifft das natürlich besonders. Und wenn die NYT aber solch eine Nachricht schreibt, dann gibt sie eben ihrem Affen nur Zucker: Immer drauf auf die Russen! Wir werden die schon kleinkriegen! Demnächst verbilligen wir das Ohropax und die Wintersocken. Das wollen wir doch mal sehen, was die Russen dann machen! Der reinste Propagandakrieg, nichts weiter.
und die Russen halten es lange aus, bis dahin ist das Volk im Westen längst EXPLODIERT :D
Die sprache der Bilder zu den Artikeln sind genau so widerlicher Teil der Propaganda geworden wie die Texte. Man beachte das zerknirschte Gesicht und nidrige Haltung gegenüber dem angeblichen Machthaber in der Sache.
.
Auch das als besonders intelligent, mit Hintergrund, besonders Recherchiert, von einem spezielen Autor geschrieben, von spezieller Authorität kommend… na das diese Artikel oft mit einem Schwarz Weiss Bild des Authors daherkommen, ansatt Farbe wie Wir es gewohnt sind.
.
Auch das Photos oft von der gleichen Bildagentur kommen und Grenzüberschreitend genau gleich sind.
.
Es gibt noch etlïche andere zur Gewohnheit verkommene Propaganda und Desinformations undcIrreführende Anteile in den hiesigen Medien und was Wunder, das Layout gleicht sich in vielen der Medien… leider auch beim sdlichn Nachbarn, der Schweiz.
.
Dort wurde vom staatlichen TV und Radio SRF ein bekannter Russland und Putinfeind, David Nauer, zum neuen Auslandredaktor mit Sitz in Moskau bestimmt. Heute noch beim TA Media Konzern beschäftigt. Wer das wohl zentral empfohlen hat…
Die Methodik der Propaganda wurde eben von den Vorgängern „in einer Linie“ weitergereicht:
Hugenberg -> Goebbels -> Springer -> Rest der Lügenpresse
Jedem objektivem Beobachter drängte sich schon immer der Verdacht auf, dass die USA Saudi-Arabien erpresst, damit sie dort die geförderte Ölmenge nicht reduzieren. So bleiben die Ölpreise niedrig, der Westen jubelt und Russland wird geschadet; ganz nebenbai auch Venezuela und dem Iran. Saudi-Arabien selber hat keinen Grund Russland zu schwächen und die Theorie, Saudi-Arabien tue das alles nur, um den Iran zu schwächen oder das amerikanische Fracking zu verhindern, halte ich für nicht glaubhaft. Fracking ist nicht so produktiv wie erhofft und sehr teuer – auch ohne Saudi-Arabien und die Schiiten mit dem Iran sind kein lebensbedrohlicher Konkurrent für die Saudis. Die Amerikaner könnten Saudi-Arabien jedoch schon morgen zum Schurkenstaat erklären und das Regime wegbomben. Der neue Monarch in Saudi-Arabien hat das sicher verstanden und die vereinzelten kritischen Artikel in der westlichen Presse über Saudi-Arabien in letzter Zeit sicher verfolgt. Momentan sind die USA in der besseren Verhandlungsposition. Sie könnten einen vorrübergehenden Ausfall des saudischen Öls leicht wegstecken und deshalb Saudi-Arabien leicht militärisch in einen zweiten Irak verwandeln. Dazu wird es jedoch nicht kommen, da die saudische Monarchie eben nicht so dumm ist und lieber weiter viel Öl pumpt. Immerhin ist noch genug da für ihre und die nächste Generation.
Stimme Dir zu, vielleicht haben auch einige gedacht, daß der Preis nicht so tief fallen bzw. eine der Parteien schneller aufgeben würde.
Ich hatte mal irgendwo gelesen, daß eh nur ein gewisser Teil des Öls zum Börsenpreis gehandelt wird, viel ist auch über direkte und langfristige Verträge gebunden und über Hedges nach oben und unten abgesichert. So soll es einige Airlines bös erwischt haben, weil sie ihren Benzinbedarf zu teuer einkaufen während die Konkurrenz die Preise senken kann.
Nachdem der Verursacher und die Gründe lange verschleiert wurden, es zwischendurch sogar dazu hieß, Russland wäre schuld und wolle dem Fracking schaden, nun also die Aufklärung.
Wenn man versucht, etwas zwischen den Zeilen zu lesen, ist doch eine Menge Bewegung im Spiel, die FAZ bringt heute diesen Artikel:
Terrorist Moussaoui sagt aus
Saudische Herrscherfamilie als Geldgeber von Al Qaida?
Brisante Vorwürfe gegen führende Mitglieder der saudischen Königsfamilie. Der als Terrorist verurteilte Zacharias Moussaoui hat als Zeuge drei Prinzen und führende islamische Geistliche in Saudi-Arabien als Unterstützer des Terrornetzes Al Qaida beschuldigt.
Natürlich sind diese Dinge lange bekannt und wurden bisher verschwiegen, deswegen ist es um so interessanter, daß sie jetzt hervorgeholt werden.
Mischa, ich will hier nicht kleinlich sein, aber wie sehr uns hier als Individuen und Gesellschaft Referenzen und Standards von klein auf vermittelt werden zeigt deine Aussage „nun also die Aufklärung“ wie wenn die NYT wirklich Aufklären würde wenn dort etwas steht… das tut die aber nicht wirklich. Auch hinter diesem Konzern steht jemand mit viel Geld….
Tut mir leid, ich meinte auch „Aufklärung“. Die ist bei nur schon etwas her und ich habe die Kiste mit den Gänsefüßchen nicht gefunden.
Ich schon klar, daß hier ein Spiel gespielt wird, in dem ganz unterschiedliche Parteien vielerlei Eisen im Feuer haben.
Interessant ja, wobei die Taz als westlicher Diskursträger qua Irrelevanz ausfällt. Da ist der NYT-Artikel schon spannender. Einen „pazifistischen“ Paradigmenwechsel kann ich da allerdings noch nicht hineindeuten, dafür ist die Einbettung der NYT in die imperiale Herrschaftsmechanik viel zu tief. Einstweilen vermute ich da eher die amerikanische Fracking-Industrie als Hintergrund solcher Meldungen, die unter den gegenwärtigen Dumpingpreisen ja ebenso leidet wie die Russen. Erste Unternehmen wie WBH Energy haben ja schon Konkurs angemeldet.
Es gibt ja hinsichtlich der Ölpreismanipulation zwei verschiedene Thesen: Entweder hat Saudi-Arabien tatsächlich den USA den Krieg erklärt, indem man die amerikanischen Fracking-Konkurrenten wieder aus dem Markt treiben und somit das alte Abhängigkeitsverhältnis wiederherstellen bzw. wahren will. Oder es ist eben der zumeist vermutete amerikanisch-saudische Plot, um Russland in den Abgrund zu stürzen, wobei das eben mit extrem hohen Kosten auch für die Amis verbunden ist. Chicken game.
Sollten wir jetzt eine nachhaltige Medienkampagne gegen Saudi-Arabien erleben, spräche wohl einiges für erstere These.;-)
Einerseits halte ich es für absolut ausgeschlossen, daß sich SA gegen die USA stellt. Anderseits bin ich mir sicher, daß sie mit den neuen US-Plänen für die Arabische Halbinsel auch nicht sooo ganz einverstanden sein können.
Die berühmt-berüchtigte Peters-Karte. Kann man ernst nehmen, muss man aber nicht. ;-)
@anonymuus
Nein, die Karte stimmt nicht, schon mangels eines einheitlichen Staates Syrien, der schlicht nicht mehr existiert, ebenso wie der Irak. Hier mal eine relativ realistische Karte der Situation in Syrien:
http://www.thedailybeast.com/articles/2015/01/14/exclusive-isis-gaining-ground-in-syria-despite-u-s-strikes.html
Davon ist Peters mit seiner 2006er Karte sehr weit entfernt. Mal sehen, wie sich die Dinge noch entwickeln, aber im Moment regiert ja das Prinzip Chaos. Man kocht eine langfristig brodelnde Suppe, bei weitgehender Desintegration staatlicher Souveränität.
also was ich an der Karte von the daily beast stört ist, das für die Syrische Regierung das Wort „Syrian Regime“ verwendet wird und das der rote IS Teil viel zu gross dargestellt wird.
.
Auch Kartenmaterial ist Propaganda.
.
Der nach meinen Kenntnissen neutralste Kartenverlag ist der The Times Atlas of the World in dem alle Länder gleichberechtigt dargestellt werden… lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Zu dieser Frage, wie es zu dem Absturz des Erdöl-Preises kam, gibt es heute auf Zero Hedge interessante Ausführungen (Artikel und kontroverse Diskussion):
http://www.zerohedge.com/news/2015-02-03/another-conspiracy-theory-becomes-fact-entire-oil-collapse-all-about-crushing-russia
@ M
Hier eine aktualisierte, von der New York Times vor kurzem veröffentlichte Karte. Da sieht die Sache für SA sogar noch etwas ungünstiger aus:
Quelle:
http://www.nytimes.com/interactive/2013/09/29/sunday-review/how-5-countries-could-become-14.html?_r=0
(ps: klar, kann man glauben oder auch nicht. Was jedoch den Irak und Syrien anbetrifft, stimmts inzwischen.
Danke! Ja, Zerohedge ist immer mal wieder einen Blick wert. Gut, sie gehen hier klar in Richtung der zweiten These, und auch ich für meinen Teil neige stark zu dieser vorherrschenden Lesart.
@ anonymuus
Sorry, Kommentar verrutscht. Siehe Kommentar weiter oben.
@ M
bitte nochmal auf die Karte der NYT schauen. Dort existiert der Irak und Syrien eben nicht mehr (Libyen übrigens auch nicht). Das grün gefärbte Gebiet ist in etwa das, welches mittlerweile vom IS kontrolliert wird. Blau die Kurden, Lila die Schiiten.
@ anonymuus
Ach so, ich dachte, du beziehst dich in deinem P.S. noch auf die Karte von Peters. Stimmt, die Karte von Wright in der NYT geht mit Abstrichen in die Richtung. Sein angedachtes „Alewitistan“ z.B. ist ja heute kein konfessionell homogenes (=alewitisches) Gebiet, sondern eine nochmals reduzierte Version des verbliebenen Hoheitsgebiets des ehemaligen Staates, inklusive vieler Sunniten, und ein paar Schiiten, Drusen und Christen. Aber näherungsweise stimmt die Karte, da hast du recht.
Mischa, ich wette mit Dir, dass in nicht allzu ferner Zeit eine Nachfolgemeldung herauskommen wird: „Die Vorwürfe Moussaouis konnten nach gründlicher Recherche nicht bestätigt werden.“
Im Moment ist Saudi-Arabien im öffentlichen Focus, d.h. man versucht, die Leute da wieder abzuholen, wo sie gerade stehen – vermute ich.
Dabei konnte kurz vor Sochi jeder sehen, der wollte, wer der wahre Hintermann, Anstifter und Auftraggeber der sog. „islamistischen Terroristen“ ist, nämlich als „Prinz“ Bandar bin Sultan bei einem persönlichen Besuch in RU ggü. Putin drohte, während der Festspiele terroristische Anschläge durchzuführen, sollte er nicht auf seine Forderungen eingehen.