Sie sind beide in die Jahre gekommen und die besten liegen definitiv hinter ihnen. Die Rede ist von zwei Frauen, die sich beide selbst an der Speerspitze der emanzipatorischen Bewegungen verorten, auch gerne dort verorten lassen, wobei beide inzwischen von ganz konservativen, das System stabilisierenden Kräften instrumentalisiert werden. Beiden Frauen ist in ihrer politischen und publizistischen Karriere das Emanzipatorische abhanden gekommen. Ersetzt haben es beide durch einen durch und durch autoritären Habitus, der sich nicht mehr an Fakten, sondern an eingeübten Sprachmustern orientiert, die sich an gesellschaftlichen Strukturen abarbeiten, die es in dieser Form nicht mehr gibt. Die Rede ist von der Steuerhinterzieherin Alice Schwarzer und von der Spendensammlerin in eigener Sache Jutta von Ditfurth.
Bevor Alice Schwarzer wegen Steuerhinterziehung in die mediale Karenzzeit geschickt wurde, fiel sie durch ihr Engagement zum Themenkreis Prostitution auf. Ihre Thesen, wie zum Beispiel die, dass Sexarbeit niemals freiwillig sein könne, stieß bei denen, die in…

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