Programmbeschwerde eines pensionierten Verwaltungsrichters:
ARD-Tagesschau verfälscht die Wahrheit
Von Peter Vonnahme
Der pensionierte Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Peter Vonnahme wirft dem Norddeutschen Rundfunk am 17. Januar in einer Programmbeschwerde vor, am 11. Januar nach den Attentat gegen die Redaktion von Charlie Hebdo in einigen Tagesschau- und Tagesthemen-Sendungen die Zuschauer betrogen zu haben. Man habe in den Sendungen den falschen „Eindruck erweckt, dass 40 Staats- und Regierungschefs an der Spitze des Trauerzuges von mehr als einer Million Teilnehmern marschiert sind.“ Hier sein Brief an Intendant und Chefredakteur des NDR.

Dank an ein Mensch für den Hinweis an den Propaganda-Melder!
Nicht schlecht: Ich kläre hier darüber auf, dass nicht die tagesschau gelogen hat, sondern die „Propagandaschau“ und andere sogenannte Medienkritiker. Das müsste eigentlich dazu führen, dass man die eigene Arbeit überdenkt. Angebliche Lügner demaskieren wollen und selber lügen: peinlich.
Ist euch Kameraden egal, da ihr nur von Hass gegenüber denen da oben oder wem auch immer gegenüber getrieben seid. Meine Aufklärung wird ignoriert und stattdessen die nächste Sau durchs Dorf getrieben.
Wenn Typen wie ihr in diesem Land etwas zu sagen hätten, müsste so mancher ans Auswandern denken.
Das hatten wir schon einmal.
Schieben Sie sich ihre „Aufklärung“ in den Körperteil mit dem Sie denken!
@Genoveva
Worüber haben Sie aufgeklärt?
Erst war ich erfreut, was ich las, aber dann habe ich den Respekt für diesen Richter wieder verloren, und zwar bei folgendem feigen Disclaimer-Teil inklusive Denunziation der Medien, die ihm überhaupt erst ermöglichen, eine Programmbeschwerde mit Belegen zu untermauern:
„Es verwundert nicht, dass zunehmend von Lügen in den Medien die Rede ist, wiewohl ich nicht alle Motive hinter derartigen Vorwürfen gutheiße (Beispiel: den von Pegida erhobenen Vorwurf „Lügenpresse“).
Außerdem zeigt sich bereits jetzt, dass die sog. „Empörungsindustrie“ solche Fehlleistungen begierig aufgreift.“
Heißt im Klartext: Geliebte Staatspresse, bitte überlaßt das Medienfeld nicht dem Feind.
Der erwähnte Brief von Herrn Vonnahme ist eine Lüge, nicht die Berichterstattung der Tagesschau. Der Politiker-Tross lief der Demo vorneweg, es war nur ein etwa 100 bis 200 Meter langer freier Streifen zwischen den Politikern und der Demo gelassen worden, aus Sicherheitsgründen.
Medienkritik üben wollen und dabei einfach lügen, tolle Sache. Aber wer in der NrhZ publiziert, weiß, was er tut.
Gniffke behauptet doch in seiner „Dankesrede“ an die Gegnerleser, dass er keinen Hubwagen so schnell bekäme, um den Marsch richtig zu dokumentieren können.
Aber wie sieht es denn mit dem Leiterwagen (o.ä.) im Hintergrund aus? Ist das ein Denkmal für Schornsteinfeger?
Kann mich ebenfalls dem Beschwerdebrief des Herrn Vonnahme voll und ganz anschliessen…
Dass ausgerechnet ein – pensionierter – Richter des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (mit Betonung auf „Richter“ und „Bayern“) den „geistigen Betrug“ in der Sache erkennt und „anklagt“, freut mich, zumal es grade in Bayern wohl des öfteren schwierig werden dürfte „echtes Recht“ irgendwann anerkannt zu bekommen.. (man erinnere sich z.B. an den Fall Gustl Mollath) während andere (z.B. Hoeness) in einen nicht endend wollenden „bayerischen Justiz-Genuss“ kommen…
Ansonsten möchte ich mich der Meinung des Users „Problembär“ anschliessen:
Problembär sagte:
22. Januar 2015 um 20:44
„Zustimmung für diesen Beschwerdebrief, aber eines ist auffällig. Es sind zumeist Pensionierte und allgemein Menschen, die ausgesorgt haben, die sich gegen solche Mißstände wehren. Der Rest scheint aus Abhängigkeit nicht den Mund aufzukriegen“
Wäre schön, wenn man hier am Thema dranbleiben könnte, um zu erfahren, wie es mit dem Beschwerdebrief weitergeht…
Ich habe heute schon herzhaft gelacht, als ich ein zu erwartendendes Argumentationsmuster von Dr. Gniffke – inklusive der entschiedenen Zurückweisung – im Handelsblatt lesen musste: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/debatte-ueber-medien-kritikpunkt-6-inszenierte-bilder-aus-paris/11258762-7.html
„‚Angeführt wurde der Gedenkzug vom französischen Staatspräsidenten Francois Hollande‘ und ‚Inmitten einer Millionen Menschen marschieren Spitzenpolitiker aus aller Welt vereint‘. – Beide Formulierungen sind sachlich nicht falsch, ‚angeführt‘ ist ein journalistischer Standard, der sich auf den Wortführer, nicht die räumlichen Verhältnisse dreht. Die Politiker befanden sich auch zweifelsfrei inmitten von Millionen – nur nicht mitten unter ihnen.“
Die Art und Weise, wie „das in Paris“ durchgezogen wurde, um die Menschen aller Orten richtiggehend zu „täuschen“ hat etwas an sich, das stark an den früheren Job von Merkel in der DDR erinnert… u.a. „Sekretär für Agitation und Propaganda“…
Merkel voll in ihrem – ost-westlichen – IM-Eliment?…
Zustimmung für diesen Beschwerdebrief, aber eines ist auffällig. Es sind zumeist Pensionierte und allgemein Menschen, die ausgesorgt haben, die sich gegen solche Mißstände wehren. Der Rest scheint aus Abhängigkeit nicht den Mund aufzukriegen
Meinen vollen Respect hast du dafür und das sagt jemand der diesem statt nichts mehr glaubt danka dafür Peter Vonnahme
Und was ist jetzt die sog. „Empörungsindustrie“ ?
Soll wohl ein Sammelbegriff für alle sein, die gegen unsere Wahrheitsmedien sind.
„Empörungstheoretiker“ wäre auch ein passender Begriff für Gniffke und Kons.
Ein Richter mit Mut und Anstand, dass ich das noch erleben darf…
Und Neue Rheinische Zeitung, Respekt, es gibt Hoffnung!
Dieser Satz gefällt mir sehr gut: „Es würde dem Ansehen der ARD guttun, wenn solche selbstgefälligen Vereinfacher nicht an verantwortlicher Stelle tätig wären.“
Bravo!