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zdfDas Ziel der transatlantisch gesteuerten, deutschen Propagandamedien ist die Diffamierung und Dämonisierung Russlands als ein antidemokratischer Polizei- und Unrechtsstaat. Beispiele für die Methoden der Propaganda haben wir hier im Blog massenhaft dokumentiert. Dass es die Agitatoren von ARD und ZDF dabei nicht einfach haben, zeigte sich gestern wieder einmal an der Jahrespressekonferenz des russischen Präsidenten, der ca. 1200 Journalisten aus dem In- und Ausland dreieinhalb Stunden Antworten auf deren Fragen gab.

Wie soll man als bezahlter Agitator des deutschen Staatsfernsehens ein solches Ereignis in den Dreck ziehen? Das ZDF, namentlich Bernhard Lichte, machte es vor. Schon in den heute-Nachrichten um 17 Uhr griff er tief in die bekannte Klamottenkiste inszenierter Diffamierungen, als er seinen „Bericht“ über die Pressekonferenz mit der Verhaftung einer handvoll Provokateure begann. Der Zuschauer wird weder informiert, warum die Personen verhaftet wurden, noch was das Ganze mit der Pressekonferenz zu tun hat.

ZDF_heute_18.12.14.17uhrLichte: „Begleitmusik zu Putins Pressekonferenz. Auch sie hätten ihrem Präsidenten gern Fragen gestellt, etwa, wie er die gegenwärtige Wirtschaftskrise bewältigen wolle. Stattdessen landeten sie im Polizeigewahrsam.“

Eine nicht näher vorgestellte Svetlana Kiseleva: „Wir können nicht nur keine Fragen stellen. Wir dürfen offenbar nicht einmal über sie nachdenken.“

Lichte: „Wie Hohn muss es da wirken, dass Putin vor großem Publikum wenig später einen gwissenhafteren Umgang mit der Opposition ankündigte.“

Man kann davon ausgehen, dass es auch hier wieder einmal um inszenierten Protest ging. Auf den Bildern sind nicht einmal ein Dutzend Provokateure zu sehen, aber mindestens so viele Kameras, als diese von der Polizei – vermutlich wegen einer nicht genehmigten Demonstration – verhaftet werden. Dass hier suggeriert wird, die Opposition könne keine Fragen stellen, ist angesichts der 1200 anwesenden Journalisten – darunter der angeblich unter staatlicher Verfolgung leidende Oppositionskanal Doschd – eine groteske Verzerrung. Die Behauptung, man dürfe in Russland nicht einmal über bestimmte Fragen nachdenken, ist völlig absurd und wird ganz gezielt zur Diffamierung verwendet.

Im heute-journal um 21.45 Uhr setzt sich der Schmierenjournalismus fort. Wie obsessiv Lichte diese Pressekonferenz in den Dreck ziehen will, zeigt sich an einer weiteren Szene. Xenia Sobtschak ist so etwas wie die Paris Hilton Moskaus und arbeitet für den Oppositionssender Doschd, den es laut deutscher Propaganda eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Auch Sobtschak kommt in der Pressekonferenz zweimal zu Wort, was von Lichte folgendermaßen kommentiert wird:

ZDF_heute-journal_18.12.14Lichte: „Die Journalistin ist engagierte Kritikerin Putins. Auf seiner Pressekonferenz in Moskau wohl das Feigenblatt für Pluralismus.“

 

So hört sich das an, wenn ein hauptberuflicher Agitator gezwungen ist, den Ereignissen – über die er eigentlich objektiv berichten sollte – geradezu obsessiv seine diffamierenden Wertungen aufzudrücken. Genau darin liegt Lichtes „journalistische“ Leistung: Er könnte ein und dasselbe Ereignis vollkommen diametral entgegengesetzt darstellen. Und er tut dies ohne jede Befangenheit wegen etwaiger Missstände im eigenen Land.