Trotz Eingeständnis, dass die Verwendung der falschen Bilder in beiden Fällen nicht journalistisch vertretbar war bestreitet der WDR, dass die Verwendung von Bildmaterial aus themenfremden Quellen einen Rechtsverstoß darstellt.

Ein Verstoß sei laut §5 Abs.6 Satz 1 und 2 WDR-Gesetz nicht gegeben, da diese Programmgrundsätze keinen Anspruch auf objektive Wahrheit in der Berichterstattung begründeten. Entscheidend sei das Bemühen um Wahrheit, bei dem der jeweils einschlägige Sorgfaltsmaßstab zu beachten sei.

Unsere Meinung zu beiden Fällen: Wenn die „Wahrheit“ von einem professionellen Journalisten ohne große Probleme hätte erfasst werden können und es dennoch zu Falschdarstellungen kommt, kann von einem Bemühen um eine wahrheitsgetreue Darstellung nicht die Rede sein.

Wir gehen somit in die nächste Instanz.

Erstmalig untersagt der Intendant des WDR, Tom Buhrow, die Veröffentlichung eines Antwortschreibens auf eine Programmbeschwerde.