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Deutschlandradio_KulturGanz offensichtlich saß Putin auf einem Stuhl, während des Interviews mit Hubert Seipel. Für den Agitator des Deutschlandradios, Dieter Kassel, steht Putin dagegen mit dem Rücken zur Wand – bildlich gesprochen. Das legte er auch einem eigens befragten Pantomimen in den Mund, der die Suggestivfrage – als Experte der Suggestion – natürlich sofort bestätigen konnte.

Kassel: Hatten Sie denn den Eindruck, wenn man auch überlegt, was Putin erlebt hat in Brisbane auf dem G20-Gipfel, wo er ja ziemlich isoliert gewesen ist und auch schlicht so aussah – teilweise war er der Mann am Katzentisch in einigen Fernsehbildern –[auch diese Lüge wird im DLR verbreitet], hatten Sie gestern Abend dann auch noch mal den Eindruck, da sitzt wirklich ein Mann, der ein bisschen mit dem Rücken zur Wand steht langsam?

Ruch: Ja, den Eindruck hatte ich schon. Also ich habe schon den Eindruck gehabt, der steht mit dem Rücken zur Wand und fordert natürlich auch irgendwo ein Stück weit ein, dass man seine Seite oder die russische Seite eben auch betrachtet. Das hat er deutlich eingefordert. Und da ist er ja nicht der Einzige, das haben wir ja auch vorhin im Radio gehört. Also ich denke mal, das passt schon.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:

Hatten Sie denn den Eindruck, wenn man auch überlegt, ….hatten Sie gestern Abend dann auch noch mal den Eindruck, ….. der ein bisschen mit dem Rücken zur Wand steht langsam?

Agitator Kassel identifiziert sich hier zu 100% mit der NATO-Propagandalinie und möchte geradezu bestätigt bekommen, dass Putin zumindest ein bisschen mit dem Rücken zur Wand steht – so langsam. Er bettelt geradezu erbärmlich um diese Bestätigung und das bei einem Pantomimen! Was soll man dazu noch sagen? Die Verzweiflung in den Staatsmedien – und der Druck von oben – muss groß sein.

Wir befinden uns damit in den Niederungen der Kaffesatz- und Glaskugelleserei wie man sieht. Für schlechte Journaille immer ein Füllhorn der Inspiration. Wenn die Ratio nur schlechte Nachrichten bereithält oder solche, die nicht ins politische Weltbild passen, dann wird sich eine Realität zurechtgelogen oder herbeifantasiert, wie gerade in Brisbane oder eben jetzt im DLR.

Vernünftige Menschen würden sich einfach anhören, was der russische Präsident zu sagen hat und daraus Schlüsse ziehen. Beim Deutschlandradio muss ein Pantomime herhalten, um den staunenden Hörern zu erklären, was Putin angeblich wirklich denkt und fühlt. Und das passt natürlich rein zufällig in die laufende NATO-Propaganda von der Isolation und Schwächung Russlands.

Sich inhaltlich tiefergehend mit dem Geschwätz des DLR-Agitators und seines Interviewpartners zu beschäftigen wäre unter dem Anspruch dieses Blogs. Jeder möge sich den Unsinn selbst durchlesen und eine Meinung bilden. Hobbypsychologie und Spökenkiekerei überlassen wir den ÖR und hoffen einfach, dass an den entscheidenden politischen Stellen in diesem Land Personen agieren, die letztlich dann doch mehr auf Fakten und Ratio setzen, als auf Kaffeesatz.

merkel_rauteObwohl gerade das vielleicht bezweifelt werden muss. Denn die Kanzlerin selbst ist eine ganz offensichtlich von Experten geschulte Azubine der körperlichen Täuschung. Ihre sattsam bekannte „Raute“ ist nicht das Ergebnis einer FDJ-Ausbildung in Sachen „Agitation und Propaganda“, sondern vermutlich einer professionellen Unterweisung in Körpersprache, die sie erst Jahre später bekommen hat. Wie weit verbreitet derartige Schulungen bei deutschen Politikern sind, wäre gerade mit Blick auf Propaganda und Täuschung eine durchaus interessante Frage.

Der bekannteste deutsche Körpersprachler des letzten Jahrhunderts in Regierungsämtern war bekanntlich Adolf Hitler. Eindrucksvolle Fotoreihen bezeugen seine eingeübten Posen – für die die Deutschen einmal sehr empfänglich waren. Diesbezüglich hat sich dieses Land glücklicherweise sehr geändert. In Zeiten des inflationären Posings und der Selbstdarstellung wissen die Bürger sehr wohl – nicht zuletzt, geschult durchs Werbefernsehen – zwischen Verstellung und Authentizität zu unterscheiden. Wer sich heute verstellt, dem schlägt Misstrauen entgegen, weil wir einen sechsten Sinn dafür haben, ob Körpersprache und das, was wir parallel sagen, kongruent sind.

Dass Vladimir Putin deratige Schulungen bekommen hat, kann man bezweifeln. Zumindest wirkt er in der Regel authentisch. Aber man weiß es auch nicht. Immerhin war er Agent und als solcher könnte er in die Geheimnisse der Täuschung eingewiesen worden sein. Mutmaßungen über eine „verborgene Agenda“ hinter dem, was er sagt, oder über seine politische Macht und Russlands Stabilität an der Körpersprache festzumachen, ist und bleibt so oder so unseriös und wird vom Deutschlandradio nur deshalb betrieben, weil der vermeintliche Experte sich nahtlos in die westliche Propaganda einreihen lässt.

Dank an Meine Daten Gehören Mir für den Hinweis an den Propaganda-Melder!