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wdr5WDR5 – Mittagsecho – Blickpunkt 2.9.2014

Bereits am 19.August haben wir hier berichtet, wie ZDF-Chefredakteur Frey im Interview mit Außenminister Steinmeier anläßlich der Waffenlieferungen an die Kurden auch kaum verhohlen forderte, Waffen an die Ukraine zu liefern.

Stefan_MeisterDer WDR legt in dieser Frage nach. Am gestrigen Dienstag wurde mit Stefan Meister wieder einmal ein staatlich bezahlter transatlantischer Meinungsmacher als sogenannter Experte präsentiert, der diesmal ganz ungeniert Waffenlieferungen an die Ukraine forderte. Geschehen im Blickpunkt des Mittagsechos gegen 13.10 Uhr. Einen Podcast oder ein Transkript der Sendung stellt der WDR leider nicht zur Verfügung.

Stefan Meister arbeitet für die DGAP, ein von Council on Foreign Relations und Chatham House gegründete „Denkfabrik„, deren Aufgabe es ist, US-amerikanische und britische imperiale Interessen mit Hilfe deutscher Staatsmedien in die deutsche Bevölkerung zu tragen. Dazu gehört aktuell die Militarisierung der deutschen Politik unter dem euphemistischen Term „Verantwortung übernehmen„. Wie diese „Verantwortung“ der transatlantischen Kriegshetzer aussieht, haben wir im Irak, Afghanistan, Libyen und Syrien gesehen und wir sehen es jetzt aktuell vor der eigenen Haustür in der Ukraine.

Die Staatsmedien verschweigen regelmäßig die Hintergründe der DGAP, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um unabhängige Experten, die objektive politische Einschätzungen vortragen.

Update: Mittlerweile haben wir auch einen Mitschnitt der Sendung und geben hier die entscheidenden Äußerungen im Transskript wieder:

ab 2:44 min

Meister: „Der andere Punkt ist, wir müssen uns tatsächlich mal ne andere Strategie in Bezug auf Russland Gedanken machen. Also vielleicht doch ne Art von Containement-Strategie also … wie stärkt man denn letztlich die eigenen Sicherheitsbedürfnisse und wie kann man möglicherweise auch die Ukraine militärisch, sicherheitspolitisch stärken. Also ich meine Russland macht hier inzwischen Dinge, die äh…die einfach..also wo man es stoppen muss in irgendner Hinsicht. Ähm..und äh also … neben diesen Verhandlungen, glaube ich, muss man letztlich auch darüber nachdenken, wie man wie man äh Putin auf die Finger hauen kann sicherheitspolitisch.“

Moderator: „Das hieße, so wie ich Sie verstanden habe, auch militärische Unterstützung für die Ukraine.“

Meister: „Also das wird sicher nicht gehn …also jetzt direkte militärische Unterstützung….“

Moderator: Nein..nicht direkt….“

Meister: „…aber sie mit Technik auszurüsten, letztlich mit Waffen auch aufzurüsten…sie auch zu schulen…entsprechend…die Armee. Also wir haben ja ne Armee, die seit den 80er Jahren nicht mehr modernisiert worden ist. Und auch ähm mit wenigen Einheiten dazu in der Lage ist überhaupt zu kämpfen. Also das ist ein riesen Problem auch in der ukrainischen Armee. Da muss einfach auch ne Armee im Prinzip komplett neu aufgebaut werden und ich denke für so ein wichtiges Nachbarland…ja…muss man sich vielleicht überlegen in dieser Situation, in diesem Konflikt mit Russland, ob man diesen Schritt nicht tut.“

 

Ende! Keine Kritik vom Moderator, keine Nachfrage, wie sinnhaft das wäre, ob das zu einer Eskalation beitragen würde und wer das bezahlen soll.

Staatsfunk und Kriegstreiberei der allerübelsten Sorte!

 Dank an Philipp für den Mitschnitt!