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ardARD tagesthemen 23.08.2014

In ihren zwanghaften Bemühungen den russischen Hilfskonvoi für die in der Region Donezk und Lugansk notleidenden Menschen zu diffamieren ist der ARD keine Lüge zu frech, keine Hirnverrenkung zu dumm, kein Gedanke zu abstrus.

So geschah es am Samstag Abend, dass Pinar Atalay sich in den Tagesthemen nicht wunderte, warum der russische Konvoi mit Hilfsmitteln angeblich nicht in 7 Tagen kontrolliert werden konnte, sondern sie wunderte sich, wie so viele LKW an nur einem Tag entladen werden können. Atalay lügt dreist und frech in die Kamera, fast alle LKW seien unkontrolliert in die Ukraine gefahren, dabei hatte selbst das ZDF berichtet, dass alle LKW mehrfach durchsucht wurden (heute-journal ab 16:23 min).

atalay_ukraine_konvoiDie Sendung beginnt mit einem Blick in das vom Krieg teilweise zerstörte Donbass-Stadion. Das wirft bei Atalay nicht etwa die Frage auf, wer dort wen mit Waffengewalt attackiert und deshalb für die Zerstörungen verantwortlich ist, sondern führt zur lapidaren Feststellung, das Stadion sei zum Kriegsschauplatz geworden. Ach so!

Es folgt ein serviler Hofbericht über Merkels Besuch bei der Kiewer Junta, der erwartungsgemäß frei von jeglicher Kritik oder auch nur kritischen Fragen ist. Dass der Krieg innerhalb von Stunden beendet wäre, wenn Merkel dies fordern und mit Androhung von Sanktionen bekräftigen würde, wird in den Staatsmedien nicht im entferntesten in Erwägung gezogen. Stattdessen wird die Schuld an Kiews Krieg wie gewohnt Russland in die Schuhe geschoben.

Ab 4:45min beglückt Pinar Atalay die Zuschauer mit ihren „Erkenntnissen“ zum nunmehr nach Russland zurückgekehrten Konvoi:

„Die Geschichte des russischen Konvois, der Hilfsgüter in die Ostukraine bringen wollte [was heißt hier „wollte“?], klingt eigenartig. Erst standen die fast 300 LKW nahezu eine Woche an der Grenze und durften nicht rein, weil Kiew Moskau misstraute und die Fahrzeuge kontrollieren wollte. Das ging aber nicht voran. [Aha! Und warum nicht?] Gestern dann fuhren die Laster einfach los, Richtung Lugansk, ohne ukrainische Erlaubnis – und vor allem: fast alle unkontrolliert. Und heute? Heute rollten die Transporter schon wieder ab! Sie sollen mittlerweile alle wieder in Russland sein. Am Ende sollen also tatsächlich nicht mal 24 Stunden gereicht haben, um tonnenweise Hilfsgüter abzuladen?“

Selbst wenn auch nur ein einziger LKW unkontrolliert in die Ukraine gefahren wäre, kommt Atalay nicht etwa auf den nächstliegenden Gedanken, zu fragen, warum denn die Ukraine es angeblich nicht innerhalb einer Woche schafft, einen Konvoi – dem sie unterstellt Waffen oder sonstwas in die Ukraine zu schmuggeln – zu durchsuchen. Statt dessen wundert sich Frau Atalay, wie denn so ein großer Konvoi in nur 24 Stunden entladen werden kann.

Übersteigt es tatsächlich die Vorstellungskraft von Frau Atalay, dass 280 LKW parallel an verschiedenen Orten in wenigen Stunden problemlos zu entladen sind? Zumal an Orten, wo notleidende Menschen seit Tagen auf diese dringend benötigte Hilfe warten. Oder will Frau Atalay mit ihrer an den Haaren herbeigezogenen Suggestion nur wieder neue Mutmaßungen schüren?

Noch einmal grotesker wird das Geschwätz in den tagesthemen durch die im folgenden kolportierten Behauptungen der Ukraine, in den LKW seien ukrainische Radarstationen außer Landes geschmuggelt worden. Der Zuschauer staunt: erst ist keine Zeit zum Entladen, dann aber doch noch genug Zeit, um klammheimlich Radarstationen zu klauen?

Das Beispiel macht deutlich, wie irrational, verzweifelt und wahnhaft die ARD mittlerweile versucht, alles zu diskreditieren, was irgendwie mit Russland zu tun hat. Man ist sich nicht zu blöd, die hanebüchensten Unterstellungen und Diffamierungen in den Raum zu stellen, selbst wenn diese sich dann auch noch widersprechen.