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Wie tief kann man als Journalist eigentlich sinken? Die SZ überrascht die Leser heute mit unverhohlener Propaganda. In einem Artikel über die Schiesserei in Slawjansk werden ganz unbedarft Tweets von „Euromaidan PR“ und „Dbnmjr“ (ebenfalls Euromaidan) als „Beweis“ dafür geliefert, wie sich das Web angeblich über die in Slawjansk gefundene Visitenkarte des Rechten Sektors lustig macht.

„Doch viele Ukrainer finden es schwierig, darin einen Beweis für den Urheber des Schusswechsels in der ostukrainischen Stadt Slawjansk zu sehen. Binnen Stunden wurde die Visitenkarte im Internet zum Gegenstand des Spotts. Schnell tauchten Fotomontagen mit der Karte auf, etwa bei Twitter unter dem Hashtag „Jaroschs Visitenkarte“. Auf einer ist etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen. Sie deutet auf die Karte, die aus der oberen Tasche des russischen Präsidenten Wladimir Putin lugt.“(LINK)

 

SZ_euromaidan1Wer ist „Euromaidan PR“?

„This is the site of the Official English-language Public Relations Secretariat for the Headquarters of the National Resistance in Kyiv, Ukraine.“ http://euromaidanpr.com/about/

Auf youtube verbreitet „Euromaidan PR“ unter anderem die Kriegsparolen des Führers des Rechten Sektors Dimitri Jarosch:

euromaidan_jarosch….Panic, pacifism, hysteria about avoiding provocations, and the need to finding peaceful solution to the situation plays only into the hands of our enemies.
Say Yes to national unity, say Yes to readiness of the decisive resistance to the invaders.
Say No to pacifism and capitulation.
Citizens, organize self-defense units, connect with the Right Sector representatives in the regions and join our forces. Together we will suppress anti-Ukrainian insurgency and renew territorial integrity of our motherland.
Glory to Ukraine!
(LINK)

Die SZ präsentiert sich ganz ungeniert als Propagandaschleuder. Mit seriösem Journalismus hat das nichts zu tun. Billige Propaganda „gimpen“ kann die PS übrigens auch:

dimitri_jarosch_sz

SZ-Leser Dimitri Jarosch

Dass wir es damit in die SZ schaffen, ist allerdings nicht anzunehmen. Einen kritischen Kommentar unter dem besagten Artikel hat die SZ erwartungsgemäß nicht veröffentlicht – wie sich das für ein kritikresistentes Propagandablatt gehört.