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Wie mit Bildern mehr oder weniger subtile Propaganda verbreitet wird, haben wir hier schon mehrfach aufgezeigt. Im Staatsfunk werden politisch genehme Landkarten gestrickt, politische Gegner hinterrücks mit Gewalt assoziiert, als Hunde diffamiert oder TV-Beiträge aus dem russischen Fernsehen aus dem Kontext gerissen und in einer völlig verzerrten Bedeutung umgewertet und als für den Feind allgemeingültig erklärt.

berlindirektEin Leser hat sich die ZDF-Sendung „Berlin Direkt“ am 9.3. vorgenommen und aufgezeigt, wie Putin durchgängig mit martialischen Hintergrundbildern in Verbindung gebracht wurde.

Der eine oder andere erinnert sich, wie Ursula von der Leyen es bei ihrem Afghanistan-Besuch tunlichst vermied, neben einer Drohne oder schweren Kanonen fotografiert zu werden. Politiker – und besonders die Meinungsmacher in den Medien – wissen genau um die Wirkung solcher Bilder.

Im Falle Putins dienen die Bilder der Emotionalisierung, dem Aufbau einer Bedrohung, eines Feindbildes und der Dämonisierung dieses vermeintlichen Feindes.

Es geht aber auch genau andersrum. Im gleichen Maß, wie Putin – wenn nötig mit Fotomontagen – diffamiert wird, wird andererseits der Massenmörder und Völkerrechtsverbrecher Obama durch die Staatsmedien weiß gewaschen. Wir kennen die Bilder massenhaft aus den Medien: Obama mit seinen Kindern, Michelle Obamas Bizeps, Familie Obama im Urlaub, im Fast-Food-Restaurant oder Obama und Biden beim „Joggen“ im  Weißen Haus:

Mediathek ab 16:59min

ZDF-Mediathek ab 16:59min

Lupenreine PR und Propaganda – präsentiert in den Hauptnachrichtensendungen.

Besondere Mühe gaben sich die Propagandisten in der letzten Woche angesichts eines Besuchs Obamas in Europa und – das wird mancher gar nicht wissen – er war auch in Saudi-Arabien

Wir dokumentieren die Bilder mit denen Obama von Montag bis Freitag in tagesschau und tagesthemen präsentiert wurde:

obamatourmontag

Obama im Museum

obamatourmittwoch1

Kranzniederlegung

obamatourmittwoch

Obama und seine EU-Freunde

obamatour

Im Kreise der G7

obamatourdienstag

Der Staatsmann spricht

obamatourdonnerstag

Obama und der Papst

obamatourdonnerstag1

Der Staatsmann besucht Italien

obamatourfreitag

Obama in Saudi-Arabien

 

Selbstverständlich wurde passend zu den Bildern die entsprechenden warmen Worte gefunden. Offensichtliche Doppelmoral in den Statements – wenn der Massenmörder und Völkerrechtsverbrecher Obama sich anmaßt, andere Politiker zu kritisieren – wurde geflissentlich ignoriert.

Besonders bemerkenswert ist der letzte Tag von Obamas Tour: Am Freitag war der Hegemon und oberste Chef der Weltstasi zu Besuch bei seinen Despoten-Freunden in Saudi-Arabien. Darüber wird in den Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF nicht berichtet. Es gibt in tagesschau und tagesthemen keine Bilder, die Obama mit seinem saudischen Verbündeten König Abdullah zeigen. Die tagesschau verheimlicht sogar, dass die im letzten Bild rechts der obigen Reihe wiedergegebene Aufforderung Obamas an Putin, angebliche Truppen von der ukrainischen Grenze abzuziehen, von einem Statement während des Besuchs in Saudi-Arabien stammt.

obamatoursaudisSaudi-Arabien! Hort westlicher Werte und Menschenrechte. Das Land, das gerade erst in Bahrain einmarschiert war, um den demokratischen Aufstand der unterdrückten Schiitischen Mehrheit niederzuknüppeln. Der Weltverbrecher Obama hatte – genauso wie die EU und Deutschland – mit diesem Vorgehen Saudi-Arabiens niemals ein Problem, beliefert nach wie vor Waffen nach Bahrain und das Thema wird in den deutschen Medien nahezu totgeschwiegen. Für wie bescheuert halten ARD und ZDF ihre Zuschauer, wenn sie uns weismachen wollen, es ginge bei der Hetze und den Sanktionen gegen Russland um Völker- oder Menschenrecht?

14.3.2011bahrainDie offensichtliche Verlogenheit, die Doppelmoral, die durch und durch choreografierte Darstellung des Massenmörders in positiven Kontexten und die damit erwiesene propagandistische Natur der deutschen Staatsmedien, zeigen sich einmal mehr an diesem Beispiel.