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Das Gezerre um die Krim wird mit allen schmutzigen Tricks geführt, die die Propagandakiste hergibt. Es wird gelogen, verschwiegen, verzerrt und desinformiert, dass man aus dem Staunen nicht heraus kommt. Neben den offensichtlichen Lügen und dreisten Verleumdungen, gibt es auch sehr subtile, aber nichtsdestotrotz wirksame Tricks, wie die Meinung der Bevölkerung gelenkt werden kann.

Da ist zB die Kernfrage, wem denn die Krim eigentlich gehört. Deren Geschichte ist so abenteuerlich, kriegerisch und wechselhaft, dass sich vielerlei Ansatzpunkte für einseitige Darstellungen bieten. Die deutschen Medien betonen gerne die russischen Eroberungen, Vertreibung von Tartaren oder die Schenkung an die Ukraine, verschweigen aber genauso gerne die Besatzung durch Nazi-Deutschland und die damit verbundenen Verbrechen an Zivilisten und Kriegsgefangenen.

Ein subtiler Trick, die Krim schon rein optisch unzweifelhaft der Ukraine zuzuschlagen, zeigt sich in der Verwendung der Karten, die regelmäßig in den Hauptnachrichtensendungen der Staatssender gezeigt werden.

Zunächst einmal ein Blick auf eine geografische Karte von Google-Maps:

Die Karte zeigt deutlich, dass die Halbinsel alles andere als durchgängig mit dem ukrainischen Festland verbunden ist. Tatsächlich gibt es nur zwei jeweils ca. 2km schmale Landbrücken im Norden bei Armyans’k.

Das stellt sich bei ARD und ZDF ganz anders dar. Am 3.3. präsentierten die tagesthemen den Zuschauern eine Karte zur genaueren Einordnung der geografischen Situation. Die sah so aus:

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Krim durchgängig mit dem Festland verwachsen dargestellt wird.

Der gleiche Trick beim ZDF:

Wer jetzt meint, der Kartenmaßstab würde eine genauere Darstellung nicht erlauben, muss sich nur die dargestelle schmale Landzunge im Nord-Osten, direkt vor der ukrainischen Küste anschauen. Die ist weit schmaler, als die Meeresenge zwischen Krim und Festland.

Eine subtile Manipulation, aber beim ahnungslosen Zuschauer durchaus wirksam.