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Das NDR-Medienmagazin ZAPP hat sich offenbar die Propagandaschau zum Vorbild genommen und thematisierte am 5.3. die einseitige Berichterstattung in den deutschen Medien.
Natürlich muss zum Einstieg ein Blick auf Russland her – nach dem Motto: Die tuns ja auch! Das ist natürlich so billig, wie das notorisch wiederkehrende Argument von Islamhassern, dass man hier keine Moscheen bauen sollte, weil die Türkei den Christen auch Steine in den Weg legt, wenn diese dort Kirchen bauen wollen. Orientieren wir uns hierzulande an Idealen oder an schlechten Vorbildern?
Aber immerhin wird fast 5 Minuten über die Hauptkritikpunkte berichtet, die die Propagandaschau in den vergangenen Wochen mehrfach dargelegt hatte. 1,2
ZAPP:
„Allgemein kommen in den Nachrichten fast nur Regierungsgegner zu Wort. Zapp hat stellvertretend für die Berichterstattung deutscher Medien, die tagesschau und tagesthemen ausgewertet. Je eine Woche im November, Januar und Februar. Ergebnis: Fast 80% der Interviewpartner waren Regierungsgegner.“
Die Ausrede des ersten Chefredakteur von ARD-aktuell Gniffke ist fadenscheinig:
„Das wir das, was auf dem Maidan passiert ist, das wir das primär in den Blick nehmen, weil da was aussergewöhnliches passiert, das halte ich für eine journalistische Selbstverständlichkeit.“
Man fragt sich: ist er so dumm oder tut er nur so?
Herr Gniffke, es geht nicht darum, WAS sie in den Blick nehmen, sondern ob sie es von allen Seiten betrachten und so ausgewogen und objektiv darstellen, wie es möglich und nach dem Rundfunkstaatsvertrag geboten ist!
Zur Erinnerung: So hat sich eine Woche bei den Regierungsgegnern in der Analyse der Propagandaschau präsentiert (ARD und ZDF).


Merkel und andere westliche Führer haben nach der Pressekonferenz des russischen Präsidenten am 4.3. 2014 allen Ernstes behauptet, Putin hätte den „Kontakt zur Realität verloren“. Die Merkel-Verlautbarung wurde unkritisch und unhinterfragt von den Medien wiedergegeben, so als sei Putins angebliche Realitätsstörung eine Tatsache. Selbstredend würde niemals ein verantwortlicher Nato-Politiker in seiner täglichen Arbeit von einer Realitätsstörung Putins ausgehen. Allerdings stellt dieser ungehemmte und unangemessene Ausdruck auf eine Realitätsstörung der deutschen Mehrheitsbevölkerung ab. Dies soll hier kurz erläutert werden. Der Ausspruch Merkels bedeutet mit anderen Worten, die von Putin zur Lage der Ukraine genannten Fakten und die juristische Begründung der Illegalität und die Darlegung des kriminellen Vorgehens der Kiewer Putschregierung dürfen öffentlich in der BRD nicht aufgegriffen und diskutiert werden, sie sind tabu. Wer dagegen verstößt und auf die Argumente der russischen Regierung, der russischen Medien, des russischen Parlaments und des russischen Förderationsrates eingeht, wird von der deutschen Regierung und den öffentlich-rechtlichen Medien für unzurechnungsfähig erklärt. Die Zuschreibung des Status einer psychischen Störung soll die soziale Isolation und politische Ausschaltung von Menschen bewirken, die nicht auf US/EU/Nato-Linie liegen. Wir können auch von einer Drohung sprechen. Bedroht werden alle regimekritischen Personen in der BRD. Personen, die dem Mainstream öffentlich widersprechen, müssen in Zukunft mit Sonderbehandlung seitens der Nato-Sicherheitsbehörden und Geheimdienste rechnen.
Die massive Propaganda in außenpolitischen Fragen, über die Lage der Ukraine und Russlands, will uns glauben machen, die deutsche Außenpolitik und EU-Politik hätte keinerlei Verantwortung für die Spannungen, die zu einer militärischen Auseinandersetzung in Europa führen können und das Leben von Millionen Menschen bedrohen. Die massive Propaganda will verhindern, dass die Verwicklung und Beteiligung deutscher Stiftungen, Behörden und Regierungsstellen in die Ausbildung, Ausrüstung und Finanzierung der ukrainischen Putschisten in das deutsche öffentliche Bewusstsein dringt. Putschisten, die nachweislich illegale bewaffnete Gewalt gegen politische Gegner einsetzen und die ukrainische Bevölkerung terrorisieren.
Ist das Ziel der deutschen öffentlich-rechtlichen Medienpropaganda die Aushebelung des Grund- und Menschenrechtes auf eine eigene politische Meinung?