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Die Staatsmedien wissen bekanntlich mehr als die Vereinten Nationen. Schon Claus Kleber und Udo Prömpers hatten in den ZDF-„Nachrichtensendungen“ die Zuschauer mit ihren gesicherten Informationen erstaunt, dass der verheerende Giftgasangriff in Syrien von Assad in Auftrag gegeben wurde.

Mittlerweile gibt es trotz offensichtlich logischer Widersprüche, aufgedeckter Fakten und erwiesener Verzerrung der Wahrheit durch die US-Administration, beim staatlichen Propagandakanal die Überzeugung: Was wir selbst einmal gesagt haben, muss tatsächlich wahr sein.

So schwadroniert denn in einem einseitigen Bericht aus Syrien die Kulturzeit über die Verbrechen Assads, wundert sich, dass die Opposition plötzlich unübersichtlich geworden ist, aber weiss ganz genau:

„Die ausbleibenden Militärschläge durch den Westen nach Assads Giftgasangriff hat viele radikalisiert und beschert Dschihadisten wie der Nusra oder der Islamischen Front immer mehr Zulauf – auch aus dem Ausland.“

Neben den mutmaßlich 130.000 Toten, die wie in der Propaganda üblich, samt und sonders der Regierung in die Schuhe geschoben werden, wird auch die Geschichte des angeblichen Überläufers, die jetzt gerne mit dem Holocaust verglichen wird, unhinterfragt übernommen. Es passt ja so gut ins Bild.

Scheinheilig fragt die „Kulturzeit“, was denn „der Westen“, der ja angeblich so untätig ist und mit der Legitimation der Gewalt, mit Waffenlieferung, Logistik und politischer Unterstützung der Aufständischen rein gar nichts zu tun hat, was denn der gute Westen so tun kann – wenn er schon nicht den Frieden aktiv herbeibombt.