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Im Interview mit Giovanni di Lorenzo kritisiert Helmut Schmidt die Unart, anderen Staaten öffentlich Vorhaltungen über die Menschenrechte zu machen, zumal, wenn diese tatsächlich im eigenen Land nicht beachtet werden:

Schmidt„…ich halte eine „wertegebundene Außenpolitik“ grundsätzlich für abwegig… Ich würde für die Menschenrechte in meinem eigenen Staat notfalls auf die Barrikaden gehen, aber ich habe nicht das Recht, anderen Leuten öffentlich Ratschläge zu geben, wie sie die Menschenrechte verwirklichen…das propagandistische Beharren auf der Theorie der Menschenrechte und zugleich in der Praxis oft das Gegenteil tun, das verurteile ich.“

http://www.zeit.de/2014/03/helmut-schmidt-deutsche-aussenpolitik