Schlagwörter

, , ,

Rückblende: Im April 2013 ereignete sich ein Bombenanschlag auf den Marathon in Boston, bei dem 3 Menschen starben. Die deutsche Staats- und Konzernpropaganda stürzte sich erwartungsgemäß mit stundenlangen Berichten, Live-Tickern, Sondersendungen und Talk-Shows auf dieses Ereignis, als ob der Anschlag in Köln stattgefunden hätte.

Einer der Höhepunkte der Massenmanipulation war die Talkshow „Beckmann“, die das Ereignis zum Anlass nahm, zu fragen, ob WIR jetzt Angst vor neuem Terror haben müssten.

Am 29. und 30. Dezember ereigneten sich im russischen Wolgograd Bombenanschläge auf einen Bahnhof und einen Bus. Bei beiden Anschlägen kamen jeweils fünfmal so viele Menschen ums Leben, wie bei dem Anschlag in Boston. Beide Anschläge bekamen in der Staatspropaganda in etwa so viel Aufmerksamkeit, wie ein größerer Autobahnstau zum Beginn der Sommerferien.

Nicht nur die manipulative Doppelmoral in der Art der Berichterstattung ist bemerkenswert, sondern auch die Gewichtung im Vergleich zu einem anderen Ereignis: Dem Skiunfall eines deutschen Sportlers am 30.Dezember, dem Tag des Anschlages auf den Bus in Wolgograd.

Dass der private Gossensender RTL eine komplette „News“-Sendung dem Unfall seines Geldesels Schumachers widmet ist nicht verwunderlich. Schmierige Typen wie Peter Klöppel verdanken schliesslich ihren Lebensunterhalt den Werbeeinnahmen, die Sportler wie Schumacher generieren.

Anders sieht es bei den Staatsmedien aus, die mit Zwangsgebühren finanziert werden, die wiederum mit dem Bildungs- und Informationsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen gerechtfertigt werden. Die Propaganda zahlt also der Bürger selbst.

Die „heute“-Sendung des ZDF begann am 30. Dezember nicht etwa mit dem verheerenden Bombenanschlag auf einen Bus in Wolgograd, sondern mit dem privaten Skiunfall des ehemaligen Rennfahrers.

Satte 8 von 20 Minuten der angeblichen Nachrichtensendung wurden dem Unfall gewidmet. Inklusive zweimaliger Schaltung zu einem Krankenhaus, von dem es nichts zu berichten gab, Rückblenden zum Unfall des deutschen Politikers Althaus und allgemeinen Hinweisen zur Gefahr des Skifahrens, bevor der Anschlag in Wolgograd in 3 Minuten abgehandelt wird.
„heute“ vom 30.Dezember in der Mediathek

Nicht anders der deutsche Propagandakanal ARD:
Auch hier ist das TOP-Thema des Tages der Skiunfall, für den 1/3 der gesamten Sendezeit verwendet wird, bevor man den Anschlag in Wolgograd in 2,5 Minuten abhandelt. Besonders geschmacklos und unwürdig ist der Kommentar des ARD-Schwätzers Udo Lielischkies, der als „Journalist“ vor Ort berichtet und – in seiner ganzen Ignoranz an diesem Ereignis – den Bombenanschlag einen „Unfall“ nennt.
ARD Mediathek

„Der Unfall passierte etwa 100m hinter mir, hier an dieser Kreuzung“

(Minute 6:30 im unten verlinkten Video)
„Tagesschau“ vom 30.12. in der Mediathek

Diese Doppelmoral in der Bewertung des Terrors ist nicht nur widerwärtig, sie widerspricht in unverschämtester Art und Weise dem Informationsauftrag zweier Sendeanstalten, die mit Zwangsgebühren der Bürger finanziert werden.

Es ist deshalb längst an der Zeit, die Zwangsgebühren bewusst mit dem Hinweis auf die Verbreitung von Propaganda umbeispielsweise 5,-€ zu kürzen. Dazu bräuchte es nur eine breite Bewegung und einen engagierten Anwalt, der die Causa vor Gericht durchficht.

Will man es auf den Punkt bringen, kann man längst festhalten, dass ARD und ZDF in dem Maße Propaganda verbreiten, wie sie es anderen Ländern immer gerne nachsagen, um sich selbst als Hort des objektiven Journalismus zu gerieren.