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Man muss derzeit gar nicht einzelne Artikel oder Berichte in der Staats- und Konzernpropaganda herauspicken, um auf die gleichgeschaltete Chodorkowski-Kampagne hinzuweisen. Staats- und Konzernmedien überschlagen sich in einer clownesquen Darbietung, die einen kriminellen Oligarchen zum Helden machen soll, der die „Gunst“ der Stunde nutzte, um sich in einer Zeit an russischen Rohstoffen maßlos zu bereichern, in der das russische Volk in Not und Armut stürzte.

Brüder im Geiste

Die beste Abrechnung mit dieser propagandistischen Farce kann man auf den Nachdenkseiten lesen. Dort haben Jens Berger und Albrecht Müller eigentlich alles Wesentliche gesagt, was es in dieser Sache zu sagen gibt:

Artikel von Jens Berger

Artikel von Albrecht Müller

Einen weiterer, etwas älterer Artikel, den man aufgrund seiner antisemitischen Ergüsse eigentlich nicht verlinken sollte, bietet ausserordentlich interessante Hintergrundinformationen. Deren Wahrheitsgehalt kann zwar hier nicht verifiziert werden, aber die Geschichte klingt mehr als plausibel und ist geeignet, die Hofierung des schwerkriminellen russischen Oligarchen durch den deutsche Neoliberalismus zu erklären:

„Nachdem die BND-Mitarbeiter Ernest Backes und André Strebel als brave und scheinbar unbestechliche Saubermänner verkleidet im Februar 2003 über den BND und das Bundeskanzleramt ein Chodorkovsky belastendes Dossier auf den Schreibtisch von Putin lanciert hatten und im November 2003 im Rahmen einer Strafanzeige gegen Yukos- und Menatep-Töchter in der Schweiz gezielt weiteres Belastungsmaterial nachschoben, ohne dass sie damit Putin zu einer schnelleren Verurteilung von Chodorkovsky zu einer Haftstrafe bewegen konnten (die nach den geheimen Menatep-Statuten den sofortigen Verlust von Yukos für Russland bedeutet hätte), war klar, dass der russische Präsident die Strategie des Westens durchschaut hatte, sich über eine Haftstrafe von Chodorkovsky die Kontrolle des wichtigsten russischen Öl-Konzern zu sichern.“
http://www.luebeck-kunterbunt.de/Boese_Briten/Putins_Kampf.htm

Fazit:
Der Postillon ist seriöser als die versammelte deutsche Staats- und Konzernpropaganda:
„Edward Snowden nicht reich und kriminell genug, um Asyl in Deutschland zu bekommen“