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Der mit Zwangsgebühren finanzierte Staatssender WDR liefert wieder einmal ein Beispiel für politische Agitation und Propaganda. Es ist wohl die unbedarfte „Moderatorin“ Andrea Oster* gewesen, die am Morgen die Stichwortgeberin für den israelischen Botschafter Yakov Hadas-Handelsman spielen durfte und ein Paradebeispiel für die ganze Erbärmlichkeit des deutschen Staatsfunks ablieferte.

Man kann Yakov Hadas-Handelsman keinen Vorwurf machen. Er ist nunmal der Vertreter eines Apartheitsregimes, das meint, eine ganze Region mit Krieg und ABC-Waffen bedrohen zu müssen, um seine zionistischen Träume von Großisrael gewaltsam durchzusetzen. Wenn Hadas-Handelsman sich also hinstellt und dem friedlichen Iran böswillig unterstellt, das anzustreben, was Israel seit langem völkerrechtswidrig besitzt, nämlich atomare Massenvernichtungswaffen, dann macht der Mann nur seine Arbeit und jeder politisch informierte Mensch kann die Verlogenheit und Anmaßung in seinen Worten richtig einschätzen. Kurz gesagt: Es ist sein Job Propaganda, einseitige Wahrheiten und Lügen zu verbreiten, wenn dies seinem Land dient.

Für sogenannte „Journalisten“ eines mit Zwangsgebühren finanzierten deutschen Staatsfunks sieht das freilich ganz anders aus. Die haben einen Bildungs- und Informationsauftrag und sind zumindest theoretisch der Wahrheit und umfassenden Information ihrer Hörer/Geldgeber verpflichtet.

Wem die Stichwortgeberin Andrea Oster allerdings tatsächlich verpflichtet ist, beweist sie in der Interviewfarce, in deren Verlauf Yakov Hadas-Handelsman unwidersprochen und unhinterfragt seine so verleumderischen, wie heuchlerischen Thesen über die Verbreitung von Atomwaffen verbreiten kann.


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So werden die Hörer des Staatsfunks einmal mehr für dumm verkauft. Fragen zur Rechtmäßigkeit der israelischen Massenvernichtungswaffen werden genauso wenig gestellt, wie Fragen danach, inwieweit der Iran denn eigentlich gegen internationale Gesetze verstößt, wenn er Uran bis zu 20% anreichert – denn das ist vollkommen legitim.

Man kann davon ausgehen, dass die politisch unbedarfte Oster zuvor ausreichend geimpft wurde, eben diese entscheidenden Fragen nicht zu stellen. Möglicherweise hatte sie auch den von Mahmut Ahmadinedschad vorgeführten ZDF-Lügner Kleber im Hinterkopf. Klar ist: Mit seriösem Journalismus hat das nichts zu tun.

* Weder die Webseite des WDR, noch der Podcast selbst, geben Auskunft darüber, wer Hadas-Handelsman „interviewt“ hat. Offenbar schämt man sich!