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Zu den wichtigsten Methoden der Propaganda gehört das Verschweigen. Informationen, die verschwiegen werden, beeinflussen das Bild der Bürger über einen Sachverhalt mindestens genauso, wie richtige oder komplett falsche Informationen. Durch das Verschweigen können Feindbilder subtil aufrecht erhalten werden, ohne dass die Medien unmittelbar unter Propagandaverdacht geraten. Ereignisse zu verschweigen gehört zur Methode des „agenda setting“ mit der Journalisten, PR-Agenturen oder Politiker die Aufmerksamkeit der Bürger lenken.

Zum „ägyptischen Frühling“ gibt es dazu zahllose Beispiele:
Wer weiss schon, dass die ägyptischen Muslimbrüder, die Angriffe auf Kopten und deren Kirchen infolge des Militärputsches in einer Erklärung nachdrücklich verurteilt haben?

Wer weiss schon, dass kriminelle Schlägerbanden (Baltagiya) aus Mubarak-Zeiten als Täter identifiziert wurden, die koptische Kirchen angegriffen haben?
Es gibt eine breite Koalition von Freunden des Militärputsches, deren gemeinsames Interesse ist, die Angriffe auf Kopten den Muslimbrüdern zuzuschieben, um eben jenen Militärputsch zu rechtfertigen.

In einem Artikel vom 2.September zeigt hintergrund.de, wie die Demonstrationen gegen das ägyptische Militärregime – in deutschen Propagandamedien euphemistisch als Übergangsregierung bezeichnet – in mehreren großen ägyptischen Städten in den deutschen Medien entweder totgeschwiegen oder marginalisiert wurden:

„…Während der Großteil der deutschen Fernsehsender und Tageszeitungen die Proteste gänzlich verschweigt, meldet die Deutsche Welle das „Dahinschwinden des Islamistenprotests“ angesichts von lediglich „5000“ Demonstranten….“

Pro Mursi Demonstration